Insgesamt 37.274 Läufer:innen in ganz Österreich und sage und schreibe 161.892 weltweit gingen heute beim Wings for Life World Run an den Start – verbunden durch den Wunsch, Gutes zu tun! Rollstuhlfahrer:innen, Laufanfänger:innen und Spitzenathlet:innen liefen, rollten oder spazierten Seite an Seite für die, die es selbst nicht können und haben 4,7 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung gesammelt!
Wenn sich viele Menschen zusammentun, kann Großes entstehen.
„Ich bin sehr dankbar, dass heute so viele Menschen für unsere Sache gelaufen sind. In den vergangenen Jahren haben wir bereits große Schritte in Richtung Heilung von Rückenmarksverletzungen gemacht. Und dank der heutigen Teilnehmer können wir weiterhin brillante Wissenschaftler auf ihrem Weg unterstützen.“
Marcel Hug, Marco Odermatt und Catherine Debrunner vor dem Start
© Romina Amato / Red Bull Content Pool
01
Endlich wieder ein Flagship Run in Zug
Um Punkt 13 Uhr fiel der Startschuss und die knapp 6‘000 Teilnehmer in der Schweiz machten sich auf den Weg. Unterdessen machte sich Catcher Car-Fahrer Marc Berthod langsam bereit, eine halbe Stunde später auf die Strecke zu starten.
Das Gefühl von Verbundenheit und Zusammenhalt prägt den diesjährigen Lauf. „Endlich wieder gemeinsam laufen”, hiess es in weltweit sieben Flagship Runs und was das bedeutet, zeigen all die lachenden Gesichter. In der begeisterten Menge des Flagship Run in Zug war auch das eine oder andere bekannte Gesicht zu erkennen. Persönlichkeiten und Sport-Stars sind aus der ganzen Schweiz angereist, um den Spirit des Flagship Run ZUg hautnah zu erleben: Olympiasieger und Ski Alpin-Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt, Skicross-Star Fanny Smith, Trailrunnerin Judith Wyder, Fechter Max Heinzer und viele mehr... Egal wie bekannt du auch bist, dieser Tag macht einfach Gänsehaut!
Fanny Smith, René Wildhaber und Bastien Murith hatten sichtbar Spass
© Romina Amato / Red Bull Content Pool
02
Weltweit verbunden
Im Rahmen des App Runs wurden weltweit 217 organisierte Läufe veranstaltet und die Emotionen gingen überall hoch: Hände in der Luft, lachende Gesichter, Tränen der Rührung und herzliche Umarmungen, wohin man sieht. Und damit wurde schon ein Ziel erreicht: Jenen Menschen eine Bühne zu geben, die sonst kaum im Zentrum stehen.
Blickfang: Die Strecke in Zug führt mitten durch ein Einkaufszentrum
© Ondrej Kolacek / Red Bull Content Pool
03
Kopf an Kopf: Die Sieger und Siegerinnen 2022
Am Ende hätte es ein Schweizer sogar beinahe auf das weltweite Podest geschafft: Raphael Josef rannte bärenstarke 63.59 km, bevor ihn das Catcher Car einholte. Das reichte im globalen Vergleich für Rang 4. Gerade einmal 100 Meter trennten ihn vom Deutschen Jonas Müller und damit dem "Podium".
Bei den Herren kämpften weltweit fünf Läufer um den globalen Gesamtsieg und Jo Fukeda aus Japan konnte ihn schließlich mitten in der Nacht und mit sagenhaften 64,4 Kilometern haarscharf für sich entscheiden. Bei den Frauen darf Nina Zarina zum vierten Mal in Folge den Sieg für sich beanspruchen – sie ist in Santa Monica / USA 56 Kilometer weit gelaufen und hat die Zweitplatzierte Patrycja Talar in Poznan um 2,5 Kilometer überflügelt.
In Zug holte sich Luzia Buehler mit etwas mehr als der Marathon-Distanz den Sieg. Genau 43.97 km war sie unterwegs, bevor sie Marc Berthod im Catcher Car überholte.
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Nach dem Lauf ist vor dem Lauf
Seit 2014 sind insgesamt über eine Million Teilnehmer:innen zugunsten der Wings for Life Stiftung und der Mission, Querschnittslähmung zu heilen, an den Start gegangen. In bisher neun Ausgaben dieses Ausnahme-Bewerbs wurde eine Gesamt-Spendensumme von 38 Millionen Euro eingenommen – eine bedeutende Stütze für die weltweite Forschungsarbeit auf der Suche nach einer Heilung von Rückenmarksverletzungen.
Den 7. Mai 2023 kannst du dir schon dick im Kalender markieren, denn dann heißt es wieder: Wir laufen für alle, die es nicht können!