Snowboarden

Jobs im Winter-Business: Camp-Veranstalter

Autor: Andi Spies
Jens Anselstetter – vom Snowboard Pro zum Reiseveranstalter.
Jens Anselstetter bei der Arbeit
Jens Anselstetter bei der Arbeit
Die beiden Ex-Snowboard Pros Jens Anselstetter und Heinz Löhle haben mit elooa Camps ihre Passion für den Boardsport zum Beruf gemacht. Wie man als Reiseveranstalter mit Snowboardcamps und Surftrips seinen Lebensunterhalt verdient, verrät Jens in diesem Interview.
Seit wann gibt es elooa CAMPS?
Elooa gibt es jetzt bereits seit 4 Jahren. Wir haben 2011 elooa ins Leben gerufen und sind in der Wintersaison 2011/2012 mit fünf Freestyle Snowboard Camps gestartet.
Wie ist die Idee zu elooa entstanden?
In mehreren stundenlangen Brainstorming Sessions, die sich über Monate hingezogen haben, wurde die elooa-Idee richtig ausgefeilt. Die Ideologie hinter den elooa Camps ist einfach, das Konzept einzigartig: Internationale Snowboardprofis, staatlich geprüfte Coaches und die tief in der Snowboard-Szene verwurzelten Initiatoren ermöglichen den Teilnehmern ein unvergessliches Snowboardwochenende.
Jens Anselstetter
Jens Anselstetter
Wodurch hebt ihr euch sonst noch von anderen Campanbietern ab?
Wir wollen unsere langjährige Erfahrung und Begeisterung fürs Snowboarden weitergeben und die individuellen Skills jedes einzelnen fördern. Elooa bietet die einmalige Möglichkeit, zusammen mit Snowboardprofis aus der ganzen Welt eine unvergessliche Zeit in den Bergen zu verbringen und von ihnen exklusive Insider Tipps und einzigartige Einblicke in die internationale Snowboard-Szene zu bekommen.
Dein Partner Heinz (Löhle) und du wart ja selbst mal aktive Snowboard-Pros. Wie wichtig waren eure Erfahrungen aus der Zeit für den jetzigen Job?
Ich bin jetzt seit über zwei Jahrzehnten tief mit dem Boardsport verwurzelt: erst als Skateboard-Amateur in der lokalen Szene, danach als Snowboard-Pro auf der internationalen Bühne. Nebst der Erfahrung, die ich während meiner erfolgreichen Karriere als Profi sammeln konnte, erwarb ich im Anschluss umfassende Kenntnisse als internationaler Manager bei einer namhaften Snowboard Company. Zusammen mit Heinz, der im Anschluss an seine Karriere als Judge von internationalen Snowboard Contests wie dem Air & Style tätig war und ein Studium absolvierte, verfügen wir über langjährige Erfahrungen, authentisches Wissen und eine gehörige Portion Kontakte. Das können wir uns jetzt natürlich zu Nutze machen und an unsere Kunden weitergeben.
Heinz Löhle (re) und Camper
Heinz Löhle (re) und Camper
Schaffst du es selbst noch oft genug raus zu kommen bzw. bei den Camps dabei zu sein oder überwiegt die Büro- und Organisations-Arbeit?
Heinz und ich sind bis jetzt immer persönlich bei unseren Camps dabei. Somit können wir garantieren, dass unsere Ideologie, die hinter elooa steht, auch umgesetzt und gelebt wird. Natürlich wird aber die Organisations-Arbeit immer mehr, da wir ja mittlerweile neben den Snowboard Camps auch Splitboard Camps und Surf Camps anbieten.
Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei dir aus?
Bei uns gibt’s zum Glück keinen normalen Arbeitstag. Wir müssen zwar jeden Tag ins Büro, wenn gerade kein Camp oder Adventure stattfindet, aber jeder dieser Tage bringt neue Herausforderungen und Aufgaben mit sich.
Freestyle Camp Action
Freestyle Camp Action
Was muss man mitbringen, wenn man bei euch als Coach oder Guide arbeiten will?
Alle unsere Coaches und Guides sind auch irgendwie mit der Snowboard Szene verwurzelt. Entweder waren sie selber gesponserte Teamfahrer oder haben zumindest an Contests teilgenommen und haben jetzt eine staatlich geprüfte Qualifikation.
Kannst du heute von elooa leben?
Natürlich war klar, dass wir nicht einfach mal ein paar Camps organisieren und von diesen fünf elooa Snowboard Camps leben können. Wir sind jetzt ein lizenzierter und abgesicherter Reiseveranstalter nach gesetzlichen Richtlinien und veranstalten neben den Snowboard- und Surfcamps auch sogenannte Adventures. Das sind mehrwöchige, unvergessliche Traumreisen zu exklusiv ausgewählten Destinationen, mit denen wir lang gehegte Sehnsüchte und exotische Abenteuer unserer Kunden Realität werden lassen. Zusätzlich bieten wir Firmenkunden die Konzeption, Organisation und Realisation von Incentive Events, Film- und Fotoproduktionen sowie Marketing Strategien an. Durch diesen Mix an Angeboten können wir mit elooa unseren Lebensunterhalt verdienen.
Splitboard Adventure Camp
Splitboard Adventure Camp
Was war dein bisher schönstes elooa Erlebnis?
Eigentlich alles, was wir zum ersten Mal realisiert haben und was mit Feedback in Form von überglücklichen, lachenden Gesichtern unserer Kunden honoriert wurde. Meilensteine waren hier mit Sicherheit das erste Japan Powder Adventure, der erste Malediven Surf Boattrip, das erste Splitboard Explorer Camp mit Übernachtung im Biwak und die erste professionell geführte Alpenüberquerung mit einem Splitboard.
... Und was war das mieseste?
Zum Glück kann ich davon gar nicht berichten. Vielleicht die gewerblichen und rechtlichen Hürden am Anfang. Aber das sind Herausforderungen, aus denen man lernt und daran wächst.
Der Chef beim Sommer-Job
Der Chef beim Sommer-Job
Ihr bietet im Sommer ja auch Surf Trips an. War das von Anfang an geplant?
Bei uns beiden hat alles im jungen Alter mit Skateboarding angefangen, erst danach kam das Snowboarding und Surfing dazu. Diese Boardsportarten gehören einfach zusammen und viele unserer Kunden machen auch alles. Es war nur ein logischer Schritt, gleich im ersten Jahr mit elooa auch Surf Camps und Adventures anzubieten, um auch diese Leidenschaft mit Gleichgesinnten zu teilen.
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