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BMX

Tropisches BMX-Abenteuer: Kenneth Tencio auf seinem Trip durch Costa Rica

BMX-Rider Kenneth Tencio hat gerade einen unvergesslichen Roadtrip durch sein Heimatland Costa Rica unternommen - das außergewöhnliche Video und ein exklusives Interview mit ihm gibt's hier!
Autor: Eugenia Rojas Soto
veröffentlicht am
Als stolzer Costa Ricaner möchte Kenneth Tencio der ganzen Welt zeigen, wie schön es in seiner Heimat ist. Von der Karibik- und Pazifikküste bis hin zum tropischen Regenwald, dem Dschungel und den gewaltigen Gebirgszügen - Tencio inszeniert in seinem neuesten Projekt die unendliche Vielfalt der Natur des Landes: „De Costa a Costa" („Von Küste zu Küste").
Begleite Tencio auf seinem 330 km langen BMX-Roadtrip einmal quer durch Costa Rica. Er führt uns auf einer einzigartigen Route von der Karibik bis zum Pazifik, mit Zwischenstopps an Orten, die für ihn symbolischen Charakter haben. Außerdem zeigt er uns auf der Reise, dass er mit seinem BMX an fast jedem Ort fahren kann - egal wie hart und unvorstellbar der Spot auf den ersten Blick scheinen mag. Es ist die pure Kreativität gepaart mit atemberaubenden Aufnahmen der paradiesischen Landschaft in Costa Rica, die dieses Video so faszinierend machen.
Im Player weiter oben findest du das Video in voller Länge. Das exklusive Interview mit dem Mann der Stunde gibt es hier:
Warum wolltest du diese Reise durch Costa Rica machen?
Ich wollte den Menschen zeigen, wo ich herkomme. Nachdem ich viel im Ausland war und meine Heimat immer unterwegs repräsentiert habe, wurde mir klar, dass die Leute nicht viel über Costa Rica wissen. Das wollte ich ändern und es wurde zu einer persönlichen Mission. Außerdem ist es die beste Art, mich für die Unterstützung zu bedanken, die ich während meiner Profi-BMX-Karriere von Costa Rica und den Menschen hier erhalten habe.
BMX-Rider Kenneth Tencio während der Dreharbeiten zu seinem neuesten Projekt in Costa Rica.
Kenneth Tencio gönnt sich am Playa Manzanillo eine kurze Pause
Hast du die unterschiedlichen Stationen auf dem Roadtrip selbst ausgesucht? Und wenn ja, hatte einer dieser Orte eine besondere Bedeutung für dich?
Ja, die Orte habe ich ausgewählt. In Puerto Viejo und Manzanillo ist die Landschaft einfach wunderschön. Die beiden Orte repräsentieren die afrokaribische Kultur, die in diesem Land so reich und einzigartig ist. Als ich das erste Mal in diesem Teil Costa Ricas war, war ich verzaubert von der Schönheit der Umgebung hier. Ich stellte mir schon damals vor, dass ich an diesem Ort unbedingt ein paar Tricks machen will.
Der Zurquí-Tunnel war mir auch wichtig, denn hier verlässt man die karibische Seite Costa Ricas und fährt ins Landesinnere auf der Suche nach den Städten. Außerdem ist es ein berühmter Straßenpass (tatsächlich ist es der einzige Straßentunnel des Landes und er führt unter dem Hondura-Berg hindurch) und ich hatte das Gefühl, dass sich die meisten Costa Ricaner damit identifizieren können.
Die Stadt Cartago ist mein ursprünglicher Heimatort, also etwas ganz Besonderes für mich. Hier habe ich meine prägenden Jahre auf dem BMX verbracht, bis zu dem Punkt, an dem ich Profi wurde. Auf der pazifischen Seite ist Jacó in der Provinz Puntarenas der Ort, der sich in den letzten fünf Jahren zu meiner neuen Heimat entwickelt hat und wenn ich heute nach Costa Rica komme, bin ich hier.
BMX-Athlet Kenneth Tencio auf einem Ausflug mit dem Boot, während seines Roadtrips einmal quer durch Costa Rica.
Mit dem BMX aufs Boot
Für einige der Tricks in „De Costa a Costa" hast du natürliche Obstacles verwendet, die du in der Umgebung gefunden hast. War das alles geplant oder hat sich das einfach so ergeben?
Als wir das Projekt planten, hatten wir eine ungefähre Vorstellung davon, was wir tun wollten und fixierten gewisse Dinge. Aber wenn man unterwegs ist, gibt es viele Planänderungen und natürlich auch unbekannte Variablen, die man in einem tropischen Land mit der sich ständig verändernden Umgebung einfach nicht beeinflussen kann. Wenn das passierte, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen und diese Tricks konnte ich erst am Spot üben. Aber ich war mental darauf vorbereitet.
Gab es Momente, in denen du körperlich und mental an deine Grenzen gehen musstest?
Was ich an diesen Projekten am meisten mag, ist, dass sie mich auf die Probe stellen. Es gibt Momente, die nicht nur körperlich enorm anspruchsvoll sind, sondern auch mental unglaublich fordern. Zum Beispiel gibt es Tricks, die normalerweise nicht wirklich schwierig für mich sind, aber aufgrund der Wetterbedingungen oder anderer äußerer Faktoren waren sie es dann doch. Auch das Essen wurde manchmal verschoben, weil wir unter den besten Bedingungen weiterfilmen mussten.
An mehreren Orten zu drehen, bedeutet auch zusätzlichen Druck, aber wenn man das Ergebnis sieht, dann ist es das alles wert und man freut sich am Ende noch mehr.
Gibt es einen Trick, der eine Bewährungsprobe war und ganz besonders heraussticht?
Die meisten Tricks waren eine Herausforderung, denn einige sind zwar unter normalen Bedingungen relativ einfach für mich, wurden aber durch die anderen Umstände kompliziert. Bei diesen Tricks war es eine mentale Sache, weil ich wusste, dass ich zum Beispiel über eine Klippe ins Meer fallen kann.