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Red Bull Air Race: Das solltest du über G-Kräfte wissen

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Beim Red Bull Air Race setzen sich die weltbesten Piloten extremen G-Kräften aus – diese Top 4 Facts solltest du kennen.
Autor: Sebastian Ringveröffentlicht am
Besser als Martin Sonka fliegt in Porto niemand!
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Am 15./16. September steigen die Red Bull Air Race Piloten wieder in Österreich in die Lüfte! 
Bei ihren Flugmanövern müssen sie nicht nur hochkonzentriert steuern, sondern auch gegen extreme Beschleunigungskräfte ankämpfen, die sogenannten G-Kräfte. Der amerikanische Pilot Michael Goulian hat sie einmal wie folgt beschrieben: 
G-Kräfte sind deine Feinde im Flugzeug! Sie halten dich davon ab, dich gut zu fühlen. Sie drücken dich in den Sitz und ziehen deine Hand vom Gashebel weg. Du musst ständig gegen sie ankämpfen!
Michael Goulian

Alles was du zur G-Kraft wissen musst, findest du hier in 4 knallharten Fakten!

Fakt 1: Die Definition
Schon mal Achterbahn gefahren? Dann hast du die G-Kraft bereits einmal am eigenen Leib gespürt. Es ist die Kraft, die dich bei starker Beschleunigung in den Sitz drückt oder aus ihm herauszieht. Definiert wird sie als Belastung, die wegen einer extremen Änderung der Richtung der Geschwindigkeit (z. B. bei Kurve oder Looping) oder der Größe der Geschwindigkeit (z. B. bei einem Zusammenprall eines Fahrzeugs mit einer Mauer) entsteht. Wirkt diese Belastung auf ein Flugzeug, spricht man auch von der „Lastvielfachen“.
Nicolas Ivanoff beim Looping
Nicolas Ivanoff beim Looping
Fakt 2: Die Auswirkungen
G-Kräfte können je nach Stärke, Richtung und Dauer beim Menschen zu Durchblutungs- und damit Bewusstseinsstörungen führen. Man unterscheidet dabei u. a. positive und negative G-Kräfte. Positive G-Kräfte spürt der Pilot beim Innenlooping, wenn er in den Sitz gedrückt wird. Hierbei kann das Blut in die Beine versacken. Die Folge ist eine nachlassende Durchblutung des Gehirns und damit Sehstörungen oder sogar Bewusstlosigkeit. Diese Einschränkungen beginnen bereits bei 2 bis 3 G; Personen ohne besonderes Training werden bei 6 G bewusstlos. Negative G-Kräfte wirken nach unten und heben den Piloten aus dem Sitz. Hier wird das Blut vom Körper in den Kopf gedrückt, was der Mensch wesentlich schlechter erträgt. Schon bei 2 bis 3 G wird Blut ins Auge gepresst, was die Sehleistung mindert („Redout“).
Fakt 3: Die Vorschrift
Seit 2014 dürfen sich die Piloten bei der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft höchstens 10 G aussetzen. Wenn Telemetriedaten oder Flugauswertung ergeben, dass der Pilot das zulässige Lastvielfache von 10 G überschritten hat, wird er mit einem „DNF“ (Did Not Finish“) bestraft und scheidet damit aus dem Rennen aus.
Dieser Pylon-Hit beendet Dolderers Titelträume.
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Fakt 4: Das Training
Um die Effekte der G-Kraft weiter zu reduzieren, setzen die Piloten spezielle Atemtechniken ein und spannen ihre Muskulatur an. Diese Techniken sind sehr anstrengend: Um Blutzirkulation und Blutdruck aufrechtzuerhalten, spannt der Pilot zum Beispiel gleichzeitig Waden, Oberschenkel, Gesäß und Bauchmuskulatur. Ausgiebiges Training und eine herausragende Kondition sind daher für jeden Air-Race-Piloten unerlässlich.
Du willst G-Kraft live erleben? Tickets für das Red Bull Air Race Wiener Neustadt am 15./16. September gibt's HIER.
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