Ryan Sheckler
© Ryan Taylor
Skateboarding

So wird man zum Profi-Skateboarder

Du willst wissen, wie man Pro-Skater wird? Wir haben alle Infos und Facts, wie du den Aufstieg im Skate-Business schaffen kannst!
Autor: Zane Foley / Clemens Burghofer
4 min readUpdated on
Heute wie früher sind Board-Firmen von ihren Pros abhängig, denn sie sind es, die mit ihren Skills Leute dazu animieren, ihre Boards zu kaufen. Schon in den 1960er-Jahren wurden die talentiertesten und krassesten Skater:innen von den grössten Brands im Business unter Vertrag genommen, um für die jeweilige Marke an Contests teilzunehmen.
Als sich der Sport weiterentwickelte, ging es wirtschaftlich gesehen immer noch in erster Linie um den Verkauf von Boards, aber die Brands legten nun auch vermehrt den Fokus auf Marketing. Während der gesamten Ära der Z-Boys waren Contests das wichtigsten Werbemittel, neben Foto-Ads in Skate- und Surfmagazinen. In den 1980er-Jahren drehte sich der Spiess dann um.

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Was bedeutet es, Pro-Skater zu sein? In der Episode von "Pushing Forward" erfährst du aus erster Hand, wie das Leben als Pro aussieht.

12 Min

Skateboard-Profi werden

Was bedeutet es, im Jahr 2023 ein:e Profi-Skater:in zu sein? Wir erfragen, was dieser Status im Zeitalter der sozialen Medien bedeutet.

Portugiesisch +2

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Auf der Suche nach Anerkennung

Print und Video wurden immer wichtiger und Pro-Skater:innen wurden nicht mehr daran gemessen, wie viele Contests sie gewannen, sondern in wie vielen Parts und auf wie vielen Covers sie zu sehen waren. Je mehr Footage, desto besser, lautete die Devise! Videos und Magazine hatten den grossen Vorteil, dass Teenager auf der ganzen Welt ihre Idole bestaunen konnten. Dazu mussten sie nur eine VHS einlegen oder die Magazine durchblättern.
Viele der bekanntesten Pros wurden von anderen Skater:innen entdeckt und in die Industrie eingeführt. Oft waren es zufällige Begegnungen, wie Tony Hawk, der Andrew Reynolds entdeckte, oder Jamie Thomas, der erstmals auf Elissa Steamer aufmerksam wurde. Manchmal waren es aber auch Contests, bei denen sich Skater buchstäblich ins Rampenlicht katapultierten. Beweisstück A: Felipe Gustavo, der 2007 Tampa Am gewann und über Nacht zum Superstar avancierte.
Ein Skateboarder beim Filmen einer Line.

Clips, Clips, Clips, lautet die Devise im Skate-Business

© Lukas Wagneter/Red Bull Content Pool

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Der next Step

Nach der Entdeckung bekommen Skater:innen in der Regel Kisten und Pakete mit Produkten von ihren Sponsoren zugeschickt, darunter Decks, Trucks, Wheels und natürlich Kleidung. Die Skater:innen repräsentieren damit die Brand und sorgen mit ihren Videos und Fotos dafür, dass sie auf der ganzen Welt gesehen wird. Im Skater-Jargon nennt man diesen Zustand "flow", was bedeutet, dass man Produkte erhält, aber noch kein Geld verdient. Zusammen bilden die Skater:innen das Team einer Marke, von denen eine Handvoll eingeladen wird, auf Tour zu fahren und Demos zu veranstalten. Wenn die Assoziation mit der Marke irgendwann stark genug ist, werden Skater:innen häufig zum Pro befördert. In der Regel heißt das, dass man seine eigene Board-Grafik mit Namen und Geld von der Marke bekommt.
Obwohl sich die Art und Weise, wie Skater:innen zu Pros werden, im Laufe der Zeit verändert hat, hat sich nichts daran verändert, dass dieser oben beschriebene Weg zum Profistatus der ist, der nach wie vor am meisten respektiert wird. Diese brennende Leidenschaft ist das Herzstück des Skateboardens und wird es wohl immer bleiben.
Team St Louis bei einem Trip für Red Bull Interskate in Chicago, Illinois, USA.

Als Pro-Skater ist man viel unterwegs

© Ryan Taylor/Red Bull Content Pool

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Wie viel verdient man als Pro?

Pro-Skater:innen wurden immer schon von ihren Sponsoren und aus den Einnahmen der Contests bezahlt. Während diese Mechanismen weitgehend gleich geblieben sind, hat sich die Landschaft in der Industrie dramatisch verändert. Neue Formen der Unterhaltung wie Podcasts, Reality-TV, Videospiele, Filme und Social Media haben enorm dazu beigetragen, dass Profi-Skater:innen heute berühmter sind als je zuvor.
Aber das gilt natürlich nur für einen winzigen Bruchteil der Community. Man geht davon aus, dass Pros durchschnittlich 1.000 bis 3.000 Dollar im Monat verdienen. Die Top-Pros nehmen bis zu 10.000 Dollar im Monat ein, aber das sind nur die oberen 10 %. In der Community erhoffen sich viele, dass durch die Aufnahme zu den Olympischen Spiele auch finanziell ein Boost folgen wird. Bei einem Beruf, der aus reiner Leidenschaft entstanden ist und bei dem es eigentlich nie wirklich ums Geld ging, ist das allerdings schwer zu prognostizieren.
Skateboard-Decke mit Red Bull-Logo im Detail.

Skateboard-Räder im Detail.

© Fine Lines / Red Bull Content Pool

Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass Skateboarder:innen einige der speziellsten und fähigsten Individuen auf unserem Planeten sind -- jede:r Einzelne von ihnen ein einzigartiges Mosaikstück in der magischen Welt der Skateboardindustrie.

Teil dieser Story

Felipe Gustavo

The street skating technician who won Tampa Am as an unknown and a member of Brazil's first-ever national team, Felipe Gustavo is one of the most consistent skaters in the game today.

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten

Pushing Forward

Erlebe die komplexe Welt des Skateboardens aus Sicht der Athleten.

3 Staffel · 11 Folgen