So kauft man in Valorant richtig!
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Wie man die Economy in Valorant beherrscht!

Wann kauft man was? Um den Shooter zu beherrschen, muss man auch die Ökonomie dahinter verstehen. Wir zeigen euch, was es zu beachten gilt!
Autor: Lukas Bergmann
5 min readPublished on
Valorant hat im Jahr 2020 nicht nur CS:GO-Fans als aktive Spieler hinzugewonnen, genauso wie in der Profi-Szene sind auch im Casual-Bereich viele Spieler von unterschiedlichen FPS-Titeln zum neuen Game von Riot dazu gestoßen und sind auch geblieben um die Ladder zu klettern.
Neben den schnellen Flicks und den Jett-Dashes ist aber auch ein weiterer Faktor unabdingbar und zwar wie man am besten mit den vorhandenen Resourcen umgeht, in diesem Fall das Geld. Ein Punkt in dem Valorant sich sehr gegenüber CS:GO ähnelt ist, wie man mit dem Geld das maximalste herausholt.

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Die Basics

Um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, werden hier noch einmal die Grundlagen aufgelistet:
  • Jede gewonnene Runde bringt dem Team 3.000 Credits
  • In der ersten verlorenen Runde erwirtschaftet das Team 1.900 Credits
  • In der zweiten verlorenenen Runde hintereinander wird der sogenannte "Loser-Bonus" gesteigert und jeder bekommt 2.400 Credits
  • Wenn man drei Runden in Folge verliert, gibt es schon 2.900 Credits. Das ist auch das Maximum, was man für eine verlorene Runde erhält.
  • Für jeden Kill bekommt der Spieler 200 Credits
  • Wenn man den Spike plantet erhält der Spieler 300 Credits

Eco und Force Buy

Als Eco wird eine Runde bezeichnet, in der man nicht das gesamte Vermögen auf den Kopf haut um auf Biegen und Brechen Waffen und Utility einzukaufen. In diesen Eco-Runden muss man schauen, dass man für die nächste oder übernächste Runde genug Credits gesammelt hat, damit jeder schwere Rüstung und eine Vandal/Phantom leisten kann.
Beides kostet zusammen 3.900 Credits und das sollte man sich nach diesen Runden leisten können, auch wenn man die Runde verliert. Um die Übersicht zu behalten hat Riot im Kauf-Menü sogar eine Anzeige eingebaut, bei der man sehen kann wie viel Geld man in der nächsten Runde mindestens zu Verfügung hat. Wenn man die 3.900 Credits trotz der Niederlage erreichen kann, dann kann man in der nächsten Runde wieder voll angreifen und das Blatt zu seinen Gunsten ändern.
Wie man die Economy in Valorant im Auge behalten kann!

Wie man die Economy in Valorant im Auge behalten kann!

© Lukas Bergmann

Ein Force Buy auf der anderen Seite ist meistens der letzte Ausweg den man hat um entweder eine drohende Niederlage zu vermeiden, oder noch vor dem Seitenwechsel einen Rundensieg einzuheimsen. Der Force Buy kommt, wie man mittlerweile schon ahnen kann, am Ende einer Halbzeit oder eines Spieles zum Einsatz, wenn man nicht genug Geld hat um sich eine starke Waffe zu kaufen und man muss sich mit dem begnügen, was man hat.
In Valorant gibt es aber mit der Bucky oder auch der Marshal ganz gute low-budget Optionen für solche Situationen, die einem schon einmal die Runde für sich entscheiden können.

Ein guter Start kann entscheidend sein!

Ein gutes Economy-Management ist vor allem am Start einer jeden Halbzeit wichtig. Hier gibt es dann ein paar Szenarien bei denen man sich das Geld gut einteilen muss.
In Runde eins kann man einkaufen bis man keine Credits mehr hat, in Runde zwei wird es jedoch interessant. Wenn man den Start verliert, dann muss man in der darauf folgenden Runde sparen. Man sollte maximal 1900 Credits nach der Kauf-Phase um für den Fall einer weiteren Niederlage genug Geld zu haben um in Runde drei mit gleichwertigen Waffen angreifen zu können.
Wenn die erste Runde jedoch zu euren Gunsten ausgeht, dann kann man sich die schwere Rüstung und eine bessere Pistole oder SMG kaufen um die Führung auszubauen, dabei muss man aber auch beachten, dass das gegnerische Team einen Force Buy machen könnte um euer Team unter Druck zu setzen. Wenn das passiert und ihr trotzdem die Runde gewinnt, dann habt ihr aber in Runde drei einen massiven Vorteil, deshalb ist ein Force Buy am Anfang einer Halbzeit immer mit einem Risiko verbunden. Egal wie die zweite Runde in diesem Szenario endet, euer Konto darf nicht auf null fallen, da ihr sonst bei einer Niederlage komplett pleite seid oder wenn ihr gewinnt aber du die Runde nicht überlebst für die nächsten Runden finanziell hinterher hinkst.
In einem weiteren Szenario, in der ihr Runde 1 gewinnt aber Runde zwei verliert wird es dann abhängig davon, wie viel Geld ihr aus den vorherigen Runden mitgenommen habt. Wenn ihr am Start kaum etwas gekauft habt und auch in der vorherigen Runde gespart habt, dann könnt ihr doch einen gutes Arsenal an Waffen und Utility aufbauen. Dennoch dürft ihr auch hier nicht komplett leer kaufen. Hier solltet ihr nach der Kauf-Phase ein Minimum von 1500 Credits auf eurem Konto haben, um für eine verlorene Runde vorzusorgen.
Wenn aber die ersten drei Runden abgeschlossen sind, dann muss man von Runde zu Runde schauen, wie es um die Finanzen im Team aussieht, dabei ist auch Kommunikation mit den Teamkollegen wichtig um einheitlich zu agieren.

Die Frage aller Fragen: Bessere Waffe oder mehr Utility?

Wenn man knapp bei Kasse ist kann auch die richtige Wahl der Waffe und dem Equipment entscheidend sein. Wenn man aufgrund des fehlenden Geldes vor dieser Herausforderung steht, dann sollte man sich aber grundsätzlich immer für die bessere Waffe entscheiden und im Gegenzug entweder die leichtere Rüstung oder weniger Utility kaufen, das ist aber auch von euren Präferenzen und von eurer Rolle abhängig. Während ein Duelist immer die bestmögliche Waffe zur Verfügung haben sollte kann man als Controller oder Sentinel auch eine Smoke oder eine Wall einer besseren Waffe vorziehen. Da ist aber auch die Absprache mit dem Team wichtig, damit eure Kollegen auch sich darauf einstellen können oder sich auch eine Smoke oder Flash sparen können.
Damit wären die grundsätzlichen Faktoren für die Economy in Valorant geklärt und wir hoffen, dass ihr damit weiter die Ladder hoch klettert!