Zwei Profis, viele Tipps: Michael Strasser (l.) und Alexander Rončević.
© Heri Irawan
Fitness

So läufts's: Mit diesen Profi-Tipps wirst du fit für den nächsten Lauf

HYROX-Weltmeister Alexander Rončević und Extrem­sportler Michael Strasser wissen, wie du für den Wings for Life World Run fit wirst, welche Gadgets du (nicht) brauchst und was hilft, wenn's weh tut.
Autor: Lisa Hechenberger
3 min readPublished on
Steckbrief: Michael Strasser
  1. Alter:

    42

  2. Fuhr:

    mit dem Rad von Alaska nach Patagonien (Ice 2 Ice) und durch Afrika (Cairo 2 Cape).

Steckbrief: Alexander Rončević
  1. Alter:

    33

  2. Seine HYROX-Welt­rekordzeit

    im Men Double Pro: 47 Minuten und 40 Sekunden (der Bewerb kombiniert acht Workout-Stationen und acht Kilo­meter Laufen)

Als Anfänger: Wie motiviert man sich fürs regelmäßige Training?

Michael Strasser: Tragt euch das Lauftraining fix im Kalender ein, bucht einen Kurs, macht bei einem Run Club mit oder bildet eine Trainingsgemeinschaft mit Freunden. Wenn man weiß, da warten Leute, bleibt man viel eher dran.

Fitnesstracker, Laktatmessung, Leistungsdia­gnostik – ist das wirklich nötig?

Alexander Rončević: Nein, Hobby­sportler sollten beim Laufen eher darauf achten: Wie fühle ich mich, habe ich ­genug getrunken, gut gegessen? So sammelst du Erfahrungen, lernst deinen Körper kennen und merkst, was er braucht und wie er nach zwei, fünf oder zehn Kilometern reagiert. Vertraut auf euer Gefühl, statt euch von Uhren oder Leistungen ­anderer verrückt machen zu lassen.

Wie wird das Lauftraining auf Dauer nicht langweilig?

Alexander Rončević: Abwechslung reinbringen. Mal am Laufband trainieren, die Tartanbahn für schnelle Läufe nutzen, einen Trail Run einbauen oder mit dem Zug rausfahren und in der Natur rennen.

Michael Strasser: Ich finde die Heatmaps auf der App Strava genial. Man sieht auf einen Blick, welche Strecken in der Umgebung beliebt sind, und kann sich ganz leicht neue Routen zusammenstellen – sehr praktisch auch im Urlaub.

Wie schafft man es, die eigene Laufleistung zu steigern?

Alexander Rončević: Wenn du fünf ­Kilometer in einem gewissen Tempo schaffst und noch Reserven hast, peil nicht direkt die zehn an, sondern spiel ein bisschen mit der Distanz. Etwa mit gezielten Technikeinheiten, Tempowechseln oder Intervallläufen: eine Minute schnell, drei Minuten langsam als Recovery. So steigert man sich behutsam und stetig – sonst steigt nur die Verletzungsgefahr.

Wenn man merkt, die Beine machen zu, kann man dann noch irgendwas tun?

Alexander Rončević: Wenn einem das Laktat in die Beine schießt, empfehle ich kleine, schnelle Schritte, um es „rauszuschütteln“, bevor man in seiner normalen Pace weitermacht. Gels und elektrolyt­haltige Getränke können auch helfen. Wenn die Beine aber mal komplett zu sind, ist es eigentlich schon zu spät.

Und nach dem Training?

Michael Strasser: Ich mache mir ­immer einen Recovery Shake mit meinen Lieblingsfrüchten und ordentlich Ingwer, auf den schwöre ich wegen seiner ent­zündungshemmenden Wirkung. Es gibt nämlich den „Open-Window-Effekt“ in den ersten ein bis drei Stunden nach hoher Belastung. In dem Zeitfenster reagiert der Körper besonders sensibel. Infektionsprophylaxe ist da wichtig.

Teil dieser Story

Wings for Life World Run

Wings for Life World Run - das größte Laufereignis der Welt - ist 2026 wieder da, wo Hunderttausende für diejenigen laufen, die es nicht können.

Österreich

Michael Strasser

Ein Triathlet und Spezialist für Langstreckenradfahren mit der Ausdauer und mentalen Stärke, um einige der beeindruckendsten Ausdauerrekorde der Welt aufzustellen.

ÖsterreichÖsterreich

Alexander Rončević

Alexander Rončević zählt zu den besten HYROX-Athleten der Welt.

ÖsterreichÖsterreich