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DJ Bazooka schlittert am Weltmeistertitel vorbei

Nach einer Finalqualifikation in letzter Sekunde spielt sich DJ Bazooka in die Herzen der Zuschauer
Autor: Red Bull Schweiz
3 min readPublished on
DJ Bazooka performs during the Red Bull Thre3Style DJ World Championship Finals at Koolhaus in Toronto, Canada on November the 9th, 2013.

DJ Bazooka - Performance

© Dale Tidy/Red Bull Content Pool

Favorit im Vorfeld
Einfach war es für den 28-Jährigen sicherlich nicht. Auf unzähligen Online-Plattformen wurde er als Favorit gehandelt. Und auch in Kanada genoss DJ Bazooka das Ansehen der anderen 16 DJ’s aus aller Welt. „Ehrenhaft, aber für einen Wettkampf nicht wirklich vorteilhaft“, lässt sich der DJ während einer seiner vielen Trainingssessions in Toronto entlocken. „Als Favorit darfst du dir nicht den kleinsten Patzer erlauben und alle erwarten von dir ein Bombenset.“ Diese dauern bei Red Bull Thre3Style genau 15 Minuten und müssen mindestens 3 Musikgenres beinhalten. An den Weltmeisterschaften in Toronto treten während vier Halbfinals zwischen Dienstag und Freitag vier bis fünf DJs pro Qualifikation an. Der Sieger einer jeden Qualifikation erreicht das grosse Finale vom Samstagabend.
DJ Bazooka performs during the Red Bull Thre3Style DJ World Championship Finals at Koolhaus in Toronto, Canada on November the 9th, 2013.

DJ Bazooka - Performance

© Dale Tidy/Red Bull Content Pool

Bestens vorbereitet geschah dann genau das, wovon jeder DJ Alpträume bekommt; bei seinem Halbfinalauftritt am Freitagabend in der legendären Danforth Music Hall vor 1‘500 Zuschauern machte dem Basler Ausnahmetalent die Technik einen Strich durch die Rechnung. Der Sieg ging in dieser Nacht verdientermassen an den brasilianischen DJ Marquinhos Espinosa. Die Jury war aber dennoch dermassen begeistert von der Kreativität und Stärke Roman Blums, dass sie sich am nächsten Tag entschied, zwei anstelle nur einer Wildcard zu vergeben. Dank dieser schaffte DJ Bazooka in letzter Sekunde den Einzug ins grosse Finale.
Dieses fand vor knapp 3‘000 Zuschauern im prestigeträchtigen „Kool Haus“ statt, welches vom frenetisch umjubelten DJ Shintaro (JAP), dem zweiten Gewinner der Wildcard, eröffnet wurde. Nach den Auftritten von DJ Byte (CHI) und Eskei83 (GER) war es dann endlich soweit und Roman Blum betrat die Bühne. Und dieses Mal musste sich der 28-Jährige keine Sorgen um die Technik machen und konnte sich voll und ganz auf das konzentrieren, was ihm liegt: Ein Publikum innert und während 15 Minuten auf der ganzen Linie zu begeistern. Der charismatische DJ liess es sich nicht nehmen, für den Höhepunkt des Abends zu sorgen indem er sich während seines Sets eine Augenbinde anzog, über eine Minute lang blind weiterspielte und dazu eine Scratch-Einlage darbot. Nach seinem Auftritt lobten die weiteren Jurymitglieder Scratch Bastid und Kid Koala (beide CAN) DJ Bazookas Songauswahl, seine Musikalität und seine technischen Fähigkeiten.
DJ Bazooka performs during the Red Bull Thre3Style DJ World Championship Finals at Koolhaus in Toronto, Canada on November the 9th, 2013.

DJ Bazooka - Performance

© Dale Tidy/Red Bull Content Pool

Dem Schweizer war aber da bereits bewusst, dass es in diesem Jahr wohl nicht genügen würde: „Ich habe leider einige kleine Fehler in meinem Set gehabt – das darfst du dir an der Weltmeisterschaft schlicht nicht leisten. Zudem hat DJ Shintaro dermassen sauber gespielt und mit seinen japanischen Leckerbissen (u.a. einen Remix des legendären Super Mario Bros. Soundtracks) das Publikum voll auf seine Seite geholt.“ Enttäuscht ist DJ Bazooka nicht: „Ich konnte einmal mehr so viel erleben während dieser Woche, habe grossartige Künstler und Musiker kennen gelernt und spielen sehen und habe in fantastischen Clubs aufgelegt – es war ein tolles Erlebnis und DJ Shintaro ist der verdiente Sieger. Nicht klassiert, und somit zwischen Rang 4 und 6, befinden sich neben DJ Bazooka der international erfolgreiche DJ Trentino (USA) und DJ Marquinhos Espinosa (BRA).