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MTB-Lexikon: Das sind die wichtigsten Fachbegriffe für Red Bull Rampage
Du bist kein Mountainbike-Experte, willst aber wie einer klingen? Hier ist eine Liste mit den am häufigsten verwendeten Begriffen und Tricknamen - perfekt zur Vorbereitung auf Red Bull Rampage.
Red Bull Rampage ist das größte und spektakulärste Freeride-MTB-Event der Welt und dementsprechend umfangreich ist auch das Repertoire an Fachbegriffen. Aber keine Sorge, wir sind hier, um dir einen Überblick über das MTB-Vokabular und die am häufigsten verwendeten Tricknamen zu geben. Viel Spaß mit dem Red Bull Rampage-Lexikon.
Die gute Nachricht: Red Bull Rampage anschauen, macht auch ohne großes Vorwissen unheimlich Spass! Also, los geht's.
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360/720
Dabei handelt es sich um die Drehung bei einem Trick -- ein 360 ist also eine vollständige Umdrehung, ein 720 zwei. Drehungen können auch zu "Corks" werden, wenn die Drehung außerhalb der Achse erfolgt, wie bei einem Korkenzieher.

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Erlebe Cam Zinks preisgekrönten 360 Drop
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Bail
Das Abspringen vom Bike, um einen Sturz zu vermeiden. Normalerweise passieren Bails, wenn der Rider und das Bike in der Luft sind -- etwas, das bei Rampage häufig passiert.
Blowout
Wenn das Bike so hart am Boden aufschlägt, dass sich der Reifen von der Felge löst -- nicht gut!
Booter
Ein großer Sprung, bei dem ein Rider maximales Commitment zeigen muss. Der Begriff kann sich aber auch auf ein künstliches Feature beziehen, das dazu dient, die Fahrer beim Absprung noch höher in die Luft zu befördern. Solche Booter hat man in der Vergangenheit häufig bei Red Bull Rampage erlebt.
Bottoming-out
Wenn man bei der Landung das Federungslimit erreicht. Beim "Hard-Bottom-out" wird dabei bis zum unteren Ende des Federwegs durchgeschlagen. Beim "Soft-Bottom-out" erreichen die Rider die Grenze nur sanft.
Buckled-Wheel
Wenn sich das Laufrad unter Belastung verbiegt spricht man aufgrund der Form häufig von einem Achter. Dabei kann es sein, dass das Rad nicht mehr durch die Gabel passt, oder die Stabilität verliert. Die meisten Rider verwenden deshalb überdimensionierte Wheels, um genau das zu vermeiden.
Can-Can
Ein Trick oder Zusatztrick, bei dem der Rider einen Fuß vom Pedal nimmt und ihn auf die andere Seite des Bikes wie eine Can-Can-Tänzerin kickt. Brandon Semenuk zeigt Can-Cans gerne in Kombination mit Backflips und anderen Tricks, um noch mehr Style zu demonstrieren.
Brandon Semenuk mit einem seiner Signature-Tricks - dem Can-Can
© Christian Pondella/Red Bull Content Pool
Canyon-Gap
Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um einen Mega-Sprung über einen Canyon. Das Canyon-Gap ist eines der wichtigsten Features der aktuellen Rampage-Location. Die Anfahrt zum Sprung ist sketchy und vor allem die Landung erfordert unglaubliche Skills, um einen schweren Sturz zu vermeiden.
Brendan Faircloughs Backflip bleibt uns noch lange in Erinnerung.
© Peter Morning / Red Bull Content Pool
Case
Wenn ein Rider nach einem Sprung oder Drop zu kurz landet und dadurch einen besonders harten Impact hat.
Chundery
Eine Strecke wird als "chundery" bezeichnet, wenn sie aus viel Fels, losem Dirt und Geröll besteht, was die Traktion erschwert.
Chute
Ein schmale Felsrinne, in die die Rider hineindroppen und hinunterfahren. Sie sind eine gute Möglichkeit, Speed zu generieren, aber aufgrund der unzähligen Felsen ist kein Platz für Fehler.
Das ist Rampage pur: Ein Trick von einer Klippe in eine vertikale Rampe
© Peter Morning/Red Bull Content Pool
Combo
Dabei werden mindestens zwei oder mehr Tricks in einer Bewegung ausgeführt, während der Rider in der Luft ist. Normalerweise sieht man Combos eher bei Slopestyle-Contests, aber auch bei Rampage werden Combos immer beliebter. Der unumstrittene Combo-King ist Emil Johansson.
Dialled
Wird verwendet, um eine perfekt ausgeführte Rampage-Line zu beschreiben.
Downside
Ein Gefälle, das in der Regel auf einen Sprung oder einen Drop folgt und es dem Rider ermöglicht, Geschwindigkeit aufzubauen.
Drop
Wenn ein Rider von einem flachen Take-Off vertikal nach unten abhebt.
Dropping-in
So beginnt jeder Rampage-Run. Wenn ein Rider aus dem Stand aus der Rampage-Starthütte ganz oben am Berggipfel loslegt.
Feature
Bei Features handelt es sich um Hindernisse, die die Rider auf einer Strecke überwinden müssen. Bei der Rampage sind das zum Beispiel Sprünge, Drops oder steile Felsrinnen. Features können natürlich, aber auch künstlich angelegt sein. Früher gab es bei der Rampage noch künstliche Features wie den Oakley Sender, mittlerweile verzichtet man jedoch auf diese Art von Features.
Flips - back und front
Ein Flip, egal ob Backflip oder Frontflip, ist einer der beliebtesten und häufigsten Tricks bei der Rampage. Bei einem Flip dreht sich der Rider mit seinem Bike in einer vollen Drehung nach vorne oder hinten, bis er sich wieder in der ursprünglichen Position befindet.

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Hucking
Ähnlich wie "sending", aber dieser Begriff bezieht sich im Allgemeinen auf Drops. Man kann auch "huck to flat" sagen, was das Landen aus großer Höhe auf flachen Untergrund meint. Nicht gut für die Rider oder ihre Bikes -- sanft zu landen ist immer besser.
Landing
Zonen und Rampen, die den Wechsel aus der Luft zum Boden ermöglichen. Durch den Bau dieser Rampen werden größere Sprünge möglich.
Flow
Wenn ein Rider das Gefühl hat, dass alles auf seiner Line smooth läuft.
Gap Jump
Ein Sprung, bei dem zwischen dem Abheben und der Landung eine große Distanz zu überwinden ist.
Gnar/Gnarly
Ein Begriff, der vor allem im MTB verwendet wird, um eine Strecke oder eine Freeride-Line zu beschreiben, die extrem schwierig, gefährlich und aufregend ist.
Hip Jump
Ein Hip Jump ermöglicht es dem Rider, die Richtung in der Luft zu ändern, weil Absprung und Landung bei Hip Jumps nicht in einer Linie zueinander laufen. Man springt sozusagen eine Kurve.
Kicker
Ein in der Regel künstlicher Sprung, bei dem die Rider große Höhen erreichen und damit mehr Zeit in der Luft haben.
Line
Die Abfolge von Sprüngen, Drops und Transitions, die ein Fahrer auf seinem Weg nach unten zeigt.
Oppo/Opposite
Ähnlich wie Linkshänder und Rechtshänder haben auch MTB-Rider eine Präferenz, in welche Richtung sie ihre Tricks lieber drehen. Wenn ein Fahrer einen Trick in die entgegengesetzte Richtung dreht, spricht man von "opposite".
Ridgeline
Enger, felsiger Singletrail auf einem Berghang. Ridgelines werden bei der Rampage ständig befahren, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt.
Riding loose
Wenn ein Rider scheinbar unkontrolliert und voll am Limit fährt, aber das Bike dennoch beherrscht.
Rock roll
Schnell erklärt: Ein großer Fels oder eine Felsplatte, die die Rider befahren, um auf einen anderen Teil ihrer Line zu gelangen.
Scrub
Hier springt der Rider so niedrig wie möglich und in einem Winkel über einen Jump. Sieht sehr stylisch aus, wenn es gut gemacht ist.
Sending
Im Grunde eine andere Art "tun" zu sagen. "Sending" wird häufig verwendet, wenn Rider bei heftigen Features alles in die Waagschale werfen.
Steezy
"Steezy" sagt man dann, wenn ein Rider extrem stylisch unterwegs ist und es leicht aussehen lässt.
Step-Down
Wenn sich ein Fahrer von einem höher gelegenen Teil des Berges durch die Luft in einen niedrigeren Teil des Berger befördert.
Step-Up
Das Gegenteil zum Step-Down. Ein Sprung, bei dem die Landung höher liegt als der Absprung.
Stoked
Ein Begriff, der aus dem Actionsport stammt und allgemeine Aufregung und Glücksgefühle beschreibt.
Stoppie
Das Gegenteil eines Wheelies, bei dem das Hinterrad angehoben und auf dem Vorderrad gefahren wird. Bei der Rampage sieht man Stoppies häufig, wenn die Rider mit hoher Geschwindigkeit in den Zielbereich kommen und noch ein letztes Mal zeigen wollen, was sie draufhaben.
Superman
Wenn ein Rider die Beine vom Bike nimmt und seinen Körper dahinter ausstreckt, wie Superman. Szymon Godziek ist berühmt dafür.
Take-Off
Die Zone, die die Rider bei einem Sprung abheben lässt.
Washout
Wenn die Fahrt eines Riders unfreiwillig mit einem Sturz endet, weil die Reifen aufgrund der Geländebedingungen oder aufgrund einer schlechten Landung nach einem Sprung den Grip verlieren.
Whip
Ähnlich wie der Scrub ist auch der Whip eine stylische Sprungtechnik. Dabei dreht der Rider Bike und Körper in einem Winkel über einen Sprung. Im Gegensatz zum Scrub zeichnet sich der Whip durch einen hohen Luftstand aus.
Noch mehr Details und Erklärungen zu den häufigsten Tricks im MTB-Freeriding und Slopestyle findest du hier.
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