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Der einfachste Einstieg in Virtual Reality: Die Sony PlayStation VR2
Die VR-Brille für die PlayStation 5 ist ein starkes Upgrade zu seinem Vorgänger. Wir haben uns die PlayStation VR2 einmal genauer angesehen.
Virtual Reality ist immer noch eine Randerscheinung im Gaming. Eine große Herausforderung, mit der sich VR konfrontiert sieht, ist die Einstiegshürde vieler interessierter Gamer. Zu der Anschaffung einer VR-Brille kommt meist noch der Umstand, dass diese einen entsprechenden PC benötigen, um brauchbar genutzt werden zu können.
Sony hat mit der PlayStation VR im Jahr 2016 versucht, Virtual Reality zugänglicher zu machen. Allerdings war hier ein komplettes Arsenal aus altem PlayStation-Zubehör notwendig, um das volle Potenzial der VR-Brille zu nutzen. Auch technisch war die Sony-Lösung leider weit hinter der Konkurrenz.
Mit dem Release der PlayStation VR2 versucht sich Sony erneut an dieser Mission. Die PSVR2 ist einfacher zu nutzen, technisch weiter fortgeschritten und rundum ein wesentlich solideres Paket als sein Vorgänger. Wir haben die VR-Brille für euch ausgepackt.
22 Min
Dilemma des Träumers
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VR in simpel: Einfach einstecken und loslegen!
Die PlayStation VR2 kommt mit allem, was ihr braucht, um direkt loszulegen. Während die erste Version der VR-Brille, welche erstmals für die PlayStation 4 erschienen ist und noch ein Gerüst aus mehreren PlayStation-Produkten benötigt, um zu funktionieren, ist hier zum Glück alles etwas kondensierter.
Das Paket enthält:
- Die PSVR2-Brille mit verbauten USB-C-Kabel
- 2 Sony PSVR2-Controller inklusive einem USB-C-Ladekabel
- Stereo-Kopfhörer mit zusätzlichen In-Ear-Adaptern
An der Brille sieht man direkt zu zahlreichen Kameras, die dafür sorgen, dass das Gerät wesentlich komfortabler ist, als sein Vorgänger.
Anschluss der VR2
Der Anschluss der PlayStation VR2 ist dementsprechend unkompliziert. Ihr schließt die Brille mit dem daran verbauten USB-C-Kabel an der Konsole an und schaltet sie ein. Mehr muss nicht passieren. Die Zeiten, in denen mehrere HDMI-Kabel und eine PlayStation-Kamera eingesetzt werden müssen, sind zum Glück vorbei.
Sofort startet die Setup-Software der PSVR2, die euch durch die ersten Schritte führt. In diesem Rahmen müsst ihr auch eure Controller mit der Konsole synchronisieren, bevor ihr dann zum ersten Mal die Brille aufsetzen könnt.
Bildqualität und Individualisierung
Und hier zeigt sich direkt der gigantische Unterschied zum Vorgängermodell. Zum einen ist die Bildqualität bedeutend besser. Aber auch der Tragekomfort und die Möglichkeit die Brille für die eigenen Augen einzustellen ist der ersten PlayStation VR deutlich überlegen. Zudem bekommt man auch direkt einen Eindruck über die neuen Features: Während des Setups filmen die Kameras an der Aussenseite der Brille die Umgebung und geben diese Infos direkt an euch weiter. Ihr seht also, als hättet ihr keine VR-Brille auf.
Augumented Reality für mehr Sicherheit
Dabei arbeitet die PlayStation VR2 mit Augmented Reality, um zum Beispiel anzuzeigen, wo eure Controller liegen. Anschließend wird diese Technologie dafür genutzt, euren Raum zu scannen und zu erkennen, wo sich Tische, Stühle und andere Hindernisse befinden. Anhand dieser Informationen wird dann eine Play-Area für euch definiert, in der es sicher ist, sich aufzuhalten. Diese wird dann auch entsprechend für Spiele übernommen.
Diese Funktion hat bei unserem Test einwandfrei funktioniert. Couch, Beistelltisch und sogar Katzenspielzeuge wurden erkannt und die Play-Area darum herum aufgebaut. Anschließend kann man diesen Bereich auch noch mit den Controllern bearbeiten und nach Belieben, wie mit einem Pinsel, vergrößern oder verkleinern. Traumhaft, wenn man lediglich die erste PlayStation VR-Brille gewohnt ist, bei der sich der Spielbereich durch den Blickwinkel der PlayStation Kamera definiert hat.
VR Augen-Tracking
Auch das Tracking der Augen funktioniert problemlos. Die PlayStation VR2 erkennt nach einer initialen Kalibrierung jederzeit, wohin ihr gerade schaut. Das sorgt dafür, dass das Auswählen von Menüpunkten oft noch einfacher ist, als zuvor. Ein einfacher Blick und Tastendruck - schon habt ihr, was ihr wollt.
Spielerlebnis: Weniger Aufwand, mehr Spaß
Das Spielerlebnis der PlayStation VR2 hängt natürlich stark davon ab, welches Game ihr damit testet. Wir haben unterschiedliche Titel ausprobiert und müssen sagen, dass die Qualität wirklich ein großer Sprung zum Vorgänger ist. Die Klarheit des Bildes ist so viel besser, dass sich die PSVR2 auch vor den Brillen der Konkurrenz nicht verstecken muss. Wer bei der Benutzung von VR-Brillen allerdings gerne mal unter Motion-Sickness leidet, dieses Problem kann auch das Sony-Gerät nicht lösen.
Fazit: Einfacheres Setup als beim Vorgängermodell
Eines der größten Probleme der ersten PlayStation VR war einfach der unsagbare Haufen an Peripherie, Kabel und Platz, welchen die Brille benötigt hat, um zu funktionieren. Allein das Setup hat hier meist so viel Aufwand gekostet, dass man die Lust daran verloren hat, diesen Schritt zu gehen. Die PSVR2 löst das gekonnt damit, dass man sie wirklich einfach einstecken und loslegen kann. Da man nicht mehr an die Spielfläche gebunden ist, welche von der PlayStation Kamera gesehen wird, macht die Brille auch so viel flexibler als der Vorgänger.
Einziger Wermutstropfen: Eure Spiele, die ihr für die erste PlayStation VR gekauft habt, sind mit der VR2 nicht kompatibel. Hier müsst ihr warten, bis es (meist kostenpflichtige) Updates auf die PlayStation 5-Version der Titel gibt.
ABER mit dem Release der VR2 gibt es auch eine Reihe neuer Spiele, die es absolut wert sind auszuprobieren. Hier findet ihr eine Übersicht der besten Spiele für die VR2.