Die Snowboarderin Anna Gasser beim Red Bull Spring Battle 2025 in Flachau, Österreich
Snowboard-Ikone Anna Gasser

Anna
Gasser

Österreich

Österreich

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Snowboarding

Mutig, großzügig und aufgeschlossen – so beschreibt sich Anna Gasser selbst. Die Olympia-Siegerin, Weltmeisterin und X Games Goldmedaillengewinnerin drückt dem Snowboarden ihren Stempel auf!

Geburtsdatum

16 August 1991

Geburtsort

Villach

Alter

34

Nationalität

Österreich

Österreich

Karriere Start

2013

Disziplinen

Snowboard Freestyle / Snowboard Big Air / Snowboard Slopestyle

Anfänge einer erfolgreichen Karriere
Über Nacht wird die Kärntnerin zum Shootingstar einer neuen Generation von Freestylerinnen. „Ich war schon immer ein aktives Kind“, erinnert sich Anna an die Anfänge ihrer sportlichen Karriere, die fernab der Piste startet. Statt Snowboarden entdeckt sie früh das Turnen für sich – erst als Hobby, später als Kunstturnerin im Leistungsbereich.
Mit 15 hat sie genug: „Viel zu zeitaufwendig“, sagt Anna und schüttelt den Kopf. Drei Jahre lang kommt sie ohne Sport aus, dann merkt sie: „Irgendetwas fehlt!“ In dieser Phase findet die junge Kärntnerin dank ihres Cousins zum Snowboarden: Im Sommer 2010 zeigt der ihr einige Snowboard-Videos – Anna ist sofort hooked. Noch im selben Winter steht sie erstmals auf dem Brett. Nach wenigen Tagen entscheidet sie: „Ich will Profi werden.“ Damals lachen ihre Freunde über Annas Entschlossenheit.
Erfolge und Meilensteine
Drei Jahre später ist sie die erste Frau, die einen Double Cork 900 steht! Ihren rasanten Aufstieg führt Anna auf zwei Dinge zurück: Ihr gutes Körpergefühl und ihre Entschlossenheit: „Ich bin vom ersten Tag an so viel gefahren, dass ich in meinem Matura-Jahr satte 50 Prozent Fehlstunden gesammelt habe.“ Heute ist Anna darauf alles andere als stolz. Doch die vielen Trainingsstunden zahlten sich aus. Nach dem Abschluss nimmt sich Anna eine Auszeit. Sie geht nach Amerika und widmet sich dort ein Jahr voll und ganz dem Snowboarden. Als sie nach Österreich zurückkehrt, rechnet keiner mit ihr. Dann steht sie „diesen Trick“ und plötzlich kennt ihren Namen die ganze Welt. „Das war echt extrem“, erinnert sich Anna an ihren Double Cork 900. „Von einem Tag auf den anderen stand ich voll im Rampenlicht.“
Nachdem die Kärntnerin 2014 bei den Winterspielen im Slopestyle-Qualifying in Sotschi auf Platz 1 gefahren ist, ging es noch einmal steil bergauf.
2016 war ihr Jahr: der Weltmeistertitel im Big Air, ihre erste X Games Gold Medaille, der Sieg im Snowboard-Gesamtweltcup! Was kann da noch kommen? „Einiges!“, sagt die Kärntnerin selbstbewusst und lässt es auch 2017 wieder krachen: Sie holt die Gold-Medaille im Big Air, ihren zweiten Weltmeistertitel und gewinnt jeden einzelnen Weltcup Big Air Contest, bei dem sie an den Start geht.
Die Saison 2018 brachte weitere Meilensteine: bei den Prime Park Sessions am Stubaier Gletscher steht sie als erste Frau einen Cab Triple Underflip 1260 und bei den Olympischen Spielen holt sie Gold im Big Air katapultiert sich damit in neue Sphären! Spätestens jetzt ist klar: Eine neue Ära im Snowboarden ist angebrochen, Anna weiterhin hungrig und in den Jahren darauf folgen weitere Siege, wie Gold bei den X-Games und im Slopestyle World Cup, Women’s Crystal Globe Snowboard Slopestyle, Women’s Crystal Globe Snowboard Freestyle Overall und Women´s Crystal Globe Snowboard.
Bei den olympischen Spielen 2022 fliegt Anna dann erneut zur Goldmedaille im Big Air. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2023 in Bakuriani in Georgien belegte sie den 7. Platz im Slopestyle Bewerb und 2023 krönte sie sich erneut zur Weltmeisterin im Big Air Bewerb. Beim Weltcup 2025 im steirischen Kreischberg feierte sie ihren insgesamt zwölften (!) Weltcupsieg und zeigte der Welt zum ersten Mal einen „Cab Triple Cork 1260 mit Drunk-Driver-Grab“.
Das Rezept zum Erfolg: Körpergefühl und Entschlossenheit
Und was kann da noch kommen? Anna möchte ihre Karriere bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina mit einem historischen dritten Gold im Big Air krönen.