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Diese Dinge wünschen wir uns für Yu-Gi-Oh!: Master Duel
Konami bietet kaum neue Inhalte für ihren vielversprechenden Free-2-Play-Titel. Wir präsentieren euch unsere Wünsche für die Zukunft von Yu-Gi-Oh!: Master Duel.
Mittlerweile befinden wir uns in Season 3 von Yu-Gi-Oh!: Master Duel. Und trotz des initialen Hypes kühlt der Titel langsam etwas ab. Hauptgrund hierfür ist der Mangel an neuen Inhalten. Zwar wurden seit Launch zwei weitere Solo-Level hinzugefügt, aber abgesehen davon hat Konami wenig getan, um frischen Wind in den Live-Service-Titel zu bringen. Noch ist es dafür natürlich nicht zu spät. Und es gibt einiges, was dem Spiel gut tun würde. Hier haben wir euch unsere größten Wünsche für die Zukunft von Master Duel aufgelistet.
01
Mehr Karten!
Der Kartenpool von Master Duel ist aktuell auf einer beachtlichen Größe. Über 10.000 Karten können genutzt werden. Allerdings fehlen dennoch die aktuellsten Sets, die bereits im TCG und OCG gespielt werden können. Der Grund dafür ist vermutlich, dass in der Entwicklung irgendwann ein Cut-Off für das Implementieren neuer Karten gemacht werden musste.
Allerdings sind dadurch einige neue Archetypen auf der Strecke geblieben, die sich gerade im physischen Kartenspiel großer Beliebtheit erfreuen. Darunter die Favoriten Swordsoul und Floowandereeze.
Swordsoul ist eine Synchro-fokussierter Strategie, die mächtige level 10-Monster beschwört. Die Blumenbaronin, welche ein Omni-Negate bietet, oder Schwertseelen-Oberherrscher - Chengying, der gegnerische Karten vom Feld und Friedhof des Gegners verbannt, sind nur zwei Möglichkeiten.
Floowandereeze hingegen ist eine Strategie, die sich auf das Konzept von Normalbeschwörungen stützt. Eine Mechanik, die einst vor allem in Monarch-Decks verwendet wurde und im modernen Yu-Gi-Oh! durch die Vielzahl an Spezialbeschwörungen etwas an Relevanz verloren hat. Der Archetyp kommt auch mit seinem eigenen Floodgate in Form von Wanderbrise und Kaisen, welche die Effekte von als Spezialbeschwörung beschworene Monstern negiert.
Aber auch existierende Strategien haben in den vergangenen Monaten support erhalten, der noch nicht in Master Duel verfügbar ist. Pinguine werden durch die Ergänzung von Pinguinknappe und Königlicher Pinguingarten kein Meta-Deck werden, aber bekommen hier einen Sucher und tollen Starter. Mit seiner Fähigkeit einen Pinguin in seiner Stufe zu reduzieren macht der Pinguingarten auch den Großen Kaiserpinguin spielbar, der damit ohne Tribut beschworen werden kann.
In einem Leak konnte man bereits neue Karten-Packs sehen, die vermutlich ihren Weg in Master Duel finden werden. Auf diesen waren unter anderem Karten aus dem Sword Soul-Archetyp abgebildet. Es ist also anzunehmen, dass ein kommendes Update viele der oben genannten Engines abdecken wird.
Yu-Gi-Oh! Terminologie
02
Regelmäßige Events und Turniere
Im Februar hatten wir unser erstes Event in Master Duel: Während des XYZ-Festivals konnten Spieler Medaillen verdienen, für die sie eine große Anzahl Gems und Legacy Tickets erhalten haben. Auch wenn das Event einen fragwürdigen Start hatte, während dessen Spieler versucht haben so schnell wie möglich zu verlieren, um die in-Game-Währung zu farmen, die man selbst für verlorene Matches erhalten konnte.
Konami reagierte hier allerdings sehr schnell und konnte durch das Erhöhen der Medaillen, die man für einen Sieg erspielt, dafür sorgen, dass Spieler “echte” Decks spielen wollten.
Doch selbst davor hatte die Community Spaß im XYZ Festival. Content Creator Farfa hat es sich zum Beispiel zum Beispiel als Ziel gesetzt Spieler durch Heilung davon abzuhalten das Spiel zu verlieren.
Prinzipiell hat aber die Idee ein Deck bauen zu müssen, welches bestimmten Regeln unterliegt, bzw. eine eigene Bannliste nutzt, für viele positive Stimmen gesorgt. Darum wünschen wir uns natürlich zeitnah ein weiteres Event dieser Art. Vielleicht ein Fokus auf Synchro- oder Fusionsmonster. Oder ein Format, dass an bestimmte Äras von Yu-Gi-Oh! angelehnt ist.
Auch die Möglichkeit Turniere innerhalb von Master Duel auszutragen wäre eine tolle Ergänzung. Selbst wenn man dies erst einmal nur in einem privaten Raum ohne besondere Belohnungen tun könnte. Sollte Konami sich dazu entscheiden ein offizielles Turnierformat einzuführen, wäre es natürlich schön, wenn dieses in ein Best-of-3-Format und die Möglichkeit eines Side-Decks erhalten würde.
Wie wichtig es ist ein Turnier-Match über mehrere Runden zu spielen, und dabei den Spielern die Möglichkeit zu bieten Karten mit ihrem Side-Deck auszutauschen, zeigt auch das Magic: The Gathering-Event Red Bull Untapped. Es ist essentiell wichtig, auf die Strategie des Gegners reagieren zu können. Etwas, was wesentlich schwerer ist, wenn man lediglich eine einzige Runde pro Duell austragen kann.
Yu-Gi-Oh! Terminologie
03
Bessere Ranglisten-Belohnungen
Der Ranked-Modus ist der Kern von Master Duel. Und leider sind mittlerweile viele Spieler mit diesem nicht zufrieden. Gelegenheitsspieler stören sich an den zu starken Decks ihrer Gegner, welche es ihnen schwer machen das Spiel zu spielen. Engagierte Spieler, welche an die Spitze klettern wollen sehen hingegen wenig Gründe dies zu tun. Tatsächlich macht Konami es aktuell attraktiver, niemals die Platin-Ränge zu erreichen. Denn mit jedem erklommenen Rang erhält man eine kleine Menge in-Game-Währung. Allerdings wird man am Ende der Saison nicht für seine maximale Stufe belohnt. Man wird lediglich auf einen niederen Rang zurückgesetzt.
Das bedeutet, Spieler versuchen aktiv im Gold-Rang zu bleiben, um in der nächsten Saison mehr Ränge erklimmen zu können, und dadurch deren Belohnungen zu erhalten. Ein Problem, dass dafür sorgt, dass die Silber- und Gold-Ränge mit Decks gefüllt ist, die eigentlich im Platin-Bereich spielen sollten.
In der vergangenen Saison hat Konami Spieler für die Ränge, die sie “übersprungen” haben entsprechend kompensiert. Dieses Mal nicht. Es wäre also wünschenswert, dass einfach wieder der selbe Kompensationsplan aktiv wird, oder Spieler am Ende einer Saison für das erreichen bestimmter Ränge belohnt werden. Dadurch werden mehr Gründe geschaffen das Spiel zu spielen und der Kampf um die Rangliste wird wieder spannender.
04
Eine neue Bannliste
Zum Abschluss der Elefant im Raum. Immer wieder hört man Stimmen von Spielern, die sich darüber beschweren, dass gewisse Karten oder Deck-Arten zu stark sind. Natürlich sind hier auch frustrierte, neue Duellanten dabei, die eventuell noch nicht gelernt haben, wie sie gewisse Strategien aushebeln können.
Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass in Master Duel Karten erlaubt sind, die entweder im TCG, im OCG, oder in beiden Varianten komplett verboten sind. Ein prominentes Beispiel, was bei vielen westlichen Spielern für Stirnrunzeln gesorgt hat, ist Maxx “C”. Das Insekt kann von der Hand abgeworfen werden, um dann jedes Mal eine Karte zu ziehen, wenn der Gegner in diesem Zug ein Monster per Spezialbeschwörung auf das Feld ruft. Im TCG ist die Karte aufgrund ihres Schneeball-Effektes seit langem verboten. Im OCG und Master Duel ist sie uneingeschränkt mit drei Kopien spielbar.
Die Meinungen gehen hier auseinander. Die einen sind der Auffassung, da es mittlerweile genug Möglichkeiten gibt, Maxx “C” zu kontern. Zusätzlich gibt die Karte vielen Decks eine Möglichkeit mit den Combo-Strategien mitzuhalten, welche eine Vielzahl an Monstern beschwören. Auf der anderen Seite ist es aber auch wahr, dass eben jene Combo-Decks natürlich ebenfalls Maxx “C” nutzen können, um ihre Hand nach einem explosiven Zug wieder zu füllen. Letztendlich entsteht ein Umfeld, in dem es fast nicht möglich ist ein Deck zu spielen, welches nicht drei Kopien von Maxx “C” beinhaltet. Durch das Verbieten der Karte würde also auch wieder etwas Spielraum in der Deckenkonstruktion entstehen.
Wo sich Spieler hingegen einig sind, sind Karten, welche dafür Sorgen, dass sie das Spiel aushebeln und es teilweise unmöglich machen mit ihnen zu interagieren. Auf der “harmloseren” Seite ist hier der Wahre König aller Katastrophen. Bis vor kurzem war die Karte im OCG noch erlaubt. Zwar schält sie fast alle gegnerischen Monster-Effekte ab, erlaubt es aber zumindest mit Zauber- und Fallenkarten gebrochen zu werden. Alternativ kann man sie auch einfach mit einem stärkeren Monster zerstören.
Anders sieht es bei Nummer 86: Heroischer Champion - Rhongomyniad aus. Viele erfahrene Duellanten können nicht verstehen, wie es dieses XYZ-Monster in den Pool der legalen Karten geschafft hat. Sollte “Rhongo” mit genügend Materialien auf dem Feld liegen, bleibt er von Effekten unberührt, und verhindert, dass gegnerische Monster beschworen werden können. In fast allen Fällen ein kompletter Lock-Out.
Auch bei Drytron scheinen sich Spieler einig zu sein. Besonders in einem Best-of-1-Format ist die Deckart sehr einschränkend. Da Karten wie Eva uneingeschränkt spielbar sind, steht Drytron ein hohes Maß an Beständigkeit zu Verfügung, die es ihnen erlaubt durch mehrere Handtraps hindurch zu spielen. Sollte dann erst einmal der Herold der Endgültigkeit auf dem Feld liegen, muss man hoffen ein Out gegen die Negate-Fee auf der Hand zu haben. Ein Deck ohne Kein Dunkler Herrscher mehr oder Verbotener Tropfen hat meist wenig Chancen dagegen anzukommen.
Durch das limitieren von Karten wie Eva oder Cyberengel - Benten würde man das Deck nicht direkt unspielbar machen, und dennoch dafür sorgen, dass es ein wenig mehr Angriffsfläche bietet.
Letztendlich muss Konami hier entscheiden, ob sie sich dafür entscheiden weiterhin eine eigene Liste an verbotenen und limitierten Karten stellen möchte, die lediglich für Master Duel zählt, oder man sich der TCG- oder OCG-Liste annähert. Auch unterschiedliche Ranglisten für unterschiedliche Formate wären eine Lösung, selbst wenn das bedeuten würde, dass man die Spielerschaft trennt. Auch muss die Frage geklärt werden, wie Spieler entschädigt werden, deren Karten verboten, und damit nicht mehr spielbar werden.