Das Balancieren auf einer zentimeterbreiten Line, hunderte Meter über dem Boden: Bei Highline-Weltrekordhalterin Sarah Rixham schaut das aus wie ein Kinderspiel. Hier verrät sie ein paar ihrer Geheimnisse, wie’s geht …
1. Sei hartnäckig
Ausrede Nummer 1, wenn Leute das erste Mal slacken: Mein Gleichgewichtssinn ist schrecklich. „Tatsache ist, dass es niemand sofort kann, weil die Muskeln noch nicht konditioniert wurden, um die Bewegung der Line zu kontrollieren. Unter meinen Freunden war ich die, die am langsamsten vorankam und ich war wahrlich nicht begabt. Aber ich war hartnäckig.“
„Du wirst immer wieder scheitern, aber jedes Versagen und die Lehre aus jedem Fehler, Wackeln und Fallen ist der Schlüssel zum Fortschritt."
2. Wechsle die Lines
„Anfängern wird oft geraten, mit einer kurzen, engen 2-Zoll-Leine zu beginnen, weil es dem Balancieren auf einer festen Stange ähnlich ist und einfacher ist", sagt Sarah. Für die ersten Gehversuche auf der Slackline stimmt sie dem auch zu.
Aber: Fortschritte gibt es nur, wenn du die Lines wechselst. „Durch das Variieren forderst du deinen Körper immer wieder heraus, um die Balance zu verbessern."
Variiere die Leinenspannung, die Breite und/oder Materialien mit unterschiedlicher Elastizität. „Versuche, dich schnell und langsam zu bewegen, und achte darauf, wie sich verschiedene Bewegungen anfühlen."#xa0;
3. Balanciere bei jeder Gelegenheit
Keine Slackline? Kein Problem! Es gibt immer Möglichkeiten, das Gleichgewicht zu trainieren: Auf Geländern oder Ketten, im Bus oder steh auf einem Bein und schließe die Augen beim Zähneputzen! „Das Üben in unterschiedlichen Situationen lehrt den Körper, zwischen verschiedenen Arten des Gleichgewichts zu wechseln. Das ist eine nützliche Fähigkeit, da die Lines am Anfang und am Ende oft eine andere Dynamik haben, als in der Mitte", erklärt Sarah.
4. Kontrolliere deine Sinne
„Das Gleichgewicht wird durch viele Sinneseindrücke beeinflusst", sagt Sarah. „Diese zu kontrollieren hilft, das Gleichgewicht zu trainieren."
So kannst du üben: Die Augen auf der Linie schließen oder den Fokus ändern, indem du z.B. auf die Füße schaust, während du gehst. Auch das Herumspielen mit der Armhaltung auf der Linie kann dabei helfen, zu lernen, wie dein Körper sein Gleichgewicht einstellt. „Probier einfach mal die Arme über den Kopf oder an die Seite zu legen, während du gehst", sagt Sarah.
5. Hol dir Inspiration in der Community
Du brauchst einen Rat? Dann frag doch einfach! „Von Menschen zu lernen, die gewisse Fehler bereits gemacht haben, bringt dich echt weiter. Es gibt außerdem eine Menge Inspiration in Form von Videos und Tutorials. Slackline-Foren wie SlackChat und die UK Slackline Association sind eine gute Quelle für Ratschläge und Inspiration. Menschen zu finden, mit denen man üben kann, ist eine gute Motivation und man kann sich gegenseitig auf ein neues Niveau bringen."
6. Stelle dich deinen Ängsten
Was auch immer deine Angst ist: Wenn du sie rationalisieren kannst und weißt, dass du sicher bist, kannst du sie überwinden – so unmöglich es auch scheint.
Entspannt zu bleiben hilft auch, Spannungen im Körper auszubügeln. Sarah benutzt Mantras, um ihren Geist zu konzentrieren und um sich in einen fließenden Zustand zu versetzen. „Es ist das Beste, wenn mein Verstand still wird und ich mich auf nichts konzentriere."
Hole dir die kostenlose Red Bull TV App und sichere die ganze Action auf all deinen Geräten: Hier herunterladen!