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5 Tipps, wie du zur urbanen Downhill-Koryphäe avancierst
Urbanes DH-Mountainbiking ist nichts für mittelmäßige Sonntagsfahrer, aber zum Glück gibt es den chilenischen Profi Pedro Burns, der die wichtigsten Tipps für diese einzigartige Disziplin parat hat.
Wenn es jemanden gibt, der weiß, wie man urbane Downhill-Mountainbike-Events wie die anstehende Red Bull Cerro Abajo-Serie meistert, dann ist es Pedro Burns. Der 25-jährige Rider hat seit Beginn seiner Karriere als Junior im Jahr 2013 Rekorde in den Disziplinen Enduro, Downhill und Urban Downhill aufgestellt.
Burns ist seit 2018 bei der wichtigsten Enduro-Rennserie, der Enduro World Series, dabei und hat es geschafft, sich einen Platz in den Top 20 der besten Rider der Welt zu erkämpfen. Der zweifache Andes Pacifico Enduro-Sieger ist ein wahrer Spezialist, was unterschiedliches Terrain angeht, wie sein "MTB Raw"-Clip in seiner Heimat Chile eindrucksvoll beweist. Hier das Video:
3 Min
Pedro Burns
Pedro Burns fährt in Chile in drei sehr unterschiedlichen Gegenden.
Burns war bei der letzten Ausgabe von Red Bull Valparaíso Cerro Abajo 2022 und den letzten beiden Austragungen von Red Bull Monserrate Cerro Abajo in den Jahren 2021 und 2022 am Start und ist damit der perfekte Mann, um dir die Welt des urbanen DH-MTB-Sports vorzustellen. Mit seiner Hilfe kannst auch du dir deinen Traum verwirklichen und zur urbanen Downhill-Koryphäe avancieren, die es mit Ridern wie Tomáš Slavík und dem Monserrate-Sieger 2021 Adrien Loron aufnehmen kann. "Fly high on your bike and in your dreams", rät Burns jedem, der gerne auf zwei Rädern unterwegs ist.
Das sind die wichtigsten Insider-Tipps für alle angehenden urbanen Downhiller:
1. Kein Platz für Zweifel
Es liegt auf der Hand, dass, wenn man ganz oben buchstäblich vor dem Abgrund steht, Zweifel aufkommen. Was meint Burns dazu? Keine Sorgen machen!
"Man muss sich hundertprozentig sicher sein, was man tut, denn beim Downhill in der City gibt es viele große Drops, die man nicht einfach gemütlich hinunterrollen kann. Da musst du dann springen."
Mit anderen Worten: Bevor man sich mit seinem DH-Bike in die Stadt wagt, muss man wissen, was man tut. "Du musst hundertprozentig davon überzeugt sein, dass du es schaffen kannst", meint Burns. "Es gibt keinen Platz und keine Zeit für Zweifel. Man braucht eine Menge Erfahrung, wenn man auf Strecken wie Valparaiso fährt. Das ist kein Kinderspiel!"
2. Kenne die Umgebung
Natürlich ist es etwas ganz anderes, in einer Stadt zu fahren, als in der Natur auf einem Berg. In der Wildnis erlebt man je nach Wetterlage alle möglichen Arten von Terrain, wie Schlamm, Wurzeln oder Felsen. In der Stadt gibt es stattdessen Beton, Kopfsteinpflaster, Treppen und eine ganze Reihe von künstlichen Oberflächen, darunter auch Holz. Das Terrain zu kennen und zu beherrschen ist ebenso wichtig wie die Strecke selbst zu visualisieren.
"In der Stadt kann man sich die Strecke vorher ansehen und etwas besser planen als im Wald. Man muss an all die verschiedenen Untergründe denken, wie Kopfsteinpflaster, Asphalt, Holz und Pflaster."
Es geht auch darum, sich mental auf das neue Terrain einzustellen. "Man darf nicht vergessen, dass die Trails im Wald sicher steiler sind als ein Stadtkurs, also muss man sich auch gedanklich an die neue Umgebung anpassen", sagt Burns.
Du willst wissen, was dich bei einem Urban-Downhill-Event erwartet? Hier ist der POV-Siegesrun von Adrien Loron bei Red Bull Monserrate Cerro Abajo 2021:
5 Min
Adrien Loron's POV winning run
Watch the winning run from Adrien Loron's point of view as he takes on Red Bull Monserrate Cerro Abajo.
3. Den Druck spüren
Dabei geht es nicht nur um den inneren Stress, sondern auch um das Bike-Setup.
"Bei Urban-Downhill braucht man viel Druck in den Reifen. Auf der Straße müssen die Reifen schnell sein, aber du darfst nicht vergessen, dass du dafür an einigen Stellen weniger Grip haben wirst -- sei also vorsichtig!"
In der Stadt zu fahren ist in jeder Hinsicht anders als in der Natur. "Wenn es zum Beispiel eine steile Kurve im Wald gibt, musst du extrem vorsichtig sein", erklärt Burns.
Um dich auf die unterschiedlichen Bedingungen in der Stadt vorzubereiten, rät Burns folgendes: "Es lohnt sich, das Bike generell steifer zu machen und die Federung richtig einzustellen, denn große Drops können knallhart sein und bei dem hohen Tempo und dem harten Untergrund muss das Bike responsiv sein."
4. Halte Ausschau nach Hunden - kein Scherz
Zugegeben, das gilt vielleicht nicht überall, aber in Burns' Heimatland Chile schon.
"Wenn man ein Rennen fährt, vertraut man darauf, dass niemand die Strecke überquert", erklärt Burns. So weit so gut. "Bei manchen Rennen in Chile gibt es viele Hunde. Da muss man extrem vorsichtig sein und sich voll konzentrieren. Die Organisatoren sagen, dass die Hunde Teil der Strecke sind. Wenn direkt vor dir plötzlich ein Hund über den Kurs läuft, kannst du deinen Run trotzdem nicht wiederholen. Das ist einfach so und damit muss man umgehen können."
Abgesehen von der vierbeinigen Gefahr: "Du musst auch auf Autos und Leute aufpassen, denn das sind Faktoren, die man nicht kontrollieren kann. Also immer aufmerksam sein!"
5. Alles geben
Das klingt doch easy, oder? Spaß sollte immer im Mittelpunkt jeder sportlichen Betätigung stehen, aber seine Zweifel und Ängste zu überwinden und sich voll und ganz fallenlassen zu können? Das kann alles andere als easy sein. Dennoch ist es laut Burns immer das Beste, "die Fahrt zu genießen. Denke nicht zu viel nach und mach dir keinen unnötigen Stress. Enjoy your ride und los geht's!"
Pedro Burns wird am Sonntag, dem 12. Februar, bei Red Bull Valparaíso Cerro Abajo 2023 wieder an den Start gehen. Mit Red Bull TV kannst du live dabei sein beim spektakulären urbanen DH-Rennen (mit englischem und spanischem Kommentar). Die Action startet auf der Red Bull-Page ab 19:15 Uhr. Sei dabei!
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