Crash Bandicoot - Held der PlayStation
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7 Gründe, warum Crash cooler als Mario ist

Ende Juni kommt Crash Bandicoot mit der N. Sane Trilogie zurück und wir freuen uns auf das Comeback - hat Crash doch das Genre nachhaltig geprägt.
Autor: Jon Partridge & Alexander Feleki
5 min readPublished on
So ein richtiges Maskottchen hatte die PlayStation eigentlich nie, aber Crash Bandicoot kam der Bezeichnung noch am nächsten. Der Held unzähliger PlayStation-Abenteuer, erfunden von Naughty Dog (Uncharted, The Last of Us) kommt nach fast 10 Jahren Ruhestand am 30. Juni mit einer Remake-Trilogie seiner ersten drei Abenteuer erstmals auf die PS4.
Viele haben vielleicht vergessen, was die 7 Hauptspiele und zahlreiche Spin-offs für das Jump'n'Run Genre bedeutet haben - wir aber nicht. Der Vergleich mit Mario liegt sicher nahe, aber es gibt eben mindestens 7 Gründe, warum Crash aus diesem Duell sogar als Sieger hervorgehen würde.

1. Crash forderte den Spieler mehr

Super Mario 64 war zur damaligen Zeit eine Offenbarung für Gamer. Es versetzte Nintendos Star-Maskottchen in eine große und farbenfrohe 3D Welt mit voller Bewegungsfreiheit. Zuweilen war der Schwierigkeitsgrad auch hier sehr hoch, doch müssen wir uns eingestehen, dass das erste Abenteuer von Crash um einiges schwieriger war.
Sicher, durch einige der linearen Level konnte man durchrasen, doch gab es da noch so viele mit unterschiedlichen Herausforderungen und Bossen, die einem das Gamer-Leben ordentlich schwer machen konnten. Manche Level erschienen auf den ersten Blick als schier unmöglich und so fühlte sich das Durchspielen schlussendlich wie ein enormer Triumph an. Die begehrte Platinum-Trophäe im neuen Remaster zu erreichen, wird verdammt schwer.

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2. Non-stop Action

Während Super Mario 64 genügend Momente enthielt, wo man in Ruhe die Gegend erkunden konnte, brachte Crash Bandicoots lineares Leveldesign einen stets ans Limit, vor allem dann, wenn man die verstecken Areale und Passagen finden wollte. In den Nachfolgern wurde das Tempo noch weiter erhöht, indem man Crash auf einem Motorrad steuern musste – da kann Marios FLUDD nicht mithalten.
Crash auf dem Weg zur Wumpa Frucht

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© Activision

3. Crash sah besser aus als Mario 64

So einfach wie sie im Vergleich zu heutigen Spielen erscheinen, die Original Crash Bandicoot Spiele sind noch immer hübsch anzusehen. Entwickler Naughty Dog ist heute für seine ausgereifte Technik und Liebe zum Detail bekannt. Das zeitlose Artdesign von Crash mit kräftigen Farben und detaillierten Texturen lässt einen verstehen, warum Naughty Dog in Sachen Präsentation führend ist. Mario 64 sieht daneben – trotz des superben Gameplays – verwaschen und verblasst aus.

4. Crash definierte die PlayStation mit

Als Playstation Mitte der Neunziger erstmals die Konsolen-Szene betrat, musste sie gegen etablierte Größen wie Sega und Nintendo antreten. Die brandneue Konsole hatte es nicht leicht mit der harten Konkurrenz, doch sie lieferte im Endeffekt die besten Spiele der Generation. Crash hatte großen Anteil an ihrem Erfolg. Mit seinem familienfreundlichen Charme, dem leicht zu erlernenden Gameplay und der Zugkraft eines Maskottchens, war Crash auf Augenhöhe mit Stars wie Sonic und Mario.
Im neuen Crash kommen die Killerpflanzen zurück

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© Activision

5. Unser Lieblingsbeuteltier hat mehr Persönlichkeit

Wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir uns eingestehen, dass Mario als Person ziemlich langweilig ist. Mit stets denselben Sprüchen kämpft er gegen stets denselben Bösewicht und muss stets feststellen, dass seine geliebte Prinzessin in einem anderen Burgverlies gefangen gehalten wird. Crash teilt zwar einige dieser Schwächen mit ihm – beispielsweise ist sein stetiger Hauptgegner Dr. Neo Cortex und sein Sprachvermögen nicht besonders ausgereift – doch verleiht ihm seine tragische Lebensgeschichte um einiges mehr an Tiefe.
Er wurde durch Evolvo-Strahlung künstlich erschaffen und die Welt um ihn herum trachtet vom ersten Tag an nach seinem Leben. Kein Wunder, dass er oft nicht weiß, wo oben und unten ist. Doch mit seiner quirligen Art aus Neugier und Verschmitztheit und dem Ziel den teuflischen Wissenschaftler zur Rechenschaft zu ziehen, rettet er am Ende den Tag. Crash ist merkwürdig, Crash ist anders – und das ist auch gut so.

6. Crash Team Racing war Mario Kart voraus

Nintendos Mario Kart Serien definierten maßgeblich das Karting-Genre und das zu Recht, doch Mario Kart 64 war nicht ihr bester Vertreter. Zwei Jahre nach dessen Veröffentlichung, versuchte sich Naughty Dog 1999 mit Crash Team Racing in diesem Genre zu behaupten und schlug die Konkurrenz. Die Steuerung war präziser, das Leveldesign abwechslungsreicher und die Drift-Mechanik belohnender. Nintendo hatte zwar alle Lieblingscharaktere aus dem Mario-Universum an Bord, doch verfügten alle Rennfahrer in CTR – selbst die unbekannten Gesichter – über verschiedene Statistiken und sorgten so für eine hohe Vielfalt bei den Rennen.
CTR verfügte sogar über einen Story-Modus mit Boss-Kämpfen und unterschiedlichen Rennarten, der Mario Karts Grand Prix-Modus meilenweit hinter sich ließ. Wir wären sehr gespannt, wie sich ein Crash Team Racing heute spielen würde, wenn so viel Liebe und Pflege in die Serie investiert worden wäre wie in Mario Kart.

7. Die N Sane-Trilogie hebt die Serie auf 4K

Nintendo Hardware ist meistens nicht auf Blockbuster-Grafik ausgelegt und so bleibt bzw. blieb Gamern der letzte grafische „Schrei“ stets verwehrt. So ist es auch bei der Switch der Fall, welche nicht mit der Grafikleistung der PS4 und Xbox One mithalten kann. Das bedeutet auch, dass Marios Präsentation in 4K noch einige Jahre dauern wird. Crashs neues Remaster hebt die Original-Trilogie in den HD-Status und wird auf der Ps4 Pro sogar mit 4K aufwarten. Auch wenn Grafik nicht alles ist, von so einer detailreichen Wiedergabe ist der beliebte Klempner noch meilenweit entfernt.