Tennis
Sieger, Rekorde, legendäre Momente... Die grosse Geschichte des US Open
Seit über 140 Jahren bringt das US Open New York zum Beben. Erleben Sie die grössten Sieger, verrücktesten Rekorde und prägendsten Matches des letzten Grand-Slam-Turniers der Saison noch einmal.
Jeden Sommer wird New York zur Welthauptstadt des Tennis. Die besten Spieler der Welt – gemäss ATP-Ranking – kommen hier zusammen, um das US Open zu gewinnen, das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison. Doch hinter Assen mit über 230 km/h, elektrisierenden Night Sessions und unvergesslichen Finals verbirgt sich eine beinahe 150-jährige Geschichte.
Jede Ausgabe des US Open schreibt ein neues Kapitel der Tennisgeschichte. Einige machen Legenden unsterblich, andere bringen die Champions von morgen hervor. Auch in diesem Jahr richten sich alle Augen auf die grossen Namen, aber ebenso auf Spieler wie Matteo Berrettini, der weiterhin auf sein erstes Finale in Flushing Meadows hofft, oder Emma Navarro, die vor heimischem Publikum glänzen will.
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Seit wann gibt es das US Open?
Als Carlos Alcaraz und Aryna Sabalenka 2025 die Trophäe in die Höhe stemmten, wurden sie Teil eines sehr exklusiven Kreises: jenem der US-Open-Champions. Doch lange vor den Weltstars, den riesigen Bildschirmen im Arthur Ashe Stadium, den Night Sessions und den Millionen von Fernsehzuschauern sah das Turnier noch völlig anders aus.
Die Geschichte des US Open beginnt 1881 in Newport im Bundesstaat Rhode Island. Damals trägt es den Namen U.S. National Championships, und nur Männer dürfen teilnehmen. Die Frauen kommen 1887 dazu, bevor das Turnier schrittweise um Doppel- und später Mixed-Doppel-Wettbewerbe erweitert wird.
Im Laufe der Jahrzehnte begleitet das US Open die Entwicklung des Tennissports. Die Spieler werden Profis, die Infrastruktur wird modernisiert und das Turnier etabliert sich nach und nach als einer der unverzichtbaren Fixpunkte des internationalen Kalenders.
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Von Newport nach Flushing Meadows: Das Turnier ist mit New York gewachsen
Das US Open wurde nicht immer in Flushing Meadows ausgetragen. 1915 verlässt das Turnier Newport und zieht nach Forest Hills im Queens. Ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Veranstaltung ganz anderer Dimensionen.
Dann kommt das Jahr 1978. Es geht in den Flushing Meadows-Corona Park, wo das Turnier auf brandneuen Hartplätzen endgültig seine Zelte aufschlägt. Eine Entscheidung, die einen Wendepunkt markiert: Das US Open wird zum ersten Grand-Slam-Turnier auf diesem Belag.
Zwanzig Jahre später verändert die Eröffnung des Arthur Ashe Stadium den Status des Turniers endgültig. Mit mehr als 23’000 Plätzen wird es zum grössten Tennisstadion der Welt. Und glauben Sie uns: Wenn es an einem Finalabend ausverkauft ist, steht die Lautstärke den grössten NBA-Arenen in nichts nach.
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Warum ist das US Open das spektakulärste Grand-Slam-Turnier?
Jedes Grand-Slam-Turnier hat seine eigene Persönlichkeit. Die Australian Open eröffnen die Saison unter der Sonne von Melbourne. Roland-Garros verwandelt jeden Ballwechsel in einen Kampf auf Sand. Wimbledon pflegt seine britische Eleganz und seinen millimetergenau gepflegten Rasen. Das US Open dagegen setzt lieber auf Spektakel.
Die berühmten Night Sessions, die bereits 1975 eingeführt wurden, bieten eine einzigartige Atmosphäre. Manche Zuschauer kommen direkt nach Feierabend, die Tribünen füllen sich bei Einbruch der Dunkelheit und jeder wichtige Punkt wird von einem regelrechten Jubelsturm begleitet.
Dazu kommen ein schneller Belag, Aufschlagriesen, explosive Ballwechsel und ein Publikum, das nie davor zurückschreckt, lautstark mitzugehen ... und schon erhält man das wahrscheinlich elektrisierendste Turnier der Tour. Sie sind also vorgewarnt: Wenn Sie Matches unter Hochspannung mögen, sind Sie hier genau richtig.
Und als wäre das nicht genug, strömen jedes Jahr mehr als eine Million Zuschauer durch die Tore von Flushing Meadows. Kein anderes Tennisturnier der Welt bringt bei einer einzigen Ausgabe so viele Fans zusammen.
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Die Könige und Königinnen von Flushing Meadows
Einige Legenden scheinen in New York ein zweites Zuhause gefunden zu haben. Bei den Herren war Jimmy Connors mit seinen fünf Titeln lange Zeit der Boss. Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre erlebt das US Open eine epische Rivalität zwischen Connors und John McEnroe.
McEnroe mit seinem explosiven Temperament holt vier Titel (1979, 1980, 1981, 1984) und verleiht dem Turnier mit elektrisierenden Matches gegen Connors und Björn Borg eine neue Dimension.
Einige Jahre später setzt Pete Sampras seinen messerscharfen Aufschlag durch und gewinnt ebenfalls fünf Trophäen. Dann kommt Roger Federer. Zwischen 2004 und 2008 gewinnt der Schweizer fünf Ausgaben in Folge. In diesem halben Jahrzehnt war es fast Science-Fiction, Federer in New York zu schlagen.
Seither hat Novak Djokovic seine eigene Legende weitergeschrieben. Dank seiner aussergewöhnlichen Langlebigkeit und seiner Fähigkeit, gegen mehrere Generationen von Spielern auf höchstem Niveau zu performen, ist der Serbe zu einem der Gesichter des US Open geworden.
Bei den Frauen führt kein Weg an Chris Evert, Serena Williams, Steffi Graf oder Martina Navratilova vorbei. Jede von ihnen hat einzigartige Spuren im Turnier hinterlassen – sei es durch ihre Dominanz, ihren Spielstil oder die Emotionen, die sie dem New Yorker Publikum beschert hat.
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Siegerliste: Die Gewinner der letzten 10 Ausgaben des US Open
Jahr
Herren
Damen
2025
Carlos Alcaraz
Aryna Sabalenka
2024
Jannik Sinner
Aryna Sabalenka
2023
Novak Djokovic
Coco Gauff
2022
Carlos Alcaraz
Iga Świątek
2021
Daniil Medvedev
Emma Raducanu
2020
Dominic Thiem
Naomi Osaka
2019
Rafael Nadal
Bianca Andreescu
2018
Novak Djokovic
Naomi Osaka
2017
Rafael Nadal
Sloane Stephens
2016
Stan Wawrinka
Angelique Kerber
Die erfolgreichsten Spielerinnen und Spieler des US Open
Einige Rekorde stammen aus den Anfängen des Turniers, lange vor der Open Era. Heute scheinen sie fast unmöglich zu brechen.
Herren
Ranglischte
Athlet
Titel
1
Richard Sears
7
2
William Larned
7
3
Bill Tilden
7
4
Jimmy Connors
5
5
Roger Federer
5
Damen
Ranglischte
Athletin
Titel
1
Molla Bjurstedt Mallory
8
2
Helen Wills Moody
7
3
Chris Evert
6
4
Serena Williams
6
5
Steffi Graf
5
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Die verrücktesten Rekorde des US Open
Beim US Open waren einige der grössten Champions der Tennisgeschichte zu sehen. Entsprechend entstanden hier auch Rekorde, die manchmal unerreichbar scheinen.
Die Rekorde der Herren
- Meiste Titel: Richard Sears, William Larned und Bill Tilden (7)
- Erfolgreichste Spieler der Open Era: Jimmy Connors, Pete Sampras und Roger Federer (5)
- Jüngster Sieger: Pete Sampras (19 Jahre, 1990)
- Ältester Sieger: Ken Rosewall (35 Jahre, 1970)
- Meiste Titel in Folge: Roger Federer (5, von 2004 bis 2008)
Die Rekorde der Damen
- Meiste Titel: Molla Bjurstedt Mallory (8)
- Meiste Titel in der Open Era: Chris Evert und Serena Williams (6)
- Jüngste Siegerin: Tracy Austin (16 Jahre, 1979)
- Älteste Siegerin der Open Era: Flavia Pennetta (33 Jahre, 2015) – der Rekord über alle Epochen hinweg gehört Molla Bjurstedt Mallory (42 Jahre, 1926)
Auch ausserhalb des Courts ist das US Open ein Pionier. 1973 wird es zum ersten Grand-Slam-Turnier, das Frauen und Männern das gleiche Prize Money bezahlt. Eine historische Entscheidung, die insbesondere von Billie Jean King vorangetrieben wird und einen Präzedenzfall in der Tenniswelt schafft.
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Die Matches, die das US Open zur Legende machten
Jedes Grand-Slam-Turnier hat seine legendären Begegnungen. In New York sind einige davon zu wahren Monumenten geworden.
Sampras - Agassi (2001)
Stellen Sie sich ein Match von mehr als drei Stunden vor ... ohne ein einziges Break. Genau das boten Pete Sampras und Andre Agassi in einem Halbfinal, das Kultstatus erlangte. In allen vier Sätzen fällt die Entscheidung im Tie-Break, die beiden Amerikaner schenken sich keinen Zentimeter und das Publikum erlebt eine der grössten Demonstrationen von Aufschlagstärke und Nerven aus der Geschichte des Tennissports.
Federer - Djokovic (2011)
Roger Federer erspielt sich zwei Matchbälle. Die Trophäe scheint zum Greifen nah. Dann gelingt Novak Djokovic eines der berühmtesten Comebacks der Tennisgeschichte. Wenige Minuten später zieht er ins Finale ein. In New York kann ein einziger Punkt alles verändern.
Nadal - Medvedev (2019)
Fast fünf Stunden epischer Kampf. Rafael Nadal führt mit zwei Sätzen, bevor Daniil Medvedev zum Ausgleich zurückkommt. Der Spanier setzt sich schliesslich in einem atemberaubenden Finale durch, das den Geist des US Open perfekt zusammenfasst: spektakulär, unberechenbar und bis zum letzten Ballwechsel intensiv.
Alcaraz - Sinner (2022)
Falls Sie nur ein einziges Match der neuen Generation sehen könnten ... wählen Sie dieses. Mehr als fünf Stunden Tennis auf aussergewöhnlichem Niveau, ein von Carlos Alcaraz abgewehrter Matchball, Schläge wie von einem anderen Stern und ein Arthur Ashe Stadium im Ausnahmezustand. Als die Zuschauer an diesem Abend die Tribünen verliessen, teilten viele dieselbe Überzeugung: Die Zukunft des Tennissports war bereits da.
Wie wird es ausgehen? Die Antwort gibt es vom 23. August bis 13. September!
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FAQ
Seit wann gibt es das US Open?
Das US Open wurde 1881 in Newport im Bundesstaat Rhode Island ins Leben gerufen. Damals hiess das Turnier U.S. National Championships und war ausschliesslich Männern vorbehalten.
Wo wird das US Open ausgetragen?
Seit 1978 findet das Turnier im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows-Corona Park im New Yorker Stadtteil Queens statt.
Auf welchem Belag wird das US Open gespielt?
Das US Open wird auf Hartplätzen ausgetragen. Seit 2020 kommt der Belag Laykold zum Einsatz.
Wer hält den Titelrekord beim US Open?
Bei den Herren teilen sich Richard Sears, William Larned und Bill Tilden mit jeweils sieben Titeln den Rekord. Bei den Damen führt Molla Bjurstedt Mallory mit acht Siegen.
Wann findet das US Open 2026 statt?
Das US Open 2026 findet vom 23. August bis 13. September statt.