Gaming
Ein Highlight jedes The Legend of Zelda-Titels sind seine Dungeons, Tempel und Verliese. Sie bieten dem Spieler Puzzle, neue Gegenstände und - vor allem - gigantische Bosse. Die Kämpfe gegen diese Ungetüme sind nicht immer das, wodurch sich ein Abenteuer in Hyrule definiert, und doch sind es ein paar dieser Begegnungen, die uns für immer im Gedächtnis geblieben sind.
Gleeok (The Legend of Zelda)
Mit dem Release von The Legend of Zelda,auf dem NES, gab es noch keine Formel, welche die späteren Teile der Reihe definieren würde. Aus diesem Grund bediente man sich an vielen Stellen an bekannten Fantasy-Archetypen. Natürlich bedeutete das auch, dass ein Drache nicht fehlen durfte. Neben Gleeok, dem Wächter des vierten Verlieses, gab es zudem Aquamentus - einen Drachen, der sich direkt im ersten Dungeon zwischen euch und das Triforce stellt. Gleeok trifft man erst später im Spiel und ist vermutlich einer der ersten Bosse, die den Spieler richtig fordern. Er war sogar berüchtigt genug, um es in den (fragwürdigen) Zelda-Cartoon zu schaffen.
Dark Link (The Adventure of Link / Ocarina of Time)
Seinen ersten Auftritt hatte Dark Link im zweiten Zelda-Teil, The Advenure of Link. Der Kampf gegen den eigenen Schatten, der die gleichen Angriffe und Manöver wie der Spieler beherrscht, war aufregend und besonders war. Allerdings war es es sein Auftritt in Ocarina of Time, der ihn zu einem Liebling unter den Fans gemacht hat.
Agahnim (A Link to the Past)
A Link to the Past präsentiert für eine lange Zeit nicht Ganon als den Bösewicht seiner Geschichte. Diese Rolle übernimmt der Hexenmeister Agahnim, gegen den der Spieler im Laufe des Abenteuers gleich zweimal antreten muss. Erst ganz zu Schluss zeigt sich das wahre Übel: Ganon. Er führt dabei eine Mechanik ein, die in späteren Teilen noch öfter aufgegriffen wird: Energiebälle, die vom Boss in Richtung Link geschossen werden, müssen mit einem Geschickten Hieb seines Schwertes (oder Schwung des Schmetterlingsnetzes) reflektieren werden.
Façade (Link's Awakening)
Link’s Awakening (und sein Remake für die Nintendo Switch) bieten eine Vielzahl spannender Bosse. Es ist aber der Hüter des Maskentempels, der besonders hervorsticht. In diesem Dungeon ist das Gemäuer selbst dein Gegner. Oder zumindest ein Teil des Bodens. Zum ersten Mal muss sich Link gegen etwas behaupten, was nicht mit ihm im selben Raum steht. Es war vor allem der Prozess des Problemlösens, welcher diesen Kampf von allen anderen abgehoben hat. Wie verletzt man etwas, das man nicht mit seinem Schwer attackieren kann?
Gohma (Ocarina of Time)
Direkt der erste Bossgegner in Ocarina of Time tut Dinge, mit denen sich die Spieler in früheren Teilen nicht auseinandersetzen mussten: Gohma nutzt den dreidimensionalen Raum. Sie klettert an Wänden und der Decke herum. Bereits die Präsentation des Bosses, und wie sie von der Decke fällt ist ein unglaublicher Moment, der vielen im Gedächtnis geblieben ist. Ein toller Showcase für die revolutionäre Lock-On-Mechanik des Titels.
Stallord (Twilight Princess)
Twilight Princess hat ein paar der düstersten Momente und Dungeons in der gesamten Serie. Aber es ist der untote Drache Stallord, der uns im Hinterkopf geblieben ist. In seinem Verlies erhält Link den Gleiter. Ein Zahnrad auf dem er sich in hoher Geschwindigkeit entlang bestimmter Schienen bewegen kann. Ein Großteil der Begegnung mit Stallord findet auf dem Gleiter surfend statt. Auf diese Weise entsteht ein Tempo und eine Dynamik, welche man so noch nicht in einem Zelda-Kampf erlebt hatte.
Ghirahim (Skyward Sword)
Es ist selten, dass Ganon als Bösewicht so wenig Präsenz in einem Zelda-Titel hat, wie in Skyward Sword. Natürlich gab es auch andere Spiele, in denen der Dämonenkönig eine kleinere Rolle gespielt hat (Zum Beispiel The Minish Cap). Allerdings passiert es nicht oft, das ein Antagonist eine solche Präsenz wie Ghirahim ausstrahlt. Andere Bosse und Bösewichte innerhalb der Serie hatten nie so viel Persönlichkeit wie dieser komische Vogel. Und gleich das erste Duell mit ihm stellt ihn als überlegene Macht dar, vor der sich Link in Acht nehmen sollte.
Ganon
Ganon. Das große Böse des Zelda-Universums. Ein Übel so grandios, dass es mehrere Zeitstränge und Epochen überwindet. Sei es in der humanoiden Form des Gerudo-Königs Ganondorf, oder als dämonisches Ferkel Ganon - Jeder Zusammenstoß ist auf seine Weise besonders und ein angemessenes Finale für jedes Abenteuer. Aber wir wollen vor allem seinen Auftritt in Breath of the Wild hervorheben. Ganon lungert als ein Schatten der Vergangenheit über der gesamten Welt. Und wenn man ihm am Ende des Spiels in allen seine Formen entgegentritt, wirkt es wirklich so, als würde man sich all dem Leid einer ganzen Landmasse und Generation stellen müssen.
