Snowboarding

Wir präsentieren: Travis Rice und 6 seiner besten Videos

© Lukas Pilz/Red Bull Content Pool
Blicken wir gemeinsam zurück auf die Karriere einer echten Snowboard-Ikone und genießen wir die besten Clips.
Autor: Jason Hortonveröffentlicht am
Es ist fast 20 Jahre her, dass der junge Travis Rice die Snowboard-Welt aufmischte. Während die Tricks, die er damals in seiner Blütezeit entwickelte, heute zum Grundrepertoire der Pro-Rider gehören, ist Rice nach wie vor für viele Rider da draußen eine der größten Inspirationen - denn auch heute noch ist Rice ein Shredder par excellence! Nehmen wir uns deshalb ein paar Minuten Zeit und genießen wir 6 absolute Highlights aus dem Leben des vielleicht größten Snowboarders aller Zeiten. Film ab!

1. Ein Backside Rodeo, der die Welt in Atem hielt

Wir schreiben das Jahr 2001: Die Freestyle-Welt durchlief seit den späten 1990er-Jahren eine unglaublich rasante Entwicklung und Pros wie Jussi Oksanen und JP Walker brachten Park- und Urban-Riding auf ein völlig neues Level was Style und Schwierigkeit betrifft. Zur selben Zeit veranstaltete das Snowboarder Magazine seine Superpark-Events und revolutionierte das Snowpark-Design, indem sie den Shaping-Crews freie Hand ließ. Das Resultat waren die größten und krassesten Features aller Zeiten. Ermutigt durch seinen Mentor Bryan Iguchi, entschied sich genau in dieser Zeit ein achtzehnjähriger Unbekannter aus Jackson Hole, einen Trip nach Mammoth Mountain zu machen.
Das größte Feature 2001 dort war eine riesige Hip, bei der die Rider von einem zentralen Takeoff aus, in den steilen Banks, die im rechten Winkel auf beiden Seiten platziert waren, landeten. Aber Rice hatte eine bessere Idee: Weil er schneller war als alle anderen, wagte er den 33,5 m langen Sprung über die gesamte Länge und machte einen Inverted Backside 540. Dieser extrem technische Trick, der in einem nie dagewesenen Ausmaß ausgeführt wurde, kündigte die Ankunft eines Snowboarders an, der die Messlatte höher legen würde als alle anderen zuvor (oder danach).
Und Justin Hostynek war zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Als erfahrener Filmemacher erkannte er sofort das Potenzial von Rice und lud ihn ein, sich der erst kürzlich gegründeten Absinthe-Crew anzuschließen, die gerade in der Endphase der Produktion ihres neuen Films „Transcendence" steckte. Der Rookie nahm den nächsten Flug nach Alaska - der Rest ist Geschichte.
Spulen wir vor ins Jahr 2016 - zu den Dreharbeiten von „The Fourth Phase". Es ist DER Film, der wie kein anderer für 15 Jahre Snowboard-Action in Alaska steht: Selfie-Videos im tiefsten und steilsten Gelände, das man sich vorstellen kann, umgeben ausschließlich von natürlich geformten Features - „The Fourth Phase" ist Faszination und Snowboard-Rausch pur!
Snowboarding
Begleite Travis Rice und erlebe „The Fourth Phase" in 360°

2. 2008 und das Zeitalter von Travis Rice

Snowboarding · 1 h 3 Min
That's It That's All
Viele würden behaupten, dass „The Art of Flight" aus dem Jahr 2011 der ultimative Travis Rice-Movie ist. Und das aus gutem Grund, immerhin war es der Film, der Rice zum weltweiten Durchbruch verhalf.
Aber für eingefleischte Snowboarder war „That's It, That's All" aus 2008 der Moment, in dem Rice von „einem der besten" zum „besten" Snowboarder der Welt wurde. Diesen Titel hatte er bereits 2004 mit „Pop" für sich beansprucht, als er im Backcountry von Utah die ultimative Flugshow über das legendäre Chad's Gap und Pyramid Gap hingelegt hatte. Aber mit „TITA" vier Jahre später sprengte Rice mit dem allerersten Double Cork 1260 überhaupt, nicht nur die technischen Grenzen, sondern auch in Sachen Kreativität gelang ihm der Sprung in eine neue Dimension. Er prallte in schwindelerregenden Höhen von Bäumen ab und raste mit Volldampf die gefährlichsten Hänge hinunter.
Es war außerdem das Jahr in dem Rice bei der Transworld Magazine Rider's Poll so richtig abräumte: Standout of the Year, Videopart of the Year und Readers' Choice Award. Wenn es je einen entscheidenden Punkt in einer Karriere voller bahnbrechender Momente gab, dann war es dieser.

3. Als Snowboarden Mainstream wurde

Snowboarding · 1 h 17 Min
The Art of Flight
„The Art of Flight" kennzeichnet den Moment, an dem einfach alles zusammenpasste: Travis Rice war auf dem Höhepunkt seiner Snowboard-Fähigkeiten und Curt Morgan dreht seinen wichtigsten Film - in jedem Detail definierte sich das allumfassende Streben nach Perfektion. Geld spielte zu dieser Zeit keine Rolle. Hochmoderne Cineflex- und Phantom-Cams jagten Rice und den Rest der absoluten Snowboard-Elite über die steilsten und mächtigsten Abhänge hinunter, die es gibt. Aber es war nicht nur der größte Snowboard-Movie aller Zeiten, es war auch der Film, der die Menschen auf der ganzen Welt am meisten begeisterte. Und ausnahmsweise konnte niemand behaupten, dass „The Art of Flight" dem Hype nicht gerecht wurde.
„The Art of Flight" ist ein Film, den es kein zweites Mal geben wird. Der Film verhalf Travis Rice auf der ganzen Welt zu ungeahnter Popularität und Millionen von Nicht-Snowboardern überall auf dem Globus wissen heute, dass ein gewisser Travis Rice existiert, der Dinge tut, die aussehen, als wären sie aus einem Videospiel. Aber es ist die pure Realität, aufgenommen in der kristallklarsten Auflösung und Perfektion, die man je gesehen hat. Vielleicht ein Videospiel aus der Zukunft?

4. Travis Rice auf Powder-Jagd in British Columbia

Snowboarding · 13 Min
Pillow Talk in British Columbia
Wenn wir schon von spektakulärer und unfassbarer Snowboard-Action in High Definition sprechen, dürfen wir auf keinen Fall eines der neuesten Videoprojekte von Travis Rice vergessen. Im kanadischen British Columbia begibt sich Travis mit der Crème de la Crème der Snowboard-Welt auf Powderjagd. An der Seite von Robin Van Gyn, Austen Sweetin und Blair Habenicht erkundet er die unendlichen Weiten der kanadischen Provinz und entdeckt dabei die Line seines Lebens. „Pillow Talk in British Columbia" ist ein wahrer Augenschmaus, den man unbedingt gesehen haben muss.

5. Travis Rice und die Zeit eines neuen Contest-Formats

Alpines Snowboarden · 2 Min
Red Bull Ultra Natural 2013 USA Signature Series
Wie du zur Backcountry-Ikone wirst:
1. Erlerne die wichtigsten Freestyle-Skills in der Pipe und im Snowpark. 2. Gewinne ein paar große Contests, um dir einen Namen zu machen. 3. Begib dich mit deinen Skills, deinem Style und deinem Image ins Backcountry und mache einzigartige Videoparts, solange du kannst.
Dieses bewährte Erfolgsrezept hat nicht nur für Rice funktioniert, es steht auch für eine natürliche Weiterentwicklung in der Snowboard-Welt. Die technisch anspruchsvollsten und progressivsten Tricks sieht man bei Contests, aber die pure Magie erlebst du nur im Backcountry. Wie wäre es also mit einem Freestyle-Contest im Backcountry mit krassen Features in der Natur und Powder-Landings?
Als einer der wenigen Snowboarder, die sowohl bei Contests als auch bei Filmprojekten großen Erfolg hatten, lag Rice dieses Konzept sehr am Herzen. 2008 setzte er seinen Plan mit dem Natural Selection-Event dann schließlich in die Tat um - ein zweitägiger Jam in seinem Heimatort Jackson Hole. Aber was wäre, wenn man den Gedanken noch weiterspinnt und riesige, von Menschenhand geformte Features auf natürlichem Terrain installieren würde? Mit Supernatural (2012) und Ultra Natural (2013) war es genau das, was als nächstes kam.
Jedes Mal stellte Travis aufs Neue ein Feld aus Backcountry- und Contest-Pros zusammen und ließ die Rider auf einen Mix aus künstlichen und natürlichen Features mit Powder-Landings los. Das Ergebnis war Snowboard-Action pur und bei zwei von drei Events wurde Rice von den Judges zum Sieger gekürt.
Es ist vielleicht Rice' größtes Vermächtnis. Natürlich sind die spektakulären Videoparts, Filme, Tricks und Siege enorm wichtig. Mit der Natural Series hat Rice aber die DNA des Snowboardens nachhaltig verändert.
Einen Natural Selection-Trailer findest du hier:
Snowboarding · 9 Min
Snowboarding in Jackson Hole
Für alle, die jetzt so richtig Lust darauf bekommen haben, gibt es fantastische Nachrichten: Erst vor kurzem hat Rice die Rückkehr des Natural-Formats angekündigt, mit einer dreiteiligen Natural Selection-Tour, die für 2021 geplant ist. Gestartet wird natürlich in Jackson Hole. Wir sind ready!

6. In „Roadless" schließt sich für Rice der Kreis

Snowboarding · 57 Min
Roadless
In diesem gemächlichen Roadmovie ohne Straßen schließt sich Rice den beiden Legenden Jeremy Jones und Bryan Iguchi auf einer Tour in einer der abgelegensten Orte Nordamerikas an - der Teton Wilderness Zone. Die Zeit als Rice noch Medaillen bei den X-Games holte und mit seinem Board aus Helikoptern sprang, um die verrücktesten Lines in den Schnee von Alaska zu zaubern, scheint dabei weit in der Vergangenheit zu liegen.
Während die drei Freunde einem Trail tief in das Herz der Teton Wilderness folgen, haben sie viel Zeit über ihre persönliche Reise und den gemeinsamen Weg, der sie hierhergebracht hat, nachzudenken. Damals, als Rice noch ein junger unbekannter Shredder aus Jackson Hole war, wurde er von Iguchi unter die Fittiche genommen, der zu dieser Zeit seine eigene Transformation vom kalifornischen Freestyle-Superstar zum Underground-Powder-Rider durchlief.
20 Jahre später rippt „The Guch" immer noch und ist nach wie vor eine wichtige Inspiration für Rice, der seinerseits wiederum den Rest von uns inspiriert - heute wie damals.