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Apex Legends Tipps: Der Guide für Einsteiger

© Respawn Entertainment
Autor: Philipp Briel
Mit unseren Tipps für Einsteiger machen wir euch fit für den Battle-Royale-Shooter Apex Legends.
Apex Legends heißt der neue Stern am Himmel der Battle-Royale-Spiele. Wie aus dem Nichts tauchte der Free-to-Play-Shooter im Titanfall-Universum auf und schlug ein wie eine Bombe: Knapp 3 Millionen Spieler tummelten sich bereits am ersten Tag auf dem Schlachtfeld. Wir liefern euch in unserem Guide hilfreiche Tipps und Tricks für Einsteiger.

Apex Legends: Battle Royale trifft Helden-Shooter

Apex Legends ist aber nicht einfach nur ein neues Battle-Royale-Spiel, sondern würzt die bekannte Formel mit einer gehörigen Portion Helden-Shooter à la Overwatch. Insgesamt acht Charaktere mit je drei einzigartigen Fähigkeiten stehen euch zur Wahl.
Die Fähigkeiten der einzelnen Klassen zu kennen ist enorm wichtig, um im Kampf nicht plötzlich überrascht zu werden oder selbst die Oberhand zu behalten. Hier ein Überblick über die Charaktere und ihre Fähigkeiten:
Bloodhound (Unterstützer)
Passive Fähigkeit: Gegner hinterlassen Hinweise auf dem Boden
Aktive Fähigkeit: Auge des Allvaters: Deckt kurzzeitig Gegnerposition, Fallen und Spuren in der näheren Umgebung auf.
Ultimative Fähigkeit: Herr der Jagd: Schärft kurzzeitig eure Sinne. Gegner werden aufgedeckt und farblich markiert. Sogar kalte Spuren werden sichtbar und ihr bewegt euch schneller.
Gibraltar (Verteidiger)
Passive Fähigkeit: Waffenschild: Zielt ihr mit dem Visier, wird ein Waffenschild aktiviert, der Beschuss abschirmt, lässt sich auch deaktivieren.
Aktive Fähigkeit: Schutzkuppel: Aktiviert eine Schutzkuppel um ein kleines Gebiet, die 15 Sekunden lang vor Schaden schützt.
Ultimative Fähigkeit: Bombardement: Fordert einen konzentrierten Mörserangriff auf eine mit Rauch markierte Person an.
Lifeline (Heiler)
Passive Fähigkeit: Kampfsanitäter: Belebt Teamkameraden unter einer Schildwand schneller wieder. Heilobjekte werden um 25 Prozent schneller eingesetzt.
Aktive Fähigkeit: DDM-Heildrohne: Die Drohne heilt Verbündete in eurer Nähe für eine kurze Zeit automatisch.
Ultimative Fähigkeit: Carepaket: Fordert eine Landungskapsel mit hochwertigen Heil- und Defensivitems an.
Pathfinder (Unterstützer)
Passive Fähigkeit: Scannt Überwachungssender, um die nächste Position des Rings anzuzeigen.
Aktive Fähigkeit: Haken: Kletterhaken, mit dem ihr euch schnell über die Map bewegt und ansonsten unzugängliche Stellen erreicht.
Ultimative Fähigkeit: Seilrutsche: Platziert eine für alle verwendbare Seilrutsche.
Wraith (Angreifer)
Passive Fähigkeit: Stimmen aus dem Nichts: Ihr hört eine Stimme, wenn sich Gefahr nähert.
Aktive Fähigkeit: In die Leere: Ihr werdet kurzzeitig unsichtbar und könnt eure Position wechseln ohne Schaden zu nehmen.
Ultimative Fähigkeit: Portal: Verbindet zwei Orte 60 Sekunden lang durch Portale.
Bangalore (Angreifer)
Passive Fähigkeit: Werdet ihr während eines Sprints beschossen, lauft ihr für kurze Zeit schneller.
Aktive Fähigkeit: Rauchwerfer: Feuert einen Rauchbehälter ab, der beim Aufprall eine Rauchwand erzeugt.
Ultimative Fähigkeit: Donnergrollen: Fordert einen Artillerieschlag an, der mehrere Ziele im Gebiet bombardiert.
Caustic (Verteidiger)
Passive Fähigkeit: Ihr erhaltet Bedrohungsortung von Gegnern, die sich durch euer Gas bewegen.
Aktive Fähigkeit: Noxgas-Falle: Platziert bis zu sechs Behälter, die tödliches Noxgas freisetzen, wenn sie beschossen oder von Gegnern ausgelöst werden.
Ultimative Fähigkeit: Hüllt ein großes Gebiet in Noxgas.
Mirage (Angreifer)
Passive Fähigkeit: Platziert automatisch einen Köder und tarnt euch fünf Sekunden lang, wenn ihr zu Boden geworfen werdet.
Aktive Fähigkeit: Ausgeflippt: Aktiviert einen holografischen Köder, um Gegner zu verwirren.
Ultimative Fähigkeit: Entschwunden: Mirage setzt Köder ab, um Gegner abzulenken, während er sich tarnt.

Teamplay ist der Schlüssel

Im Vergleich zu Battle-Royale-Konkurrenz ist Apex Legends voll und ganz auf Teamplay ausgelegt. Ihr seid immer als Dreier-Squad unterwegs, es ist also entscheidend, dass ihr zusammenbleibt und zusammenarbeitet.
Theoretisch könnt ihr auch im Alleingang einen gegnerischen Squad aushebeln, aber das ist ziemlich schwer. Trefft ihr einen Gegner, sind mit großer Wahrscheinlichkeit auch seine beiden Kumpels nicht weit.
Solltet ihr nicht mit einem Headset kommunizieren, bietet euch Apex Legends ein ausgeklügeltes Ping-System, bei dem ihr in einem Ring-Menü verschiedene Kommandos an eure Teamkameraden weitergeben könnt. So könnt ihr neue Ziele vorschlagen, Feindpositionen durchgeben oder mitteilen, in welche Richtung ihr schaut.
Das funktioniert sogar mit Items: Schaut ihr auf eine Waffe, Beutekiste oder Rüstung, reicht ein Tastendruck, um eure Mitspielern darauf aufmerksam zu machen. Nutzt die Ping-Funktion so oft es geht und achtet auf die Mitteilungen eures Teams.

Achtet auf das HUD und die Anzeigen

Beim HUD und den Bildschirmeinblendungen haben sich die Entwickler von Respawn Entertainment einige Gedanken gemacht. Alle Anzeigen zu verinnerlichen dauert ein wenig, erweist sich allerdings als äußerst nützlich.
So zeigen euch die Lebensbalken eurer Teammitglieder an, wie es um Gesundheit und Rüstung eures Squads bestellt ist. Was viele allerdings noch nicht bemerkt haben: Dort ist auch zu sehen, wenn jemand aus eurem Squad gerade kämpft beziehungsweise eine Waffe abfeuert. Das hilft im Kampf, um eurem Teammate schnell zur Unterstützung zu eilen.
Ebenfalls nützlich: Apex Legends zeigt euch die Schadenszahlen über den Gegnern an, wenn ihr sie trefft. Entscheidend ist dabei allerdings die Farbe. Jeder Charakter hat im Spiel 100 Gesundheit und je nach Stärke der Rüstung maximal zusätzliche 100 Lebenspunkte.
  • Eine violette Schadenszahl verrät euch, dass der Feind eine mächtige Stufe-3-Rüstung hat, also volle 200 HP.
  • Eine blaue Zahl steht für eine Stufe-2-Rüstung, also 175 HP.
  • Die weiße Markierung steht für eine Stufe-1-Rüstung, also 150 HP.
  • Gelbe Schadenszahlen zeigen Kopfschüsse an, auch hier gibt es sammelbare Helme als Rüstung, die unabhängig von der Körperpanzerung gewertet wird.
  • Rote Schadenszahlen hingegen zeigen an, dass der Feind keine Rüstung hat und es ans Eingemachte geht.
Nice to know: Feindliche Schilde machen ein Geräusch, sobald sie vollständig zerstört sind.

Goldene Items sind die besten Items

Neben den violetten Rüstungen gibt es seltene, besonders hochwertige goldene Items. Die sind zwar nicht stärker als die lilanen, warten aber mit besonderen Fähigkeiten auf. Goldene Items findet ihr in den Care Paketen, die im Laufe der Runde abgeworfen werden oder in Lifelines Ultimate-Paket.
Ein goldener Helm verkürzt die Ladezeit eurer Fähigkeiten, ein goldener Rucksack halbiert die Zeit dies es dauert, ein Heil- oder Schilditem zu konsumieren. Goldene Waffenvisiere markieren Feinde mit einer roten Umrandung, so lange ihr auf sie zielt – und das sogar durch Wände und Rauch hindurch.
Exekutionen sehen zwar cool aus, haben allerdings eine lange Animation. ABER: Exekutionen füllen euren Schild komplett wieder auf, wenn ihr einen legendären Schild habt.

Follow the Jumpmaster

Die Karte von Apex Legends
Die Karte von Apex Legends
Der Start einer jeden Runde fällt ähnlich aus, wie ihr es aus anderen Battle-Royale-Spielen gewohnt seid, allerdings mit ein paar besonderen Kniffen. Im Flugzeug könnt ihr vor dem Absprung die Flugoute sehen und eine mögliche Landeposition vorschlagen. Alternativ könnt ihr einfach beim freien Blick über die Map einen Landepunkt markieren.
Das letzte Sagen hat aber der Jumpmaster, der Squadleader. Er bestimmt, wann euer Trupp abspringt. Die beiden anderen Teammates folgen automatisch der Flugbahn des Anführers. Allerdings könnt ihr euch per Knopfdruck lösen und eine andere Route wählen – was in den seltensten Fällen Sinn macht. Seid ihr der Jumpmaster aber habt keine Lust auf die Verantwortung, könnt ihr den Posten an einen eurer Kameraden abgeben.
Eine weitere Besonderheit: Apex Legends zeigt die Flugbahn der 19 anderen Squads besonders gut an. Jedes Team hat eine eigene Rauchfarbe, dank der ihr auch aus großer Entfernung erkennen könnt, wo die Gegner landen wollen.
Achtet beim Landen auf den farbigen Rauch der anderen Teams.
Achtet beim Landen auf den farbigen Rauch der anderen Teams.
Während der Jumpmaster die Landeposition wählt, sollten die beiden anderen die Flugbahnen der Gegner im Auge behalten, damit ihr am Boden nicht direkt überrascht werdet.

Das Supply Ship lockt mit hochwertigem Loot

Direkt zu Beginn der Runde könnt ihr die Position des Supply Ships auf der Karte sehen. Dort findet ihr besonders hochwertige Beute und komplett ausgestattete Waffen. Ein Besuch lohnt sich, doch Vorsicht: Dort tummeln sich meist sehr viele Gegner.
Zudem findet sich eine in jeder Runde wechselnde Gefahrenzone, die ebenfalls mit besserem Loot lockt. Wie immer gilt: Je besser der Loot, desto mehr Spieler tummeln sich in dem Gebiet.

Nehmt euch die Zeit, die Steuerung anzupassen

Apex Legends bietet umfangreiche Möglichkeiten die Steuerung anzupassen
Apex Legends bietet umfangreiche Möglichkeiten die Steuerung anzupassen
Apex Legends bietet unzählige Möglichkeiten, die Steuerung nach eurem Belieben anzupassen. Neben der obligatorischen Empfindlichkeit und Totzone ist vor allem die Reaktionskurve interessant – hier solltet ihr die verschiedenen Optionen ausgiebig testen um zu sehen, welche Option euch am meisten zusagt.
Die Unterschiede sind zwar relativ gering, im Eifer des Gefechts allerding sehr wohl spürbar und haben vor allem Auswirkungen auf die Veränderung des Sichtfelds, wenn ihr die Sticks oder Maus bewegt.

Bewegt euch schneller über die Map

In Apex Legends gibt es keinen Fallschaden. Ihr könnt euch also aus schwindelerregenden Höhen fallen lassen, ohne Schaden zu erleiden, was dem Movement ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Es ist problemlos möglich, von einer Brücke direkt hinter einen Feind springen und sofort das Feuer eröffnen.
Gleichzeitig findet ihr überall Ziplines, mit denen ihr schneller über die Map navigieren könnt. Das Landen verursacht nahezu keine Geräusche, weshalb ihr Gegner dadurch sehr gut überraschen könnt.

Wiederbelebung

Support-Items unterteilen sich in Heilung und Rüstung
Support-Items unterteilen sich in Heilung und Rüstung
Ebenfalls einzigartig in Apex Legends ist die Möglichkeit, gefallene Teamkameraden wiederzubeleben. Wird ein Mitspieler niedergeschossen, habt ihr 90 Sekunden lang Zeit, ihn wieder ins Leben zurückzuholen. Das dauert allerdings ein wenig, also solltet ihr euch sicher sein, dass keine Gegner in der Nähe sind.
Läuft die Zeit ab, könnt ihr seine Erkennungsmarke einzusammeln und an den auf der Map verteilten Respawn-Punkten zurückzuholen. Dann startet er allerdings wieder komplett ohne Ausrüstung.
Nützlich ist zudem das Knockdown-Schild, das ihr aufsammeln könnt. Seid ihr am Verbluten könnt ihr per Knopfdruck den Schild aktivieren, der feindlichen Beschuss absorbiert und euch so mehr Zeit lässt, um wiederbelebt zu werden.

Experimentiert mit Waffen und sammelt Munition in Massen

Apex Legends bietet verschiedene Sturmgewehre, SMGs, Pistolen, Schrotflinten oder Scharfschützengewehre aus dem Titanfall-Universum, die es zunächst einmal zu verstehen gilt. Neben den Mapkentnissen ist das Verstehen der Waffen das A und O.
Nutzt die ersten Runden, um erst einmal die Waffen kennenzulernen. Für jede Runde gilt: Sammelt so viel Munition ein, wie ihr bekommen könnt, da Feinde eine Menge Kugeln einstecken können. Geht euch die Munition aus, ist das meist euer Todesurteil.
Die Flatline ist das stärkste Sturmgewehr im Spiel und überzeugt mit dem höchsten Grundschaden in seiner Klasse und der besten Präzision. Das beste LMG ist die M600 Spitfire und punktet mit hoher Präzision und starkem Schaden.
Bei den Pistolen überzeugen die Wingman und Mosambik mit den besten Stats, während die Alternator die beste SMG darstellt. Als Schrotflinte lohnt sich vor allem die äußerst rar zu findende Mastiff oder die Friedensstifter.
Das beste Scharfschützengewehr ist die Kraber .50 CAL, wenn bei euch jeder Schuss sitzt. Ansonsten erweist die Triple Take ebenfalls gute Dienste.

Inventarmanagement und Teilen

Das Inventarmanagement ist entscheidend
Das Inventarmanagement ist entscheidend
Wichtig ist ebenfalls das Inventarmanagement. Sammelt so viel auf, wie möglich aber teilt Dinge, die ihr nicht braucht, mit euren Teamkameraden. Nicht jede Munition oder jeder Aufsatz ist mit jeder Waffe verwendbar, Inventarplätze sind selbst mit Rucksack äußerst rar.
Werft Munition und Aufsätze die ihr nicht braucht einfach ab. Habt ihr beispielsweise ein Sturm- und ein Scharfschützengewehr dabei, braucht ihr keine Schrotflintenmunition – die euer Teammate aber händeringend suchen könnte.
Eine kleine rote Markierung im Inventar zeigt, welche Items ihr nicht nutzen und problemlos ablegen könnt.

Verwendet eure Fähigkeiten so oft es geht

Es mag verlockend wirken, sich die Fähigkeiten für besondere Situationen aufzuheben, aber das ist der falsche Weg. Wenn ihr sterbt, ohne eure Skills genutzt zu haben, ist das einfach nur bitter.
Macht vor allem regelmäßig Gebrauch von euren aktiven Fähigkeiten und scannt beispielsweise als Bloodhound die Umgebung, bevor ihr ein Haus betretet oder nutzt Bangalores Rauchgranate, um ein offenes Gebiet zu überqueren.
Ultimative Fähigkeiten benötigen eine Weile, bis sie aufgeladen sind. Diese Zeit lässt sich jedoch mit sammelbaren Batterien verkürzen, die ihr auf der Karte finden könnt. Nutzt auch eure Ultis möglichst auf Cooldown, um in den Kämpfen die Oberhand zu behalten.

Besondere Fähigkeiten und Kombinationen

Natürlich könnt ihr mit drei Damage Dealern in eine Runde starten, allerdings macht es mehr Sinn, als ausgewogene Gruppe in den Kampf zu ziehen.
Beispielsweise lässt sich Gibraltars Schildkuppel hervorragend mit Lifelines Heildrohne kombinieren, um euch in Sicherheit wieder vollheilen zu können. Pathfinders Kletterhaken kann, genau wie Roadhog in Overwatch, Feinde zu sich heranziehen.
Allgemein eignet sich Pathfinder von allen Charakteren am besten, um sich kurzzeitig von der Gruppe zu entfernen, die Umgebung auszukundschaften und mittels Seilrutsche schnell wieder zu euch zu stoßen.
Bangalores Ulti eignet sich, um ein Gebiet voller Häuser zu sichern: deckt die Gebäude mit Mörsern ein und geht dann langsam vor. Sehr nützlich auch in Kombination mit der Rauchgranate und Gibraltars Bombardement.
Wo wir gerade von Gibraltar sprechen: Sein Waffenschild nervt euch? Dann zielt doch einfach darunter, an den Beinen und dem Unterkörper ist der Tank verwundbar.
Jetzt seid ihr mit unseren Einsteigertipps also bereit, euch in Apex Legends in die Schlacht zu stürzen. Zu guter Letzt noch ein finaler Hinweis: Erfahrung sammelt ihr, wenn ihr lange überlebt. Nicht durch möglichst viele Kills.