Julien Bechet – Hardflip
© David Manaud
Skateboarding

Julien Bechet, Allrounder ohne Grenzen

Dieser junge Franzose skatet alles, was er vor die Ahornkelle kriegt.
Autor: Greg Poissonnier
3 min readPublished on

2 Min

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Dieser junge Franzose skatet alles, was er vor die Ahornkelle kriegt.

Julien Bechet, 25, ist einer der Anführer der Allrounder-Fraktion: Der Franzose skatet alles, was seinen Weg kreuzt, egal ob Handrails oder große Bowls. Wir sprachen ihn auf seinem Rückflug aus China und haben ihn über die Höhen und Tiefen seiner Abenteuerreisen ausgefragt.
Julien Bechet

Julien Bechet

© David Manaud

Hey Julien, stell dich doch mal den Leuten vor, die dich nicht kennen!
Hi, ich bin Julien Bechet, 25 Jahre alt. Ich lebe in Labenne im Süden Frankreichs und meine Sponsoren sind: DC, Electric, Pull-in, Anrobaz, Type S Wheels, Wax Rescue, Buzz Sk8shop, Line Up Bags, Hall04 Skateparks und Paradox Griptape.
Du bist gerade aus China zurückgekommen – ich glaube, das war dein erstes Mal – wie war es?
Zuerst ist mir aufgefallen, wie unglaublich dreckig es dort ist. Die Locals waren total nett, wir haben eine Menge Leute aus der Szene getroffen und sind viel Street geskatet. Es war ein besonderer Trip für mich: Ich habe einen Contest der FISE World Tour gewonnen und habe auch die Gesamtwertung übernommen. Ein großer Schritt für mich...
Julien Bechet – Frontside Feeble Grind to Fakie

Julien Bechet – Frontside Feeble Grind to Fakie

© Brian Fick

Würdest du gerne zurück und dir mehr Zeit zum Streetskaten nehmen?
Die FISE Serie geht noch die nächsten drei Jahre, aber ja: Ich komme auf jeden Fall wieder, wenn ich es mir leisten kann. Ich habe ein paar Kontakte geknüpft: Leejay arbeitet in der Boardfabrik, wo fast alle großen Firmen produzieren lassen... Das chinesische DC Team hat mir angeboten vorbeizukommen, wann immer ich möchte – die waren super nett!
Ein paar Tricks in deinem Part sind in den USA gefilmt, was hat dir dort gefallen und was weniger?
Die USA sind verrückt, irgendwie haben immer alle Lust zu skaten... perfekte Spots, massive Bowls. Für mich war es ein bisschen kompliziert im letzten Jahr, denn ich habe keinen Führerschein. Zum Glück war mein Freund Tibs da... Ari von Paradox hat mich wie einen König in Empfang genommen und mir einiges gezeigt. Was ich nicht mag ist das Essen, aber man kann ja auch in einen Bio-Supermarkt gehen... (lacht)
Julien Bechet – Pivot to Fakie

Julien Bechet – Pivot to Fakie

© David Manaud

In deinem Part ist viel Footage vom DIY Spot in Washington und auch in deinem Projekt „La Caravane“ finden sich viele DIY Spots. Fährt du noch oft dort?
Ja, ich liebe DIY Spots. Irgendwie hat es was Magisches, einen eigenen Spot zu bauen, die Größen und Proportionen zu bestimmen. Den „La Caravane“ Spot kann man heute nicht mehr fahren – der Grundstücksbesitzer hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten uns neue Spots suchen. Ich habe aber ein neues Projekt, über das ich noch nicht sprechen kann, also seid gespannt und haltet die Ohren offen. Hoffentlich sind wir im nächsten Sommer startklar. Nur Geduld...
Julien Bechet – Hardflip

Julien Bechet – Hardflip

© David Manaud

Wenn Skateboarder ihre Parks selber bauen – liegt das daran, dass es generell zu wenige gibt? Wie sieht es in deiner Umgebung aus?
In den letzten sieben Jahren sind einige Parks gebaut worden, auch nur durch das Engagement von JB Picot von Hall04 Skateparks. Das Problem sind die kleinen Budgets: Die Parks sind alle relativ klein, sowohl was die Quadratmeterzahl als auch die Obstacles an sich angeht. Bei DIY Projekten findest du Sachen, die es in normalen Skateparks nicht gibt: Steile Transitions, ungewöhnliche Formen... Die Zufriedenheit, die einen überkommt, wenn man einen Spot fährt, den man mit seinen Jungs gebaut hat, ist einfach unschlagbar!