Surfen
Surfen ist nicht gleich Surfen: Das sind die 6 Arten aus Hawaii
Surfen entstand vor über 500 Jahren auf der Inselgruppe Hawaii und seitdem hat sich ein anhaltender Hype um die angesagteste Sportart der Welt gebildet. Das sind die 6 verschiedenen Surf-Disziplinen.
Mit den historischen Entdecker-Berichten aus dem 15. und 18. Jahrhundert verbreiteten sich die faszinierenden Prinzipien des Surfens plötzlich auf der ganzen Welt. Schriftsteller wie Jack London und der olympische Schwimmer Duke Kanahamoku verhalfen dem Surfsport schließlich zu internationaler Popularität. Aber auch im Herzen des Pazifiks ist das Surfen seit jeher tief im kulturellen Erbe verankert. Was viele Leute jedoch nicht wissen, ist, dass es ursprünglich sechs verschiedene Surf-Disziplinen waren -- und genau diese sechs Arten wollen wir hier vorstellen.
Klassisches Surfen ("He’e nalu")
Es ist zweifellos die am weitesten verbreitete Art des Surfens. Ihre Existenz geht (mindestens) auf das Jahr 1778 zurück, als ein gewisser Captain James Cook auf der Inselgruppe im Pazifik ankam und diesen Brauch der Einheimischen dokumentierte. Damals wurden vier Arten von Brettern unterschiedlicher Größe verwendet, von denen einige bis zu fünf Meter lang waren.
Kanu-Surfing ("Pākākā nalu")
Ob auf einem Surfboard oder in einem Kanu, die Einheimischen von Hawaii sind wahre Meister darin, Wellen zu surfen. Das geht so weit, dass diese Praxis ein eigenes Rennformat bekommen hat. Am 4. Juli jedes Jahres starten die Teinehmer:innen vom Strand aus und kämpfen gegen die Wellen, um eine Boje im Meer zu erreichen -- danach kehren sie wieder zurück an Land. Das ist nicht nur eine körperlich enorm anstrengende, sondern auch eine technische Herausforderung.
Bodysurfen ("Kaha nalu")
Bodysurfen wird von Surfer:innen aus Europa gerne belächelt, doch für Menschen aus Hawaii ist und bleibt es eine der wichtigsten Surf-Formen. Wie der Name schon sagt, geht es beim Bodysurfen darum, nur mithilfe des eigenen Körpers und der eigenen Fähigkeiten im Wasser, Wellen zu surfen. Klingt einfach, ist es aber nicht!
Bodyboarding ("Pae po’o")
Es ist das wahrscheinlich meist verkaufte Surfboard der Welt und nach Sandburgen bauen und Fußball spielen die wohl beliebteste Beschäftigung der Youngsters am Meer. Aber auch Bodyboarding ist kein neuer Trend, sondern datiert zurück auf uralte Zeiten. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Man liegt mit dem Oberkörper auf dem Surfboard und versucht eine Welle zu erwischen während man sich auf der Oberseite des Boards festhält. Die Bretter sind etwa einen Meter lang und vierzig Zentimeter breit.
Skimboarding ("He’e one")
Bei fast allen Surf-Arten surft man vom Meer in Richtung Strand, aber die Menschen in Hawaii haben es sogar geschafft, das genaue Gegenteil als Surf-Disziplin populär zu machen. Wir präsentieren: Skimboarding. Bei "He'e One", wie es die Einheimischen nennen, geht es darum, vom Strand aus in die Brandungszone zu laufen und die Wellen mithilfe eines sogenannten Skimboards entlang der Strandlinie zu surfen. Ursprünglich praktizierte man diese Art des Surfens sogar ohne Board und rutschte einfach auf dem Oberkörper über das Wasser.
River-Surfing ("He'e pu'e wai")
Egal ob Meer oder Fluss, Hauptsache Welle! Besonders in den letzten Jahren wurde das sogenannte River-Surfing auf der ganzen Welt immer populärer. In Hawaii können starke Regenfälle in den Bergen dazu führen, dass große Wassermengen in die Nebenflüsse geleitet werden. Bei optimalen Bedingungen entstehen dann stehende Wellen. Dieses Phänomen machte man sich zunutze und erfand "He’e pu’e wai". Heutzutage ist River-Surfing in Hawaii nur noch in der Waimea-Bucht auf natürliche Weise möglich.
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