Teilnehmer beim Red Bull Flick Finale 2022 in Amsterdam
© Screenshot Valve
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Diese 5 Gameplay-Mechanics sind unverzichtbar in CS2

Counterstrafing und Jiggle Peeks - Wer die folgenden fünf Techniken beherrscht, meistert Counter-Strike 2 im Hand umdrehen!
Autor: Nikolas Krudewig
5 min readPublished on
Die Liste an nützlichen Tricks für Counter-Strike 2 ist lang und fordert in vielen Fällen einiges an Übung. Gute Mechanics bilden eben eine wichtige Grundlage, um in Counter-Strike erfolgreich zu sein. Egal ob motorische Fähigkeiten oder das Ausnutzen von mechanischen Kniffen: Wer diese Basics von CS2 beherrscht, klettert im Premier-Rating schneller nach oben.

8 Min

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Counterstrafing

Run & Gun ist Counter-Strike keine Option. Wer mit Sturmgewehren während der Bewegung schießt, wird mit ziemlicher Sicherheit seine Gegner verfehlen. Erst wenn der Charakter stillsteht, kann er präzise seine Schüsse landen. An der Stelle kommt eine der wohl wichtigsten Gameplay-Mechaniken in Counter-Strike ins Spiel: Counterstrafing.
Dabei klingt der Begriff zunächst komplizierter, als er ist. Bewegt ihr euch in CS2 und lasst dann die Bewegungstasten los, braucht euer Charakter einen kurzen Moment, bis er stillsteht. Mittels Counterstrafing kommt ihr schneller zum Stillstand und verringert somit die Zeitspanne, in der eure Waffe noch unpräzise ist.
Counterstrafing ist eine der wichtigsten Mechaniken in CS2

Counterstrafing ist eine der wichtigsten Mechaniken in CS2

© Screenshot Valve

Die Umsetzung ist simpel. Drückt die Taste entgegen eurer Laufrichtung, um die Bewegung früher abzubremsen. Beispiel: Bewegt ihr euch nach rechts, lasst die D-Taste los und drückt kurz die A-Taste, um den Charakter zum Stehen zu bringen. Das gleiche Prinzip gilt sowohl für die Vorwärts- als auch die Rückwärtsbewegung.
Wer das Counterstrafing beherrscht, kann viele weitere Techniken erlernen, die auf diesem Grundprinzip basieren. Wer Strafe Jumps oder berüchtigte Ferrari Peeks machen möchte, sollte diese Mechanik verinnerlicht haben. Verbringt dafür einige Zeit auf dem Deathmatch- Server und übt gezielt den motorischen Ablauf, um eure Muscle-Memory zu trainieren.
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Boost

Wer aus seiner Kindheit noch die Räuberleiter kennt, wird das Prinzip Boost schnell verstehen. Simpel aber effektiv ermöglicht es euch diese Mechanik, mit verbündeter Hilfe über bestimmte Hindernisse hinwegzuschauen oder sie zu erklimmen. Dabei gibt es auf jeder Map Positionen, wo ein guter Boost zum Einsatz kommen kann.
Beim Boost steht ein Spieler auf dem Rücken des anderen. Dazu duckt sich ein Teamkamerad, damit ihr im Anschluss auf ihn draufspringen könnt. Je nach Position müsst ihr im Anschluss noch einmal hochspringen, damit euer Teammate die Taste zum Ducken loslassen und aufstehen kann. Bleibt ihr auf dem Kopf eures Mates stehen, darf sich dieser natürlich nicht wegbewegen.
Ein mächtiger und beliebter Boost auf Overpass

Ein mächtiger und beliebter Boost auf Overpass

© Screenshot Valve

Auf diese Box kommt ihr nur mittels Boost

Auf diese Box kommt ihr nur mittels Boost

© Screenshot Valve

Während der Zwei-Mann-Boost der Standard ist, gibt es Positionen, wo mehrere oder gar alle Teammitglieder involviert sein können. Klassische Boost-Spots sind zum Beispiel die Boxen vor der B-Rampe auf Ancient oder auf Overpass vom B-Spot aus Richtung Wasser. Vor allem Overpass ist aufgrund des Map-Layouts für zahlreiche Boost-Möglichkeiten bekannt.
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Crouch- und Strafe Jump

Beim Thema Movement sind es oft die Kleinigkeiten, die in Counter-Strike den entscheidenden Unterschied machen können. Simple Mechaniken können mit einigen Kniffen auf ein anderes Level gehoben werden, was euch oft von Vorteil sein kann. Dazu gehört auch der Jump, der in CS2 mehr Facetten hat, als man zunächst glauben würde.
Erste und wichtigste Mechanik ist der sogenannte Crouch Jump. Ist der einfache Sprung mittels Leertaste leicht auszuführen, bringt er euren Charakter nicht so hoch, wie es technisch möglich wäre. An dieser Stelle kommt der Crouch Jump ins Spiel, der die maximale Springhöhe deutlich erweitern kann.
Teilnehmer beim Red Bull Flick Finale 2022 in Amsterdam

5 Gameplay-Mechanics, die unverzichtbar sind

© Screenshot Valve

Kombiniert dazu einfach die Sprung- mit der Ducken-Taste. Am meisten Höhe holt ihr raus, wenn ihr kurz vor dem Jump bereits die Crouch-Taste drückt. Zwar ist die Ausführung sehr simpel, der Crouch Jump selbst jedoch unerlässlich für Counter-Strike. Viele Objekte und Hindernisse könnt ihr nur mittels dieser Mechanik erklimmen, so zum Beispiel die Holz-Boxen auf dem A-Spot auf Mirage.
Eine bereits fortgeschrittene Sprung-Mechanik hingegen ist der sogenannte Strafe Jump. Während ihr dank des Crouch Jumps höher springen könnt, kann der Strafe Jump hingegen eure Sprungweite erhöhen. Wer ihn beherrscht, kann beispielsweise von der Bank ins Window in der Mitte auf Mirage springen, ohne verbündete Hilfe. Er erfordert jedoch einiges an Training und ist eher erfahreneren Spielern zu empfehlen.
Beim Strafe Jump springt ihr nicht gerade, sondern einen leichten Bogen. Bewegt dazu eure Maus während des Sprungs in einer leichten Bogen-Bewegung. Parallel müsst ihr auf der Tastatur die Richtungstaste drücken, in die ihr eure Maus bewegt. Wichtig: Lasst die W-Taste los, sobald ihr abgesprungen seid.
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Jumpthrow

In CS2 ist der richtige Einsatz von Granaten unerlässlich. Ob Smokes, Flashbangs oder Brandgranaten. Wer das Werfen von Utility beherrscht, erhöht seine Gewinnchancen um einiges. Mit dem Jumpthrow, also das Werfen im Sprung, könnt ihr eure Wurfweite um einiges erweitern. Für viele Smokes auf allen CS2-Karten unerlässlich.
Mit dem Jumpthrow fliegen eure Granaten deutlich weiter

Mit dem Jumpthrow fliegen eure Granaten deutlich weiter

© Screenshot Valve

War man in CS:GO noch auf die Erstellung eines Binds oder perfektes Timing angewiesen, hat Valve die Mechanik für CS2 deutlich überarbeitet und erleichtert. Das Zeitfenster für einen erfolgreichen Jumpthrow ist nun deutlich größer. Solange ihr die Granate während der Aufwärtsbewegung werft, wird der Jumpthrow gelingen.
Positioniert euch dafür an der richtigen Position. Drückt die linke Maustaste und haltet sie gleichzeitig, um den Stift der Granate zu ziehen, ohne sie zu werfen. Springt dann und lasst die linke Maustaste während der Aufwärtsbewegung los. Fun Fact: Solltet ihr alles richtig gemacht haben, gibt eurer Charakter ein Geräusch von sich, das nur ihr selbst hören könnt.
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Jiggle Peeks

Wer das Counterstrafing beherrscht, kann sich dem Prinzip des Jiggle Peekings annähern. Bei dieser Mechanik geht es hauptsächlich darum, einen Peek um eine bestimmte Ecke vorzutäuschen oder Informationen über gegnerische Positionen zu erhalten. Idealerweise baitet ihr eine Reaktion des Gegners und könnt anschließend tatsächlich herumziehen.
Falls euch eine AWP erwartet: Der Jiggle peek ist die Lösung

Falls euch eine AWP erwartet: Der Jiggle peek ist die Lösung

© Screenshot Valve

Stellt euch für das Jiggle Peeking dicht an eine Ecke und drückt abwechselnd schnell die A- und die D-Taste. Euer Charakter bewegt sich dadurch schnell nach rechts und nach links und ist so ein schwereres Ziel für den Gegner. Vor allem gegen AWPs ist dieser Movement-Kniff nützlich, um dem Gegner einen Fehlschuss zu entlocken.