Wintersports
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Was ist Langlauf?
Entgegen der landläufigen Meinung kann man auch auf flachen oder leicht hügeligen Pisten Spass beim Skifahren haben. Dafür sollte man aber besser auf Mini-Ski oder Snowboard verzichten. Die einfache Lösung hat einen Namen und ist seit 1924 sogar olympisch: Langlauf.
Natürlich ist die Ausrüstung eine andere (dazu später mehr). Langlauf bedeutet, sich auf einem eher flachen und präparierten Terrain vorwärts zu bewegen. Die Sportart stammt aus Norwegen, wo sie angeblich schon in der Antike erfunden wurde, um trotz Schnee lange Strecken zurücklegen zu können.
Seit den 1980er-Jahren erlebt die Disziplin einen grossen Aufschwung und hat inzwischen mehrere Varianten hervorgebracht.
Welche zwei Arten von Langlauf gibt es?
Es gibt zwei Arten von Langlauf. Die erste, der klassische Langlauf, ist eher für Anfänger geeignet. Die zweite, das Skating (auch Schlittschuhschritt genannt), richtet sich an Fortgeschrittene.
Klassischer Langlauf
Dank der anderen Bindungen beim Langlauf im Vergleich zum Alpinskifahren kann man die Ferse abheben. Wenn man geradeaus vorwärts läuft und ein Bein nach dem anderen bewegt, spricht man vom klassischen Langlauf (oder alternativem Schritt). Das ähnelt ziemlich dem Gehen und ist die Technik, die sich am besten für Anfänger eignet. Man kann auch den gleichzeitigen Stockeinsatz nutzen, um Schwung zu holen.
Langlauf Skating
Auch Schlittschuhschritt genannt, ist Skating die bevorzugte Technik der Profi-Biathleten. Der Name kommt von der Bewegung, die der der Eisläufer ähnelt. Vorwärts geht es durch einen Armschub, gefolgt von den Beinen. In der Regel entspricht ein Armschub zwei Beinbewegungen. Obwohl diese Technik anspruchsvoller ist, macht sie auch mehr Spass, weil sie dank der flüssigeren Bewegungen schneller ist.
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Was ist der Unterschied zwischen Nordischski und Langlauf?
Auch wenn der Begriff eher selten verwendet wird, ist es wichtig zu beachten, dass Nordischski und Langlauf zwei verschiedene Dinge sind. Tatsächlich umfasst der Nordischski mehrere Disziplinen wie Skispringen, Nordische Kombination, Biathlon und Langlauf.
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Was ist der Unterschied zwischen Langlauf und Skitouren?
Man könnte meinen, Langlauf und Skitouren seien einander ähnlich, dem ist aber nicht so. Wie oben bereits erwähnt, wird Langlauf auf präparierten und wenig steilen Loipen betrieben, was beim Skitourengehen nicht der Fall ist. Beim Tourengehen sind die Fersen wie beim Langlauf frei, können jedoch für die Abfahrt fixiert werden. Ein weiterer Unterschied: Beim Tourengehen bewegt man sich im unpräparierten Schnee. Grob gesagt, vereint das Skitourengehen Elemente des Langlaufs und der Abfahrt. Man steigt mit sogenannten Fellen (synthetisch) unter den Skis auf, nimmt sie am Gipfel ab und geniesst dann die Abfahrt wie ein gewöhnlicher Skifahrer abseits der Piste.
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Welche Ausrüstung braucht man für den Langlauf?
Zwischen klassischem Langlauf und Skating muss man sich rasch entscheiden, da das Material unterschiedlich ist. Beim klassischen Stil können sich die Füsse vor- und zurückbewegen, bleiben aber dennoch geführt, was beim Skating nicht der Fall ist. Zudem sind die Spitzen der Skis ausgeprägter. In der Regel ist ein klassischer Langlaufski 30 Zentimeter länger als die Körpergrösse, die Stöcke 30 Zentimeter kürzer.
Beim Skating können sich die Füsse frei auf der Sohle bewegen, was mehr Bewegungsfreiheit (und damit Geschwindigkeit) erlaubt. Die Skis sind 15 Zentimeter länger als die Körpergrösse, die Stöcke 20 bis 25 Zentimeter kürzer, und die Schuhe sind steifer als beim klassischen Stil, um das Sprunggelenk zu stabilisieren.
Jetzt wissen Sie alles! Es bleibt nur noch, das Reiseziel Ihrer Träume zu wählen, um den Schnee entweder im klassischen Stil oder im Skating zu geniessen. Um das beste Skigebiet zwischen Pyrenäen und Alpen zu finden, haben Sie die Qual der Wahl.