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DiRT Rally 2.0: Tipps und Tricks vom Profi-Rennfahrer

© Codemasters
Mit DiRT Rally 2.0 liefert Codemasters ein herausragendes Offroad-Rennspiel ab. Wir machen euch mit Tipps vom Profi-Rennfahrer fit für den Ritt auf der Rasierklinge.
Autor: Philipp Brielveröffentlicht am
Mit DiRT Rally 2.0 liefern die Rennspiel-Profis von Codemasters nicht nur einen gelungenen Nachfolger zum bereits legendären Offroad-Racer aus dem Jahr 2015, sondern eines der besten Rallye-Spiele aller Zeiten ab.
Hier gibt’s kein weichgespültes Arcade-Gameplay, keine Tutorials und keine Stützräder: DiRT Rally 2.0 ist beinhart, knackig und ein Adrenalinrausch, der seinesgleichen sucht. Der bislang realistischste Ableger, der mit seiner Fahrphysik selbst Simulationsschwergewichte in die Schranken weist.
Geniale Neuerungen wie die realistische Oberflächenabnutzung treiben den Realismus weiter in die Höhe. Präzision und das perfekte Zusammenspiel aus Gas und Bremse sind der Schlüssel zum Erfolg, damit die Offroad-Karosse auch heil im Ziel ankommt.
Damit euch das gelingt haben wir uns mit Sim-Racer, GRIP-Host und Profi-Rennfahrer Jan Seyffarth zusammengesetzt und nützliche Tipps und Tricks zusammengestellt.

1. Vertraut eurem Beifahrer

DiRT Rally 2.0 ist noch mal ein gutes Stück realistischer geworden. Ihr müsst denken wie ein Rallye-Profi. Das beginnt bei den Ansagen eures Beifahrers, auf die ihr immer hören solltet. „Eins rechts, macht zu in drei links, don’t cut in Haarnadel rechts,…“
Die Zahlen eins bis sechs geben an, wie schwer die kommende Kurve ist. Eins ist eine sehr enge Kurve, während sechs nur einen leichten Bogen darstellt, bei dem ihr nicht einmal auf die Bremse treten müsst.
Ruft euch euer Beifahrer „don’t cut“ ins Ohr, solltet ihr die Kurve auch tatsächlich nicht schneiden – vermutlich, weil sich ein Hindernis in der Kurve befindet. Wichtig ist, dass ihr euch immer auf die Ansagen verlassen könnt und ihnen immer folgen solltet. Im Optionsmenü könnt ihr einstellen, ob die Ansagen lieber früher oder später kommen sollten. Findet die Einstellung, die euch am meisten zusagt.

2. Gebt nicht blind Vollgas

DiRT Rally 2.0 lebt vom Zusammenspiel von Gas und Bremse, wenn ihr einfach nur blind aufs Gaspedal steigt, landet eure Karre schneller im Graben als ihr denken könnt. Die Trigger der Controller sind nicht ohne Grund analog, weshalb ihr vorsichtig damit spielen solltet. Insbesondere auf Schotter und Staub.

3. Ihr braucht nicht immer die Handbremse

Die Handbremse macht nur in engen Kurven wirklich Sinn.
Die Handbremse macht nur in engen Kurven wirklich Sinn.
Die Handbremse zu ziehen macht Spaß, zum Beispiel in anderen Rennspielen, um einen Drift einzuleiten. In DiRT Rally 2.0 ist sie aber wirklich nützlich: Allerdings nur in engen Kurven und Haarnadeln – ansonsten seid ihr mit der normalen Bremse schneller unterwegs.

4. Die Wahl der richtigen Reifen macht den Unterschied

DiRT Rally 2.0 führt endlich verschiedene Reifenmischungen ein. Die Wahl des richtigen Reifens macht auf der Piste einen gewaltigen Unterschied. Normalerweise stehen euch weiche, mittlere und harte Reifen zur Verfügung.
Weiche Reifen liefern euch mehr Grip auf der Piste, verschleißen aber schneller, während harte Reifen deutlich länger halten. Schaut euch an, welche Etappen euch erwarten: Sind es besonders lange Stages, dürften harte Reifen die sinnvollere Option sein.

5. Lenkrad-Pflicht!

DiRT Rally 2.0 ist der bislang realistischste Serienteil. Wenn ihr oben in den Bestenlisten mitfahren wollt, führt kein Weg mehr an einem Lenkrad vorbei. Controller-Spieler sind hier klar im Nachteil. Hier spielt auch das Getriebe eine wichtige Rolle, das ihr im Menü einstellen könnt.
Automatik ist für den Anfang sicherlich ok, aber wenn ihr wirklich schnell sein wollt, müsst ihr manuell schalten. Das manuelle sequentielle Getriebe wäre die zweite Wahl, wenn ihr euch langsam in das Spiel gefunden habt – hier wechselt ihr per Knopfdruck die Gänge.
Spielt ihr mit Lenkrad, solltet ihr euch in das manuelle H-Getriebe reinfuchsen, idealerweise sogar mit Kupplung sofern ihr eine habt.

6. Vor- und Nachteile der Fahrhilfen

Im Spiel stehen euch zahlreiche Fahrhilfen zur Verfügung, die den Rallye-Racer enorm einsteigerfreundlich gestalten. Automatische Scheibenwischer, Außenkameras und „Time Control Braking“ könnt ihr dabei problemlos aktiviert lassen. Letzteres verlangsamt euer Auto nach der Ziellinie automatisch, sodass ihr beim Marschall anhalten könnt.
Die anderen Fahrhilfen wie ABS, Traktionskontrolle und Co haben allerdings ähnlich starke Auswirkungen auf euren Speed, wie auf das Fahrverhalten. Ohne ABS und Traktionskontrolle habt ihr mehr Kontrolle über ein Fahrzeug, allerdings verlagern sich unter anderem die Bremspunkte deutlich nach hinten. Ohne ABS könnt ihr viel später bremsen und so möglicherweise wichtige Sekunden gut machen.

7. Nutzt die Testfahrten

Testfahrten sorgen für Streckenkenntnis und die ist entscheidend.
Testfahrten sorgen für Streckenkenntnis und die ist entscheidend.
In DiRT Rally 2.0 könnt ihr vor jeder Etappe Testfahrten absolvieren, um euch mit der kommenden Strecke vertraut zu machen. Diese Option solltet ihr unbedingt nutzen, damit euch nicht plötzlich eine böse Überraschung erwartet, wenn es ans Eingemachte geht. Streckenkenntnis ist das A und O im Spiel.

8. Arbeitet euch mit schwächeren Autos langsam nach oben

In DiRT Rally 2.0 stehen euch verschiedene Rallye-Boliden zur Wahl. Fangt langsam an und arbeitet euch dann immer weiter nach oben. Mit dem Lancia Fulvia HF oder Ford Fiesta R2 könnt ihr Fahrpraxis sammeln und habt aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeit mehr Zeit zu reagieren. Hervorragend geeignet, um sich die Grundlagen des Rallyesports anzueignen. Die höheren Klassen werden euch einiges abverlangen und Entscheidungen in Bruchteilen einer Sekunde fordern.
Es klingt einfach, aber Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg: Übung macht den Meister und da gehören auch Fehlschläge oder Unfälle dazu.

9. Setzt im Rallycross euren Wagen ein

Rallycross steht in DiRT Rally 2.0 dem realen Sport in nichts nach. Rallycross ist ein Kontaktsport, also bereitet euch auf Lackschäden und kleinere Crashes vor. Hier entscheiden Hundertstelsekunden über Sieg und Niederlage, also scheut auch nicht davor zurück, kurz vor Rennende vielleicht etwas später zu bremsen und euch an eurem Gegner vorbeizuquetschen.

10. Der richtige Zeitpunkt für die Jokerrunde

In jedem Rallycross-Event müsst ihr eine Jokerrunde absolvieren. Diese ist etwas länger als die normale Runde und kostet Zeit. Wann ihr innerhalb eines Rennens die Runde angeht, liegt bei euch. Der richtige Zeitpunkt hängt von vielen Faktoren ab. Wie dicht ist das Feld zusammen? Habt ihr einen Vorsprung oder hängt ihr zurück? Wie viele Runden müssen überhaupt gefahren werden?
In den seltensten Fällen macht es Sinn, die Runde direkt zu Beginn zu nehmen. Stattdessen seid ihr zur Rennmitte meist im Vorteil, besonders wenn ihr an der Spitze des Feldes liegt. Ansonsten kann es Sinn machen, sich am Vordermann zu orientieren und beispielsweise dem Führenden in die Jokerrunde zu folgen. Doch Vorsicht: Eine Jokerrunde zum falschen Zeitpunkt kann euer Rennen versauen.