Arda Saatçi läuft bei extremer Hitze während des Red Bull Cyborg Season Ultra 600 2026 im Death Valley.
© Cameron Moon/Red Bull Content Pool
Running

Arda Saatçi im Q&A: vom 4:30‑Finish bis zur Pause nach über 600 Kilometern

Motivation ist nichts, Disziplin ist alles: Arda Saatçi spricht über Schmerz, Zweifel und den Preis seines Erfolgs – und beantwortet die Fragen, die sich jeder stellt.
Autor: Elisa Bauer
4 min readPublished on
Die Red Bull Cyborg Season 2026 - Ultra 600 ist Geschichte. Was bleibt, waren viele Fragen der Fans. Arda Saatçi hat sich in einem YouTube-Video die Zeit genommen, um einige der häufigsten Fragen in einem Q&A zu beantworten:
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Wie konntest du am Ende eine 4:30 er Pace laufen?

Arda Saatçi sagt, manche Sachen kann man nicht erklären. Er scherzt erst über "sieben Haribo-Würmer", stellt dann aber klar: Es war reines Adrenalin. Als er plötzlich "so ein bisschen das Meer geschnuppert und das Eis gerochen hat", gab es nur noch die Devise: Alles oder nichts.
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Wie geht es jetzt für dich und dein Team nach der Red Bull Cyborg Season weiter?

Nach der Season stand erst mal ein "PR-Marathon" für den 28-Jährigen mit Interviews und Terminen an, während das Team unter Hochdruck an der Doku gearbeitet hat. Jetzt starten alle eine Woche in den Urlaub. Arda fliegt weg, legt das Handy weg, will abschalten, gut essen und "Me Time" haben. Danach geht's mit Content weiter. Aber auch im Urlaub gilt "You vs. You":
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Was waren seine wichtigsten Gegenstände auf der Reise?

Die Essentials des Ultrarunners während der Red Bull Cyborg Season waren
  • sein Hut wegen des Sonnenschutzes,
  • die Sonnencreme, um keinen Sonnenbrand zu bekommen,
  • das Eisspray zum Ende hin für seine Knie,
  • seine Laufstöcke,
  • und seine Sonnenbrille.
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Wie viel Gewicht hast du über die Zeit verloren?

Der Berliner hat über die Zeit der Challenge fünf Kilo an Gewicht verloren. Da er nicht viel Fett hat, auf das der Körper zurückgreifen kann, war dieser bei dem großen Kaloriendefizit gezwungen, irgendwann die eigene Muskulatur zu verbrennen. Zum Zeitpunkt des Videos hat er durch gezielten, qualitativen Aufbau bereits wieder drei Kilo zugenommen.
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Hast du beim Laufen jemals an Aufgeben gedacht?

Nein, er habe zu keinem Zeitpunkt den Gedanken gehabt, selbst das Handtuch zu werfen. Er hatte nur in einer Situation Angst, dass das Team (das Ärzteteam und sein Manager Gzim) das Handtuch wirft. Es war nämlich vereinbart, dass sie ihn aus gesundheitlichen Gründen rausziehen dürfen, wenn er es selbst nicht mehr einschätzen kann. Sie haben ihm dann aber einen kurzen "Nap" (Schlaf) gegönnt, nach dem es ihm besser ging.
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Gab es verrückte Ereignisse, die keiner mitbekommen hat?

Ja, ein paar Stunden bevor das Team an einem bestimmten Ort ankam, habe es dort eine Schießerei gegeben. Deshalb gab es auch die Szene im Stream, in der Helikopter in der Luft waren und Arda Saatçi kurz warten musste, weil die Polizei nach den Leuten gesucht hat. Das Team hat sich dann mit der Polizei in Verbindung gesetzt, damit alles gut über die Bühne geht.
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Im Ziel hat deine Mutter auf dich gewartet, aber wo war dein Vater?

Sein Papa sei ein großes Vorbild für ihn ("Baba Cyborg"). Er ist nur deshalb nicht zu sehen, weil er nicht gerne vor der Kamera stehe, was Arda Saatçi respektiert.
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Wann hast du eigentlich mit dem Laufen angefangen?

Arda Saatçi hat jahrelang Fußball gespielt, wo Laufen natürlich Teil des Trainings war. Das spezifische Lauftraining mit mehr Kilometern fing in seiner Box-Phase an (er hat von 18 bis 22 Jahren geboxt), um die Kondition aufrechtzuerhalten. Er startete mit 5-, 8- und 10-Kilometer-Trainingsläufen. "Dann hat sich das immer weiter hochgeschaukelt."
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Macht dir Laufen Spaß?

Quotation
Es ist eine Hassliebe.
Arda Saatçi
Ich hasse es, aber ich kann auch irgendwie nicht ohne.

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Würdest du das alles auch ohne Kamera machen?

Diese Frage könne er ganz einfach beantworten, sagt Arda Saatçi. "Ich bin Sportler gewesen vor YouTube und werde es auch bleiben nach YouTube, weil das ist meine DNA und dafür stehe ich. Das möchte ich im Leben darstellen, Sportler zu sein, Athlet zu sein. Da hat die Kamera für mich keine Bedeutung. Ich liebe und lebe es tagtäglich, ob mit Kamera oder ohne."
Sein Ziel war es schon immer – ganz unabhängig von Klicks oder einer laufenden Kamera –, seine persönlichen Grenzen zu sprengen und sich eigene Challenges zu setzen. "Wir haben natürlich das Privileg, dass so viele Menschen (..) sich das gerne anschauen (...) deswegen halten wir die Kamera drauf und versuchen, so viele Menschen damit zu inspirieren wie möglich."

Teil dieser Story

Red Bull Cyborg Season - Ultra 600

Arda Saatçi läuft 604,6 km in 123 Stunden 21 Minuten und 10 Sekunden – vom Death Valley über die Route 66 zum Pazifik.

Vereinigte Staaten

Arda Saatçi

An ultrarunner from Germany, Arda Saatçi has made a name for himself with headline-grabbing extreme challenges.

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