Gaming
Erst vor kurzem hat Electronic Arts den lang erwarteten, vierten Teil ihrer Skateboard-Reihe skate. angekündigt. Wer nicht bis zu dem Release des Titels warten möchte, der kann sich bereits jetzt mit den Games Session und Skater XL seine Portion Flips, Grinds und Slides abholen.
Genau wie skate. fallen die beiden Spiele ebenfalls in das Simulations-Genre. Abgefahrene Aufgaben und Tricks, wie in der Tony Hawk-Reihe, dürft ihr also nicht erwarten. Und auch wenn die beiden Titel sehr ähnlich sind, gibt es dennoch ein paar Unterschiede, die eure Kaufentscheidung beeinflussen könnten.
Early Access vs. Fertiges Spiel
Zum Erscheinen dieses Artikels ist Skater XL gerade in seiner Version 1.0 erschienen, während Session sich noch im Early Access befindet. Bei diesem Vergleichen solltet ihr dies immer im Hinterkopf behalten.
PC vs. Konsole
Eure präferierte Spiele-Plattform hat natürlich einen großen Einfluss darauf, welcher der beiden Titel die Nase vorne hat. Session ist momentan nur für den PC erhältlich - eine Konsolenversion ist nicht in Planung. Skater XL bekommt ihr auf PC, PlayStation 4 und Xbox One, mit einem Switch-Port in der Zukunft.
Gameplay: Variation vs. Individualität
Gleich vorweg: Sowohl Session als auch Skater XL bieten von Haus aus eine komplexere Steuerung, als man sie von arcadigeren Genre-Kollegen kennt. Beide Titel verfolgen dabei einen ähnlichen Ansatz. Die beiden Analogsticks eures Controllers steuern jeweils euren rechten, bzw. linken Fuß; die Schultertasten drehen euren Körper und lassen euch Kurven fahren.
Durch die getrennte Steuerung eurer Beine, wollen beide Spiele eine größere Kontrolle über die ausgeführten Skate-Tricks ermöglichen und realitätsnah sein. Das bedeutet, dass selbst Manöver wie ein simpler Ollie unterschiedliche Eingaben benötigen. Dabei lassen die Spiele sogar Nuancen zu. Höhe, Winkel oder Drehgeschwindigkeit von Flip Tricks lassen sich durch präzise Stick-Bewegungen variieren.
Session hat dabei im Bereich Variation die Nase vorn. Die Steuerung des Titels ist etwas komplexer als bei Skater XL, dadurch könnt ihr hier unter anderem Pressure und Late Flips ausführen. Etwas, dass bei der Konkurrenz nicht möglich ist. Auch das manuelle catchen eures Boards, nach einem Flip, ist lediglich in Session möglich. Gleichzeitig bietet euch Session aber auch die Möglichkeit diese Optionen nach Lust und Laune anzupassen und damit den Simulations-Grad bei Bedarf zu verringern. Es existiert auch eine Legacy-Steuerung, die an die zuvor erwähnte skate.-Reihe von Electronic Arts angelehnt ist.
Was Skater XL besonders macht ist, dass die Animationen für Tricks nicht vorprogrammiert sind. Je Bewegung ist Physik-basiert. Dies gibt euch die Möglichkeit eurem eigenen Stil ausdruck zu verleihen. Jedes mal, wenn ihr mit einem Kickflip von einer Plattform springt, wird dieser Kickflip ein wenig anders aussehen. Diese Freiheit macht sich auch bei Grinds und Slides bemerkbar. Es ist sehr einfach eure Füße so zu positionieren, dass ihr jedem Move eine persönliche Note gebt.
Dadurch, dass Skater XL weniger Möglichkeiten im Ausführen von Tricks hat, ist es auch wesentlich leichter zugänglich. Das Hasenloch ist bei Session auf tiefer, allerdings fordert der Titel auch eine längere Lernkurve.
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Red Bull Roller Coaster
Dieser Slopestyle-Kurs im Olympiapark in München hat es mit seinen 12 Hindernissen in sich. Er ist 300 m lang und bietet einen insgesamten Höhenunterschied von 12 m. Das verspricht einiges.
Bau dir deinen Skate-Spot
Trotz der Tatsache, dass Skater XL bereits seinen Early Access verlassen hat, ist die Auswahl an Leveln bei beiden fast identisch. Session trumpft aber auch hier damit auf, wie viel Möglichkeiten dem Spieler gegeben werden. Ihr könnt hier in jeder Stage sowohl die Tageszeit bestimmen, als auch neue Objekte über einen Item Dropper in die Welt bringen. So macht ihr eine dunkle Treppe bei Nacht mit ein paar Scheinwerfern zu einem top Skate-Spot.
Session vs. Skater XL
Abschließend lässt sich der Unterschied zwischen den beiden Spielen am besten auf folgende Weise beschreiben: Während Skater XL etwas zugänglicher ist, und einem die Möglichkeit gibt, seinen eigenen Style besser auszudrücken, gibt einem Session ein tieferes, Varianten-reicheres Spielsystem. Einen Story-Mode bieten beide Titel übrigens nicht. Dafür aber die Möglichkeit seinen Skater mit limitierten Möglichkeiten optisch anzupassen.
Egal für welchen der beiden Titel ihr euch entscheidet - sie sind beide technisch gute Skateboard-Simulationen mit belohnendem Gameplay, das den Extremsport authentisch einfängt.