MTB

8 Gründe, warum wir uns auf den Downhill-Weltcup 2019 freuen

© Nathan Hughes/Red Bull Content Pool
Autor: Stuart Kenny und Ric McLaughlin
Viele neue Strecken und ein heißer Konkurrenzkampf: Die kommende Downhill-Saison könnte zur besten überhaupt werden.
Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Weltcup war hart umkämpft. Mit dem erstaunlichen Aufstieg von Amaury Pierron in die Elite der Männer und dem heftigen Battle zwischen Rachel Atherton und Tahnée Seagrave um den Sieg der Frauen war immer für Spannung gesorgt. Und nachdem sich nun der Winter bald seinem Ende neigt, steigt bei uns die Vorfreude auf die neue Saison. Hier ein paar Gründe dafür:

1. Slowenien wartet auf uns

Gee Atherton racing at the MTB World Cup in Maribor, 2008.
Gee Atherton racing at Maribor in 2008, where he finished sixth
Bereits vor 20 Jahren preschten in Maribor, Slowenien, die ersten Biker über die Tracks. 1999 wurde das Event sogar zum Rennen des Jahres gekürt. Damals gewannen der 24-jährige Nicolas Vouilloz und die 22-jährige Caroline Chausson das spannende Spektakel. Seitdem fanden dort sieben weitere Weltcup-Rennen statt, jedoch seit 2010 kein einziges UCI-Rennen mehr. 2019 wird die Saison in Maribor eröffnet, und das verspricht eine grandiose Atmosphäre, und angeblich gibt's sogar ein paar extra Sprünge.

2. Das Atherton-Bike befährt die Bühne

Nachdem Rachel Atherton mit Trek im Jahr 2017 eine perfekte Saison gefeiert hatte, erfolgt jetzt der Umstieg, und zwar auf das neue Atherton Bike - ihre eigene Marke.
Ein erster Eindruck des neuen Atherton Downhill-Bikes
Mehr gibt's davon noch nicht zu sehen
Mit den Designern um David Weagle, Robot Bike Co. und Piers Linney entstand der Atherton-Prototyp, mit dem sie ab 2019 die Tracks befahren wird. Wir können den offiziellen Verkaufsstart gar nicht mehr erwarten!

3. Die Französische Revolution

Die Franzosen hatten in der letzter Saison ordentlich Grund zu feiern. Loïc Bruni setzt einen weiteren Weltmeistertitel drauf, während sein Landsmann Amaury Pierron den Gesamtbewerb der Männer mit schlagenden 294 Punkten Vorsprung für sich entschied. Sechs von Acht Rennen wurden sogar ausschließlich von Franzosen gewonnen.
Loïc Bruni mit der Gewinnermedaille
Loïc Bruni, der Weltmeister in Lenzerheide 2018
Viele ihrer Mitstreiter werden deshalb darauf brennen, ihren Siegeslauf zu beenden, auch wenn das sicherlich nicht einfach sein wird. Mit Gwin, Jack Moir und Neko Mulally wartet jedoch ein Gespann in den Startlöchern, das sich nicht zweimal bitten lässt.
Mit Myriam Nicole sollte man auch bei den Frauen eine Französin auf der Rechnung haben, die schon mehrmals zu überzeugen wusste und 2017 bereits den Gesamtweltcup für sich entschied. Wenn sie ihre Verletzung hinter sich gelassen hat, greift sie auch 2019 wieder voll an.

4. Tahnée Seagrave vs. Rachel Atherton

Alle Zeichen deuten darauf, dass das Rennen um den Gesamtsieg vor allem zwischen Rachel Atherton und Tahnée Seagrave laufen wird. Auch nach den siegen in Fort William, Vallnord und Val di Sole reichte es für Seagrave letzte Saison jedoch nicht ganz zum Titelgewinn, was das Feuer natürlich umso mehr für 2019 entfachen wird.
Tahnée Seageave und Rachel Atherton sind für Höll die optimalen Vorbilder.
Tahnée Seageave und Rachel Atherton sind für Höll die optimalen Vorbilder.
Ahterton wird ihr Bestmögliches tun, um den Titel zu verteidigen. Ob Seagrave auf Dauer auch wirklich zu stoppen ist?

5. Brandheiße Talente

Mit Kade Edwards und Reece Wilson warten zwei neue britische Talente darauf, sich im Weltcup zu beweisen. Aber auch den Kanadier Finn Iles sollte man nicht unterschätzen. Mit ein wenig Glück könnte auch ihm der ein oder andere Podestplatz gelingen.
Reece Wilson feierte sein bestes Weltcup-Ergebnis.
Reece Wilson feierte sein bestes Weltcup-Ergebnis.
Bei den Frauen wartet Valentina Höll darauf, endlich voll durchstarten zu können. Jedoch verweilt sie davor noch ein Jahr in der Juniorenwertung. Auch die Französin Marine Cabirou verbessert sich von Jahr zu Jahr. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit und des Trainings, bis sie Weltklasseniveau erreicht.

6. Fort William - Ein Garant

Fort William ist für viele Downhill-Fans die Crème de la Crème. Letzte Saison beendete Pierron die Siegesserie von Greg Minnaar, während bei den Frauen Seagrave das Rennen auf unvergessliche Weise gewann. Doch Fort William ist auch immer für Überraschungen gut.
Sam Hill auf dem Autobahnabschnitt in Fort William
Sam Hill auf dem Autobahnabschnitt in Fort William

7. Ein neues Rennen auf altem Boden

Nach dreijähriger Pause steigt endlich wieder ein Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Weltcup-Rennen in den USA, und das sogar in der heißesten Phase - dem Saisonfinale. Dabei wartet mit Snowshoe in West Virginia eine Strecke, die im Weltcup noch nie befahren wurde und sich gleich als Zünglein an der Waage um den Gesamtsieg in die Geschichtsbücher eintragen könnte.

8. Die Saison ist so lang wie noch nie

2019, so viel kann man schon sagen, wird länger als jemals zuvor, denn es werden ganze neun Rennen, mit acht Weltcup Stopps zusätzlich zu der Weltmeisterschaft, ausgetragen. Außerdem wird die legendäre Strecke von Mont-Sainte-Anne in Kanada reaktiviert. Es gilt zudem die Faustregel: Je länger der Weltcup, desto spannender und härter wird er. Los geht's!
Mont-Sainte-Anne hatte es in sich!
Mont-Sainte-Anne hatte es in sich!