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Emil Johanssons 5 Gründe, warum Neuseeland das absolute MTB-Paradies ist

Der Slopestyle-Zauberer aus Schweden übertrifft im neuesten Edit alle Erwartungen und zeigt, warum Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel unbedingt auf deiner Bucket-List stehen sollte.
Autor: Hanna Jonssonveröffentlicht am
Manche Dinge sind das Warten wert. Zum Beispiel in einer der atemberaubendsten und beeindruckendsten MTB-Regionen der Welt fahren zu können. Der MTB-Senkrechtstarter aus Schweden, Emil Johansson, hat drei Reisen in das wunderschöne Neuseeland unternommen und dort mit seinem Bike einige der besten und spektakulärsten Trails und Locations erkundet. Mittlerweile wurde er vom Land und seiner Landschaft völlig eingenommen und er hat nach seinem Aufenthalt in und um Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel noch immer nicht genug.
Pure MTB-Magie von Emil Johansson in Queenstown gibt es im Video etwas weiter oben zu bestaunen.

Eine Reise nach Neuseeland ist die Mühe wert

Johansson reiste in der Vergangenheit nach Neuseeland, um sowohl 2017 als auch 2019 am Crankworx Rotorua Slopestyle-Wettbewerb teilzunehmen. Unterschiedliche Umstände sorgten dafür, dass Johansson aber schließlich überall anders als auf dem Rotorua-Kurs fahren konnte.
Ein Porträt von Emil Johansson in der Nähe von Queenstown in Neuseeland im März 2020.
Johansson tief beeindruckt von der wunderschönen Umgebung auf der Südinsel
Es war im Jahr 2017 als Johansson zum ersten Mal an Crankworx Rotorua teilnahm, seinem zweiten Crankworx Slopestyle-Wettbewerb überhaupt - sein Fokus lag also nur auf dem Contest. 2018 schaffte er es aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht nach Neuseeland. Ein Jahr später hatte er dann einen bösen Crash im Training in Rotorua, brach sich dabei ein paar Rippen, erlitt eine Gehirnerschütterung, und musste in der Folge zusehen. Er sollte eigentlich gemeinsam mit seinem schwedischen Landsmann Martin Söderström nach Queenstown kommen, um „Ride with the Swedes" zu drehen, konnte aber aufgrund der Verletzungen nicht fahren und somit nichts anderes machen, als Söderströms epische Lines aus sicherer Entfernung zu beobachten.
„Es war richtig hart, nur zusehen zu können. Ich war so lange nicht mehr im Sattel und musste unbedingt zurückkommen und tatsächlich fahren," erklärt Johansson.
Emil Johansson und sein MTB-Partner bei einem Spaziergang durch Neuseelands pittoreske Landschaft im März 2020.
In und um Queenstown liegt das Paradies
Nach seinem historischen Triumph 2020 beim Crankworx Rotorua Slopestyle-Contest war es schließlich so weit: Johansson reiste auf die Südinsel Neuseelands, um einige der außergewöhnlichsten und verrücktesten Lines zu testen.
Den historischen Crankworx-Run gibt es als Replay im Video darunter:
MTB · 3 Min
Emil Johanssons Slopestyle Run – Rotorua 2020
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Queenstown ist der Stoff, aus dem MTB-Träume sind

Natürlich findet man im gesamten Land unglaubliche Spots. Wenn man aber zum ersten Mal in Neuseeland ist, ist die Region um Queenstown der perfekte Ort für den idealen Start - Spots gibt es dort nämlich im Überfluss.
Queenstown hat einfach alles.
Emil Johansson poses for a portrait during training at the Crankworx FMBA Slopestyle World Championship 2020 Stop 1 in Rotorua, New Zealand on March 05, 2020.
Emil Johansson
Mountainbike Freeride/Slopestyle
Johansson erklärt: „Queenstown hat einfach alles. Es gibt den Downhill-Bikepark „Skyline" mit einer Gondel, die dich ganz nach oben bringt. Dort wartet dann das BMX- und Dirtjump-Paradies „Gorge Road", das von Locals betreut wird. Außerdem habe ich noch die „Frew Farm" besucht, ein absoluter Traum, den man aus unterschiedlichen MTB-Filmen kennt. Und dann gibt es natürlich noch die völlig verrückten Trails in den umliegenden Hügeln der Stadt. Es ist wirklich für jeden etwas dabei!"
MTB-Rider Emil Johansson performed auf den Gorge Road-Jumps in Queenstown, Neuseeland, im März 2020.
Emil Johansson auf seinem Lieblingsspielplatz „Gorge Road"

Uneingeschränkte Bike-Möglichkeiten

Für die Reise nach Neuseeland brachte Johansson ein Slopestyle-Bike und eine Downhill-Bike von seinem Radsponsor Trek mit, wünschte sich aber, mehr mitgenommen zu haben, um alle Möglichkeiten richtig auszuloten.
Vor allem in Queenstown und in Neuseeland im Allgemeinen sind dem Mountainbiken keine Grenzen gesetzt.
Emil Johansson poses for a portrait during training at the Crankworx FMBA Slopestyle World Championship 2020 Stop 1 in Rotorua, New Zealand on March 05, 2020.
Emil Johansson
Mountainbike Freeride/Slopestyle
„Das Fantastische am Mountainbiken ist, dass man sich nicht auf eine bestimmte Disziplin beschränken muss," erklärt Johansson. „Wenn es einmal regnet und man keine Dirtjumps fahren kann, schnappt man sich einfach das Downhill-Bike und brettert die Downhill-Trails hinunter. Oder wenn es zu windig ist für die richtig großen Jumps, begibt man sich einfach in den Wald auf die technisch anspruchsvolleren Strecken. Vor allem in Queenstown und in Neuseeland im Allgemeinen sind dem Mountainbiken keine Grenzen gesetzt."
MTB-Rider Emil Johansson zeigt einen Slopestyle-Trick in Queenstown, Neuseeland, im März 2020.
Emil fühlt sich auf dem DH-Bike genauso wohl

Es ist so friedlich

Natürlich hat Neuseeland noch mehr zu bieten als einige der besten und spektakulärsten Spots, wie zum Beispiel eine unvergleichliche Bike-Kultur, vielfältige Landschaften und die einzigartige Herzlichkeit der Locals. Eine Sache, die Johansson besonders aufgefallen ist, ist, dass man in Neuseeland nicht auf Tiere stößt, die eine Gefahr für den Menschen darstellen. Für Rider aus Mitteleuropa ist das mit Sicherheit ein beruhigendes Detail.
„Neuseeland hat etwas an sich, das mich an meine Heimat erinnert. Die enorme Weite, die weit auseinander liegenden Ortschaften, die Stille. Natürlich ist Schweden nicht so exotisch, ich weiß auch nicht, was es genau ist, aber es erinnert mich einfach an meine Heimat," meint Johansson.
Panorama in der Nähe von Queenstown in Neuseeland, im März 2020.
Nicht wie zu Hause, aber trotzdem irgendwie zu Hause

Man kann nicht abreisen, ohne etwas zu hinterlassen

Johanssons ursprünglicher Plan für die Zeit nach Crankworx Rotorua war es, die Dreharbeiten für eine bereits geplantes Projekt in Angriff zu nehmen. Doch dann kam plötzlich der weltweite Shutdown mit seinen Reisebeschränkungen und das Projekt musste abgesagt werden.
„Ich beschloss, das Beste aus der Situation zu machen. Ich freute mich unglaublich darauf, zum ersten Mal seit Ewigkeiten draußen in der Natur fahren zu können (wegen des schwedischen Winters). Deshalb war ich auch so heiß darauf, einen ganz besonderen Edit zu machen."
MTB-Rider Emil Johansson im Gespräch mit dem Filmer in Queenstown, Neuseeland, im März 2020.
Wenn die Dinge nicht nach Plan verlaufen, braucht es einen Plan B
In Queenstown gibt es eine unvergleichliche Bike-Community und unzählige Rider, die richtig gut sind. Johansson nahm schnell Kontakt mit zwei Filmern aus der Region auf und bekam dadurch Zugang zu einem privaten Trail. Das Trio machte sich dann auf den Weg, um ein paar Tage zu filmen und das Beste aus der seltsamen Situation zu machen. Das Ergebnis? Ein atemberaubender und beeindruckender MTB-Edit, bei dem Johansson zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist und dass er viel mehr ist als nur ein Slopestyler.
„Das war ein Schritt, den ich schon eine ganze Weile machen wollte. Ich liebe MTB in all seinen Facetten, vor allem mein Downhill-Bike. Es ist schön, mehr als nur Slopestyle im Auge zu haben."
MTB-Rider Emil Johansson mit einem Slopestyle-Trick über einen Dirtjump in Queenstown, Neuseeland, im März 2020.
Mountainbiken von früh bis spät
Falls du es noch nicht gemacht hast, ist es nun wirklich an der Zeit, auf Play zu drücken und Emil in seiner natürlichen Umgebung auf dem Bike in Neuseeland zu bestaunen. Wenn du jemals selbst die Gelegenheit bekommst nach Neuseeland zu reisen, solltest du die Chance unbedingt nutzen - nach dem Video, wirst du wissen warum!
Außerdem kannst du Emil Johansson schon bald live in Action verfolgen, wenn er beim Crankworx Innsbruck Slopestyle-Contest durch die Lüfte fliegt. Sei live dabei - am 03. Oktober exklusiv auf Red Bull TV!