In zwei Wochen startet die MotoGP in die Saison 2014, der Saisonauftakt wird auf dem Losail International Circuit von Katar gefahren. Dabei mussten die Organisatoren noch einmal umdenken und in der Königsklasse auf zwei Rädern eine dritte Kategorie einführen. Vor dem Saisonstart haben wir hier noch mal alle Fakten zusammengetragen...
Werks-Teams
Was sind sie?
Die 'Crème de la Crème'. Komplette Prototypen, allerdings mit einigen Entwicklungseinschränkungen.
Wer sind sie?
Von den 23 Motorrädern der 2014er Startaufstellung, werden nur acht unter Werks-Regularien antreten:
Repsol Honda - Marc Márquez & Dani Pedrosa
Movistar Yamaha - Jorge Lorenzo & Valentino Rossi
LCR Honda - Stefan Bradl
Go&Fun Honda Gresini - Álvaro Bautista
Monster Yamaha Tech 3 - Bradley Smith & Pol Espargaró
Motoren
An den Werks-Maschinen dürfen nur noch fünf Motoren in der gesamten Saison eingesetzt werden, diese werden zum Saisonstart versiegelt und dürfen weder weiterentwickelt, noch mit Updates versehen werden.
Sprit
Die Werks-Piloten müssen mit 20 Litern pro Rennen auskommen. Auf einigen Strecken, die den Sprit nur so aus dem Tank saugen, dürfte dies das ein oder andere Problem bereiten.
Elektronik
Werks-Teams müssen die Standard-Magneti Marelli Zündbox nutzen, dürfen dabei aber ihre eigene Software entwickeln und einsetzen.
Tests
Erlaubt sind die eintägigen Tests während der Saison in Jerez, Montmelo und Brünn, sowie weitere fünf Tage. Insgesamt also acht Tage.
Open Teams
Was sind sie?
Open-Teams sind die Nachfolger der CRT-Mannschaften. Diese Klasse soll mehr Motorräder und Fahrer mit weniger Budget als die Werks-Mannschaften begeistern. Open-Teams haben einige Vorteile, wie unten beschrieben.
Wer sind sie?
Die 15 weiteren Maschinen, die die Startaufstellung bilden. Am bekanntesten ist dabei 2014 Ducati! Die Italiener haben die neuen Regeln zu ihrem Vorteil interpretiert, um die kränkelnde Desmosedici auch während der Saison weiterentwickeln zu können. Daher werden Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow dieses Jahr auf Open-Maschinen in die Saison starten.
Motoren
12 pro Saison, keine Einschränkungen bei der Entwicklung. Diese Möglichkeit, während der Saison am Herzen der Motorräder arbeiten zu können, war es, was Ducati zu diesem Schritt in die Open bewegt hat.
Sprit
Großzügige 24 Liter werden die Open Teams zur Verfügung haben - und damit weniger Sorgen auf eine Renndistanz, dafür aber auch mehr Gewicht am Start.
Elektronik
Es muss, neben der Standard-ECU von Magneti Marelli, auch die Einheits-Software verwendet werden, die von der Dorna bereitgestellt wird.
Reifen
Open Teams erhalten eine zusätzliche Reifen-Mischung als Option, diese wird weicher sein. Damit können auf eine schnelle Runde bessere Zeiten abgedrückt werden, allerdings dürfte es über eine Renndistanz Probleme mit der Haltbarkeit geben.
Tests
Die Beschränkungen bei den Tests liegen für Open-Teams nicht in der reinen Zahl der Tage, sondern darin, wie viele Tests sie aus den maximal zur Verfügung stehenden 120 Reifen pro Fahrer machen können.
Werk2-Teams
Was sind sie?
Hier gilt es genau aufzupassen: Erreicht ein Open-Team a) einen Sieg im Trockenen, b) zwei zweite Plätze oder c) drei dritte Plätze während einer Saison, so wechselt diese Mannschaft direkt in den „Werk2“-Status. Das ist im Prinzip nichts anderes, als eine kleine Bühne zwischen Open und Werk.
Warum?
Diese Entscheidung ist eine schnelle Antwort auf Ducatis Wechsel in die Open, um insgesamt eine Fairness zu wahren. Ducati kann aus der Standard-ECU und Software dank der herrschenden Infrastrukturen und des Personals das Maximum herausholen. Die meisten anderen Open-Teams sind dank des ihnen zur Verfügung stehenden Budgets eingeschränkt.
Wer sind sie?
Im Moment niemand. Sollten aber die oben genannten Resultate eingefahren werden, werden diese Teams automatisch in den Werk2-Status wechseln.
Motoren
Reduzierung von 12 auf 9 Stück.
Sprit
Senkung von 24 Liter auf deren 22,5.
