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George Ntavoutian landet weltweit ersten BMX-Sprung zwischen zwei Booten
Mitten auf dem Wasser gelang dem griechischen BMX-Rider ein spektakulärer Flip zwischen zwei fahrenden Booten – trotz Wind, Wellen und enormem Risiko. Hier die ganze Story dazu.
Der griechische BMX-Profi George Ntavoutian hat einen der spektakulärsten und riskantesten Tricks seiner Karriere gestanden. Auf dem Gooisee in den Niederlanden katapultierte er sich mit einem gewaltigen Flip durch einen offenen Looping von einem fahrenden Boot auf ein anderes – während beide Boote mit nur einem Meter Abstand über das Wasser schipperten.
Der Stunt verlangte perfektes Timing, absolute Präzision und Nerven aus Stahl. Zwischen Wind, Wellen und hoher Geschwindigkeit gab es praktisch keinen Spielraum für Fehler. Schon die kleinste Fehleinschätzung hätte genügt, um die Landung zu verpassen und im Wasser zu enden. Doch Ntavoutian behielt die Kontrolle und meisterte den waghalsigen Sprung eindrucksvoll.
Schau dir das Video unten an und lies dann die Geschichte, wie Ntavoutian eine fast unmögliche Idee in die Tat umsetzte.
Die Geschichte hinter einer unglaublichen Idee
Es war eine zufällige Begegnung mit dem BMX-Sport in seiner Heimatstadt Kalamata, die in Ntavoutian den Funken für seine lebenslange Hingabe entfachte. Inspiriert von seinem Vater, einem versierten MTB- und Rennradfahrer, zog es ihn zu den technischen Herausforderungen und adrenalingeladenen Manövern des BMX. 2024 bezwang er sogar den größten jemals gefahrenen Full Loop der Welt.
Nerven aus Stahl - George Ntavoutian ist für waghalsige Stunts bekannt!
© Keenan Meyer/Red Bull Content Pool
Ntavoutian gilt als einer der weltweit besten Fahrer im offenen Looping und hat sich den Ruf eines echten "Loop-Königs" erarbeitet. Bei diesem spektakulären Stunt beschleunigt der Rider auf hohe Geschwindigkeit, schießt kopfüber durch einen offenen Looping und landet anschließend wieder sicher auf der gegenüberliegenden Seite. Die Kombination aus Präzision, Mut und perfektem Timing macht den Trick zu einem der anspruchsvollsten Stunts im Actionsport.
Aber auf dem Wasser war alles anders. Anstatt von einer festen Rampe zu starten, musste der 27-Jährige Wind, Wellen und wechselnde Bootsgeschwindigkeiten bewältigen, was den Trick, an den er so gewöhnt war, noch unsicherer machte.
Wie Ntavoutian Rückschläge überwand, um den Sprung zu schaffen
Es war verständlicherweise nicht alles ganz so einfach. Im Laufe des Tages hatte Ntavoutian mit einer Reihe von Rückschlägen zu kämpfen: Bei einem gescheiterten Versuch zog er sich eine Schienbeinprellung zu, bei einem anderen verlor er sogar einen Schuh. Die vielen Fehlversuche forderten sowohl körperlichen als auch mentalen Tribut, da der Spielraum für Fehler immer kleiner wurde. "Ich hatte wirklich Angst", gab er hinterher zu.
Doch trotz der Schmerzen, der Frustration und des wachsenden Drucks ließ er sich nicht unterkriegen. Nach jedem Versuch setzte er neu an und fand schließlich die perfekte Kombination aus Geschwindigkeit, Timing und Mut, um schließlich den historischen Boot-zu-Boot-Transfer zu schaffen.
"Ich kann es mit nichts vergleichen, ich habe so etwas noch nie gemacht", sagte Ntavoutian nach seinem erfolgreichen Versuch. "Meine Landung entfernte sich immer weiter von mir. Erst in der Luft, als ich schon kopfüber hing, wusste ich, ob ich es schaffen würde. Ich musste im Grunde alles vergessen, was ich normalerweise mache, und das Rad neu erfinden.
Ein Trick, der sogar Experten verblüffte
Selbst nach Ntavoutians hohen Maßstäben war dies eine bemerkenswerte Leistung, und die Experten waren von der Komplexität des Projekts verblüfft. Der ehemalige BMX-Profi und Nationaltrainer Daniel Wedemeijer verfolgte die Leistung am Gooisee mit großem Respekt.
"George ist super gut in dem Trick, den er hier macht, jeder in der BMX-Welt weiß das", erklärte Wedemeijer. "Das Einzige, was es hier wirklich schwierig macht, ist das Timing. Und natürlich der Wind und die Wellen. Er ist wirklich der Einzige auf der Welt, der das schaffen kann."
Dass diese Weltpremiere in den Niederlanden stattfand, ist kein Zufall. Ntavoutian hat eine langjährige Verbindung zu dem Land, da er sich als Teenager im Area51 Skatepark in Eindhoven in BMX verliebt hat, bevor er in Rotterdam seinen allerersten Backflip landete. Ein Besuch in den Niederlanden und ihren ikonischen Wasserstraßen im letzten Jahr brachte ihn auf die Idee für einen historischen BMX-Stunt, der jeder Logik zu trotzen schien.