Immer bergauf: beim Red Bull Alpenbrevet ist der Weg das Ziel
© Jan Cadosch / Red Bull Content Pool
Motorradsport

Für jeden etwas dabei: Töffli-Wissen für Einsteiger

Töfflis sind kleine Töffs. So weit, so klar. Alle gleich sind sie deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil.
Autor: Susanne Loacker
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Red Bull Alpenbrevet

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Das Töffli ist ein Kind der Weltwirtschaftskrise. Der erste Rahmen, an den ein Motor angebracht werden konnte – daher der deutsche Name Mofa, kurz für Motor-Fahrrad – stammt aus dem Jahr 1929. Am 1. Januar 1961 führte der Bund das «Motorfahrrad» als neue Kategorie ein. Zugelassen wurde es ab 14 Jahren, prüfungsfrei, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Eine Erfolgsgeschichte: 1970 fuhren bereits mehr als eine halbe Million Zweitakter-Hödis durch die Schweiz. Danach ebbte der Boom ab – Ölkrise und Helmpflicht taten das Ihrige.

Töfflis: Zeugen der Zeitgeschichte

In den Sechzigern und Siebzigern hatte Individualität, leisere oder lautere Rebellion einen hohen Stellenwert. In Amerika erschütterte erst der Rock’n’Roll lautstark das Land, in den Siebzigern folgten die Hippies. Gemeinsam war den beiden Epochen, dass die Jugend sich abgrenzen wollte, anders sein als die Generation ihrer Eltern.
Ein Teilnehmer beim Red Bull Alpenbrevet 2020.
Töffli-Rider: der Inbegriff von Freiheit
So wurde auch das Töffli zu einem äusserst individuellen Gefährt. Es gibt unzählige Tipps, wie sich ein Hödi stylen lassen. Die meisten Töffli, die man heute Custom Bikes nennet, stammen aus dieser Zeit. Allerdings ist es schon ein recht grosser Aufwand, ein Mofa überhaupt in seinem Original-Zustand zu erhalten, weil die «echten» Ersatzteile oft nicht mehr erhältlich sind. Doch nicht nur die Ersatzteile, sondern auch die Mofa-Farben erzählen ein Stück Zeitgeschichte über die optischen Trends der 50er-, 60er- und 70er-Jahre.

4 Arten von Töfflis: für jeden etwas dabei

Ein Cafe Racer ist ein echtes Renngefährt, ohne Gepäckträger oder sonstigen Schnack, aber in der Regel mit einer durchgehenden Sitzbank. Ebenso gehören der Höcker am Heck, breite Reifen und ein M- oder Stummellenker dazu.
  • Das Hödi für alle, die Tempo mögen.
Den Chopper gibt’s nicht nur in der Harley-Version, sondern durchaus auch von Puch, Maxi oder Ciao. Damit der Ride easy wird, braucht es unbedingt eine verlängerte Lenkergabel, oft liebevoll Affenschaukel genannt, und dazu eine Rückenlehne. Ein Vintage-Scheinwerfer vervollständigt den Look.
  • Für Mädels und Jungs, die auch im Sattel gerne chillen.
Teilnehmer beim Red Bull Alpenbrevet 2020.
Töfflis: Kein Hobby, sondern Lifestyle
Der Bobber ist sozusagen die Verbeugung des Hödi vor der grossen Harley: Der «bob», der kleine Aussenschwung am Schutzblech des Vorderrads, sollte das Motorrad leichter und somit schneller machen. Das gleiche Ziel wurde bei Militär-Motorrädern verfolgt: Weg mit allem, was den Töff aufwendiger, schwerer und weniger effizient macht. Keep it simple – aber ein runder Retro-Scheinwerfer darf schon sein.
  • Das MinimalistInnen-Mofa.
Die Vorläufer der geländegängigen Enduro-Bikes sind die Scrambler – die «meh Dräck!»-Mofas. Entsprechend haben diese kleinen «Kletterer» kaum Teile, die nicht notwendig oder im Gelände sogar störend sind. Dafür sorgen ein Cross-Lenker und breitere Reifen für mehr Grip auf unbefestigten Strassen.
  • Für Mutige.
Ein Tipp für alle Töffli-Heldinnen und -Helden und all jene, die es werden wollen: eine riesige Auswahl an Equipment für dein Hödi findest du bei ricardo.ch, unserem Partner beim Red Bull Alpenbrevet 2021.
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