Snowboarding ist wie die Fahrer selbst, unglaublich vielfältig. Schnee fällt auf Städte wie auch auf Berge und wo immer Schnee fällt, können wir auf ihm fahren.
Es gab Zeiten, da gab es weder Wettbewerbe noch Videos – nur Snowboarding. Aber der Sport hat sich weiterentwickelt und zwangsläufig haben sich die meisten Pro-Fahrer spezialisiert. Genau diese Tatsache führt uns zu den Allroundern unter ihnen – diese schrumpfende Gruppe von Fahrern, die mit jeder Shred-Situation klarkommen.
Es sind die Stars dieses Sports – die ATVs, die Renaissance-Fahrer.
Also: Wer sind sie? Nun, der perfekte Allrounder geht über die Grenzen des Machbaren hinaus – Highspeed-Abfahrten in Alaska, Slopestyle- und Superpipe-Podiumsplätze bei den X Games, Videodrehs in der Stadt oder auf Backcountry-Kickern.
Aber…so ein Rider existiert nicht. Also suchen wir nach einem Snowboarder, der fast alle unsere Wünsche erfüllt – Backcountry (Natural Terrain Freestyle/ Freeride), Snowpark (Sprünge & Hindernisse), Transitions (Halfpipe/ Quarterpipe) und Urban (Street Rails, Gebäude).
Fangen wir mit einer Backcountry-Legende an, die ein größeres Allround-Talent besitzt, als ihr euch vorstellen könnt…
Travis Rice
Backcountry 5/5
Shredden im Gebirge ist das Markenzeichen der Snowboardlegende Travis Rice. In seinen Parts in den Absinthe-Videos zeigt uns Travis wie kein anderer, wie man Freestyle und Backcountry kombinieren kann. Sein Name wurde bekannter und damit auch sein Appetit auf steileres, unwegsameres Terrain. Seine Fähigkeit, technisch höchst anspruchsvolle Tricks auf den härtesten Lines auszuführen, hat den Level des Big Mountain Freestyles in verrückte Höhen getrieben. Spätestens als That’s It, That’s All im Jahr 2008 herauskam, wurde Travis Rice der bekannteste Name in Snowboard-Videos. Mit The Art of Flight im Jahr 2011 setzte er noch einen drauf. Als er 2012 den Supernatural Freestyle Contest dominierte, wurde sein Name als wahrer „Backcountry Boss“ endgültig in Stein gemeißelt.
Park 4/5
Travis wuchs im Freeride-Paradies von Jackson Hole auf und sein Herz hing immer schon am Backcountry, aber seine Freestyle-Fähigkeiten verfeinerte er im Snowpark. Kraftvoll und furchtlos von Anfang an, machte sich Travis einen Namen, als er 2001 beim Superpark Event einen atemberaubenden Backside Rodeo über einen 110-Footer hinlegte. Ein Jahr später gewann er Slopestyle-Gold bei den Winter X Games. Im Rest des Jahrzehnts versuchte Rice seinen vollen Dreh-Kalender mit den unzähligen Podium-Platzierungen zu vereinbaren, inklusive Winter X Big Air Gold in den Jahren 2008 und 2009. Auch wenn Travis in keinem einzigen Snowboard-Video zu sehen gewesen wäre, wir würden ihn immer als Contest-Biest und Double-Cork Pionier in Erinnerung behalten.
Transition 3/5
Trice ist nicht unbedingt bekannt für seine Transition-Fahrkünste, er besitzt sie aber trotzdem. Gutes Pipe-Fahren erfordert ein Höchstmaß an Kontrolle bei hoher Geschwindigkeit – etwas, was Travis ausgezeichnet beherrscht – wie er durch seinen Sieg beim The Artic Challenge Quarterpipe-Contest im Jahr 2004 bewiesen hat. Scrollt euch durch seinen Wiki-Eintrag und ihr findet auch eine Liste von Halfpipe-Siegen unter seinem Namen – nichts Spektakuläres, aber sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, was sonst noch so in seiner Karriere los war.
Urban 2/5
Definitiv das schwächste Glied in Travis‘ Kette, er hat nie ein Urban-Video gedreht und ist auch nicht für sein Rail-Riding bekannt. ABER, wenn ihr einen Blick in die Vergangenheit werft (siehe Wikipedia), werdet ihr sehen, dass er zwischen 2002 und 2005 nicht weniger als 6 Rail Contests gewonnen hat, einschließlich des US Open Rail Jams, zweimal in Folge. Was euch die Frage beantwortet, wieviele Urban-Videos Travis hätte drehen können, wenn er gewollt hätte…
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Travis Rice gönnt sich eine Pause vom Film-Leben
Travis genießt beim Shredden mit seinen Freunden einige der besten Bedingungen im Jahr.
Y Factor
Wie in “Why This Guy?" Welches Extra macht diesen Fahrer so besonders? Im Fall von Travis Rice ist es klar: er ist ein wahrer Kämpfer – schnell, furchtlos und immer bereit, über seine Grenzen zu gehen. Die Tatsache, dass seine Karriere schon so lange relativ verletzungsfrei abläuft, zeigt, dass Kontrolle und Können ein wichtiger Teil der Gleichung sind.
Pat Moore, ein weiterer All-Terrain-Profi, drückt es ganz einfach aus:“Travis Rice ist der krasseste Snowboarder der Welt.“
