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Wie Valve das Gamepad mit dem Steam Controller revolutioniert
Valve schickt seinen Steam Controller in die zweite Runde. Mit Thumbsticks, Trackpads, Gyro-Steuerung und einer cleveren Lade-Puck. Aber lohnt sich das Gamepad auch wirklich?
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Valve wagt einen zweiten Anlauf beim Steam Controller und macht dabei (fast) alles richtig. Zwei Thumbsticks statt nur einem, smarte Trackpads, Gyro-Steuerung und eine magnetische Lade-Puck machen das Pad zum vielseitigsten PC-Controller im Steam-Universum.
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Das ist neu am Steam Controller
Der erste Steam Controller von 2015 war ein Experiment: ein einzelner Thumbstick, dafür zwei riesige Trackpads, kein klassisches D-Pad. Mutig, aber am Ende ein Flop. Kein Wunder, dass das Teil recht schnell wieder in der Versenkung verschwand.
2026 dann die Revolution. Mit der Steam Machine will der Hersteller das Wohnzimmer erobern und liefert einen brandneuen Steam Controller mit, der mit innovativer Bedienung überzeugen will.
Zwei symmetrisch angeordnete TMR-Thumbsticks (Tunnel-Magnetoresistenz), ein vollwertiges D-Pad und die klassischen ABXY-Tasten. Die beiden Trackpads bleiben erhalten, sind jetzt aber kleiner, quadratisch und leicht angewinkelt unter den Sticks platziert. Dazu kommen ein 6-Achsen-Gyroskop, vier belegbare Grip-Tasten auf der Rückseite und Eingabe-Parität mit dem Steam Deck. Heißt: Jedes Controller-Layout, das für Valves Handheld gebaut wurde, funktioniert eins zu eins auch hier.
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Steam Controller: Ein echter Handschmeichler
In der Hand liegt der Steam Controller überraschend gut. Die Griffe sind breit genug für sicheren Halt, aber schlank genug, um nicht klobig zu wirken. Das Gewicht von rund 292 Gramm verteilt sich vor allem auf die Mitte und den unteren Bereich. Die vier Grip-Tasten auf der Rückseite sitzen tief und lassen sich mit minimaler Fingerbewegung erreichen. Praktisch für Shortcuts in komplexen Spielen, allerdings drückst du die unteren beiden Tasten anfangs auch mal aus Versehen.
Optisch orientiert sich der Controller stark am Steam Deck: gleiche Haptik, etwas hellere Oberfläche, größere Tasten. Die Verarbeitung wirkt solide und hochwertig. So muss das sein.
Die Anpassung: Direkt über Steam. Du steckst die mitgelieferte Puck per USB an deinen PC, Steam erkennt das Zubehör automatisch und führt dich durch ein kurzes Setup. Anschließend nimmst du den Controller einfach von der magnetischen Puck ab und legst los.
Alle Einstellungen findest du im Controller-Tab der Steam-Settings. Dort kannst du Tastenbelegung, Trackpad-Verhalten und Gyro-Sensitivität bis ins Detail anpassen, eigene Profile speichern oder Community-Layouts laden. Komfortabler geht es kaum.
Etwas fummeliger wird es bei Spielen außerhalb von Steam. Titel aus dem Epic Games Store oder anderen Launchern lassen sich zwar einbinden, brauchen aber teilweise manuelle Nacharbeit bei der Tastenbelegung.
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Im Gaming-Einsatz überzeugend
Die beiden TMR-Thumbsticks fühlen sich präzise an und sind durch ihre magnetische Technologie weniger anfällig für Stick-Drift als klassische Potentiometer-Sticks. Für actionlastige Shooter oder Racing-Games liefern sie eine solide, wenn auch nicht ganz so knackige Performance wie bei spezialisierten E-Sport-Pads. Der Grund: Die Polling-Rate liegt bei 250 Hz, viele Konkurrenzmodelle bieten hier bis zu 1.000 Hz. Moderne Tastaturen kommen sogar auf bis zu 8.000 Hz und lösen damit wesentlich schneller aus.
Richtig gut gefallen mir die Trackpads in Kombination mit dem Gyroskop. Beide simulieren gemeinsam eine Maussteuerung, die du sonst nur von Maus und Tastatur kennst. Gerade in Strategie-Titeln, Management-Sims oder beim Navigieren durch Windows-Desktop und Steam Big Picture Mode zahlt sich das aus. Spiele wie Portal 2, Civilization oder Two Point Museum lassen sich dadurch spürbar komfortabler steuern als mit einem klassischen Gamepad.
Für kompetitive Spiele mit hohem Tempo bleibt der Steam Controller trotzdem eher zweite Wahl. Dafür ist er als Allrounder fürs Wohnzimmer-Setup kaum zu schlagen. Valve verspricht über 35 Stunden Akkulaufzeit und das hält in der Praxis auch über mehrere Tage intensives Spielen stand. Den Akku lädst du entweder per USB-C-Kabel oder, deutlich praktischer, indem du den Controller einfach magnetisch auf die mitgelieferte Puck legst. Die Puck dient gleichzeitig als kabelloser Low-Latency-Empfänger und kann mit bis zu vier Controllern gleichzeitig gekoppelt werden.
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Lohnt sich der Steam Controller?
Mit einem Preis von rund 100 Euro ist das Gamepad wahrlich kein Schnäppchen. Wichtig zu wissen: Der Steam Controller ist ein reines PC-Gerät. Eine native Unterstützung für PlayStation, Xbox oder Nintendo Switch gibt es nicht. Verbindest du ihn dennoch per Bluetooth mit einer Konsole, funktionieren bestenfalls rudimentäre Menü-Navigationen.
Am meisten profitierst du vom Steam Controller, wenn du dein Steam Deck regelmäßig dockst und am Fernseher weiterspielst, oder wenn dein PC fest mit dem Wohnzimmer-Setup verbunden ist. Auch wer viele PlayStation-Ports auf dem PC spielt, profitiert von der Gyro-Steuerung, die DualSense-typische Bewegungssteuerung nachbildet. Wirklich heimisch fühlt sich das Teil zudem auf der Steam Machine. Valves erste Wohnzimmer-PC-Spielekonsole soll noch im Laufe des Jahres 2026 erscheinen.
Spielst du dagegen hauptsächlich am Schreibtisch mit Maus und Tastatur, bist du bereits mit einem günstigeren Standard-Pad gut bedient. Und falls du in erster Linie auf Konsolen zockst, ist der Steam Controller schlicht die falsche Wahl.
Und dennoch: Der Steam Controller (2026) ist der überfällige, vernünftige Nachfolger eines mutigen, aber gescheiterten Experiments. Zwei Thumbsticks, ein echtes D-Pad und die clevere Kombination aus Trackpads und Gyro machen ihn zum bislang vielseitigsten Steam-Pad. Wer im Wohnzimmer zockt, sein Steam Deck dockt oder einfach das beste Steam-Erlebnis will, bekommt hier ein rundum durchdachtes Stück Hardware. Nur eben nicht zum Schnäppchenpreis.