Die billigsten Kampfspiel Charaktere aller Zeiten
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Die unfairsten Kampfspielcharaktere aller Zeiten

Wir haben schon viele übermächtige Figuren erlebt, aber die hier, die kann nichts toppen
Autor: Pete Dreyer
5 min readPublished on
Kampfspiele sind, genauso wie alle anderen kompetitiven Genres, auf Ausgeglichenheit angewiesen, um zu unterhalten und erfolgreich zu sein. Tatsächlich könnte man behaupten, dass gerade im direkten Kampf, eins gegen eins, das Balancing wichtiger ist, als bei Games wie Dota 2, League of Legends oder Overwatch. Jedenfalls mag es niemand, alleine einem Kämpfer gegenüberzustehen, der von Anfang an einen unfairen Vorteil besitzt.
Spiele wie Street Fighter IV oder Smash Bros. bringen am laufenden Band neue Spieler in die Kampfspielszene und auch Street Fighter V, das demnächst erscheint, wird seinen Beitrag dazu leisten. Also sehen wir ungeduldig in Richtung Release am 16. Februar und werfen gleichzeitig einen Blick in die Vergangenheit. Lasst uns der Momente gedenken, in welchen wir mit den nervigsten und unfairsten Charakteren Beat’em’Up Charakteren aller Zeiten konfrontiert waren.

Akuma (Super Street Fighter II Turbo)

Akuma wurde sofort zum Publikumsliebling, als er das erste Mal als Geheimcharakter in Super Turbo erschien. In Kampfspielturnieren ist er so gut wie nie zugelassen und das hat einige Gründe. Im Grunde besitzt er Ryu’s Moveset, inklusive Air Fireball, Red Fireball und ist obendrein unglaublich agil. Seinen Feuerbällen aus der Luft kann man kaum ausweichen und wenn er dich einmal in der Ecke hat, lassen dich seine roten Feuerbälle dort nicht mehr raus. Auch Jahre später behielt Akuma sein übertriebenes Moveset, dafür wurde immerhin sein Lebensbalken etwas gestutzt.

Azazel (Tekken 6)

Das Problem mit Azazel ist, dass er ein einziges Fragezeichen darstellt, für das die gängigen Tekken Mechaniken nicht gelten. Obwohl er riesig ist – weswegen Sidesteps kaum Wirkung zeigen – ist er verdammt schwer zu erwischen. Nicht weil er sich so viel bewegt, sondern weil er fast alles blockt. Normale Schläge, Konter, kaum etwas lässt er durch. Treffer seiner Projektile sind kaum zu vermeiden und katapultieren den Spieler in einige heftige Kombos. Viele seiner Standardangriffe betäuben dich sogar, sodass Azazel noch mehr Schaden anrichten kann. Was sind wir froh, dass er nicht spielbar ist.

Yoda (Soul Calibur 4)

Soul Calibur 4 war ein richtig guter Teil, der einige gerngesehene Gäste, aus einer weit entfernten Galaxie, mit an Bord hatte. PS3 Besitzer durften ihre dunkle Seite zeigen und mit Darth Vader in den Kampf ziehen, während Xbox 360 Spieler Yoda erhielten. Richtig gehört, der hüfthohe Jedi Meister in einem Spiel, dessen Angriffe direkt horizontal und vertikal verlaufen. Er ist nicht nur wahnwitzig schnell, nein, viele der horizontalen Angriffe der Gegner wischen ungefährlich über seinen Kopf hinweg, während er dir aus nächster Nähe ins Becken drischt. Extrem. Frustrierend.

Geese Howard (Fatal Fury / King of Fighters)

Als Endgegner von Fatal Fury vereint Geese Howard die Worte „billig“ und „unfair“ in sich, wie kein anderer Endgegner auf dieser Liste. Ein Bösewicht der nicht nur stark ist, sondern ein großes Repertoire an Fähigkeiten besitzt, um jederzeit auf die Angriffe des Spielers gefasst zu sein. Sein schrecklichster Aufritt ist zweifelsohne der in Fatal Fury, wo er so viele Projektile produzieren kann, wie ihm lieb ist, während er so gut wie alles kontert, was man versucht. Wer auch nur einen Sprung wagt, wird wie eine Fliege weggeklatscht. Versucht man über seine unfairen Projektile zu springen, bekommt man ebenfalls auf’s Maul. Bitte, verschwinde einfach.

Gill (Street Fighter III, 3rd Strike)

Ach Gill… Einfach alles an diesem Typen ist treibt einen auf die Palme. Seine lächerlich starken Standardangriffe treffen dich aus größter Entfernung und ziehen, auch durch einen Block hindurch, Energie ab. Er ist blitzschnell und verdammt schwierig zu treffen – von parieren möchten wir hier gar nicht sprechen. Wenn er einen auseinandergenommen hat und mit den Worten „Knie nieder vor deinem Meister“ verhöhnt, möchten wir explodieren. Sein astronomisch unfairer Seraphic Wing Special saugt einem über 50% der Energieleiste leer. Und das Sahnehäubchen samt giftiger Kirsche? Wenn man es endlich geschafft hat, Gill zwei Mal zu besiegen, nützt er locker lässig seine volle Super Bar, um einfach wieder so weiterzukämpfen.

Sentinel (Marvel vs. Capcom 3)

Sentinel war ein echter Halbgott in MvC 2, aber in seinem ursprünglichen Zustand, verstand er auch in Marvel vs. Capcom 3 keinen Spaß. Immerhin ist er nicht hundertprozentig unfair, er bewegt sich ziemlich langsam und ist dank großzügiger Hitbox gut zu treffen. Ob er dennoch billig ist? Aber hallo! Er richtet immens viel Schaden an, kann sogar mit etlichen Kombos gute 50% Schaden anrichten. Da wäre zum Beispiel sein Rocket Punch, der dich aus einem halben Bildschirm Entfernung noch erwischt. Das kombiniert mit drei exzellenten Supers, macht Sentinel zu einem echten Problem.

Eddy Gordo (Tekken 3)

Für erfahrene Spieler stellt Eddy eigentlich kein Hindernis dar, denn einige seiner Moves lassen sich leicht bestrafen. Aber wenn du ein durchschnittlicher Zocker bist und dein Freund nimmt Eddy… naja, hoffentlich hast du einige Ersatzcontroller herumliegen. Ernsthaft! Einfach wild auf die Kick-Tasten hämmern und beobachten, wie die Capoeira-Tritte aus allen Himmelsrichtungen den Bildschirm verdecken. Profis verstehen die Stellungen und wissen, mit welchen Angriffen sie zu rechnen haben. Ottonormalzocker hingegen, bekommt einen unaufhaltsamen Wirbelwind aus Kicks und Punches frei Haus ins Gesicht gedonnert.

Astaroth (Soul Calibur)

In einem Spiel, das fast ausschließlich aus billigen Kämpfern besteht, die dich mit Angriffen zu Tode spammen können (wir meinen euch, Siegfried und Kilik), sticht Astaroth aus gutem Grund besonders heraus. Da wäre einerseits seine, gefühlt, kilometerlange Axt und andererseits die unfairsten Spezialangriffe, die je ein Kampfspiel gesehen hat. Neulinge haben gegen Astaroth immer das Nachsehen. Insbesondere, wenn er seinen Headbutt einsetzt und einen binnen Sekunden aus dem Ring wirft. Von den Angriffen und dem übertriebenen Schaden den sie anrichten, ganz zu schweigen.

Dark Phoenix (Marvel vs. Capcom 3)

Um ehrlich zu sein, jeder wird uns zustimmen, dass die Phoenix/Dark Phoenix Mechanik in MvC 3 ziemlich beeindruckend ist. Erst als man die unfaire Macht entdeckte, die Dark Phoenix in Kombination mit einem Level 3 X-Factor entfachen kann, wurde sie von allen gehasst… die sie nicht selbst steuerten. Sie ist unglaublich schnell, stark und ihre normalen Angriffe emittieren Projektile. Der Nachteil? Sie verliert ständig Lebensenergie und kann mit einem einzigen Kombo niedergestreckt werden. Aber im X-Factor richtet sie lächerlich viel Schaden an, bekommt keine Abzüge durch Chip Dammage und baut mit wenigen Schlägen eine Super Bar auf. Und mit dieser Bar kann sie sich wieder heilen. Abnormal verrückt.