Ski Snowboard

Thomas Dreßen triumphiert nach Knieverletzung in Lake Louise

© Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool
Autor: François Thomazeau
Der Deutsche setzt sich haarscharf gegen seinen italienischen Rivalen Dominik Paris durch und startet stark in die neue Saison.
Auf den Tag genau ein Jahr nach der schweren Knieverletzung von Beaver Creek feiert Thomas Dreßen am vergangenen Samstag ein perfektes Comeback. In beeindruckender Manier gewinnt er den Abfahrts-Auftakt der FIS Weltcupsaison 2019/2020 in Lake Louise.
Vergangenes Jahr landete Dreßen bei Top-Speed in den Sicherheitsnetzen und zog sich einen Bänderriss im rechten Knie zu. Das war das Ende der Saison 2018/2019.
Thomas Dreßen bei der Abfahrt in Beaver Creek, USA am 29. November 2018.
Der fatale Crash letztes Jahr in Beaver Creek beendete Dreßens Saison
Dieses Mal flog Dreßen buchstäblich über die schwierige Strecke und kam mit einer Fabelzeit von 01:46.81 nur 00.02 Sekunden vor seinem italienischen Kontrahenten Domink Paris über die Ziellinie.
Die beiden Schweizer Carlo Janka und Beat Feuz teilen sich nach starker Trainingsleistung von Janka ex aequo Rang 3. Feuz bringt sich mit dem Resultat in Position zur Verteidigung seines Titels aus dem Vorjahr.
Am Tag meines Comebacks zu gewinnen ist einfach unglaublich!
Thomas Dreßen
Thomas Dressen
downhill, super-g
Nach Kvitfjell und Kitzbühel ist es bereits der dritte Weltcupsieg für Dreßen. Paris verpasste als Zweiter dagegen seinen vierten Abfahrtstriumph in Folge.
Der Sieg in Lake Louise katapultierte Dreßen auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Nur der Norweger Henrik Kristoffersen lag vor dem Super-G noch vor ihm.
Der 26-jährige Dreßen begeistert: „Ein Top-10-Ergebnis wäre schon der Hammer gewesen, aber am Tag meines Comebacks zu gewinnen ist einfach unglaublich!"

Lake Louise Abfahrt der Herren Endstand:

  • 1. Thomas Dreßen (Deutschland) 01:46.81
  • 2. Dominik Paris (Italien) + 00.02
  • 3= Beat Feuz (Schweiz) + 00.26
  • 3= Carlo Janka (Schweiz) + 00.26
  • 5. Matthias Mayer (Österreich) + 00.42

FIS Gesamtweltcup der Herren:

  • 1. Matthias Mayer (Österreich) 161 Punkte
  • 2. Dominik Paris (Italien) 160 Punkte
  • 3. Thomas Dreßen (Deutschland) 126 Punkte
  • 4. Henrik Kristoffersen (Norwegen) 113 Punkte
  • 5. Alexis Pinturault (Frankreich) 100 Punkte