F1

Vettel vom Qualifying ausgeschlossen

Sebastian Vettels Titelchancen erleiden heftigen Dämpfer: Er muss von ganz hinten starten.
Autor: Matt Youson
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Sebastian Vettel schaffte nur den dritten Platz.

Vettel mit Problemen

© Paul Gilham/Getty Images

Sebastian Vettel wurde in der Startformation nach ganz hinten versetzt. Die FIA-Stewards beim Großen Preis von Abu Dhabi waren zu dem Urteil gekommen, dass seine Entscheidung, am Ende des Qualifyings auf der Strecke anzuhalten, Grund genug sei, das Ergebnis nicht zu annullieren.
Die Stewards waren sich einig, das Vettels Handeln nach der Force Majeure-Klausel akzeptabel gewesen wäre. Aber eine genaue Prüfung nach dem Qualifying ergab, dass sein Wagen eine ungenügende Menge Treibstoff für eine Probe im Tank aufwies.
Nach einer von Bremsproblemen beeinträchtigten Trainingseinheit am Nachmittag hatte Vettel sich im Qualifying tapfer herangekämpft. Er hielt sich während der Session beständig in der Spitzengruppe. Nach Passieren der Zielflagge fuhr der Weltmeister jedoch auf Anweisung seines Teams an die Seite und stieg aus seinem Red Bull RB8.
Sebastian Vettel.

Sebastian Vettel

© Mark Thompson/Getty Images

Nach mehrstündiger Beratung, wobei die Telemetrie untersucht wurde und Teamsprecher ihre Sicht der Dinge darlegten, wurde die offizielle Entscheidung verlautbart. Diese ergab, dass Vettel gegen Artikel 6.6.2 des technischen Regelwerks von 2012 verstoßen hatte. Dieser Artikel besagt:
Teilnehmer müssen gewährleisten, dass ihrem Fahrzeug zu jeder Zeit der Veranstaltung eine Treibstoffprobe von einem Liter entnommen werden kann. Mit Ausnahme von Fällen von Force Majeure (als solche von den Stewards des Treffens anzuerkennen) muss ein Fahrzeug im Falle einer anstehenden Probenentnahme nach einer Trainingseinheit zuerst mit eigenem Antrieb zurück in die Box gefahren werden.
Vettel wird beim Großen Preis von Abu Dhabi von Position 24 – und damit als Letzter – in der Startformation ins Rennen gehen. Er ist noch nie zuvor von weiter hinten als von Platz 20 gestartet, mit Red Bull nie schlechter als 15.
Die Entscheidung erinnert an die Strafe, die McLarens Lewis Hamilton in Barcelona erhielt. Hamilton hielt die vorläufige Pole, doch durch einen Treibstofffehler war der Brite nicht in der Lage, seine In-Lap zu beenden, kam stattdessen an der Seite des Circuit de Catalunya zum Stehen. Er musste das Rennen vom letzten Startplatz beginnen, konnte sich aber immerhin bis auf den achten Platz herankämpfen.