David Mzee beim Wings for Life World Run 2022 in Zug, Schweiz.
© Romina Amato / Red Bull Content Pool
Running

Kilometer, Emotionen und Millionen - der Wings for Life World Run 2022

Der Wings for Life World Run ist Geschichte! 161.892 Läufer:innen aus 192 Nationen sind am 8. Mai weltweit zur gleichen Zeit gelaufen und haben erneut gemeinsam Geschichte geschrieben!
Autor: Maria-Christina Schinko
3 min readPublished on
Insgesamt 37.274 Läufer:innen in ganz Österreich und sage und schreibe 161.892 weltweit gingen heute beim Wings for Life World Run an den Start – verbunden durch den Wunsch, Gutes zu tun! Rollstuhlfahrer:innen, Laufanfänger:innen und Spitzenathlet:innen liefen, rollten oder spazierten Seite an Seite für die, die es selbst nicht können und haben 4,7 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung gesammelt!
Quotation
Wenn sich viele Menschen zusammentun, kann Großes entstehen.
Anita Gerhardter, CEO von Wings for Life
„Ich bin sehr dankbar, dass heute so viele Menschen für unsere Sache gelaufen sind. In den vergangenen Jahren haben wir bereits große Schritte in Richtung Heilung von Rückenmarksverletzungen gemacht. Und dank der heutigen Teilnehmer können wir weiterhin brillante Wissenschaftler auf ihrem Weg unterstützen.“
Marcel Hug, Marco Odermatt und Catherine Debrunner vor dem Start

Marcel Hug, Marco Odermatt und Catherine Debrunner vor dem Start

© Romina Amato / Red Bull Content Pool

01

Endlich wieder ein Flagship Run in Zug

Um Punkt 13 Uhr fiel der Startschuss und die knapp 6‘000 Teilnehmer in der Schweiz machten sich auf den Weg. Unterdessen machte sich Catcher Car-Fahrer Marc Berthod langsam bereit, eine halbe Stunde später auf die Strecke zu starten.
Marc Berthod vor seinem Start im Catcher Car

Marc Berthod vor seinem Start im Catcher Car

© Dean Treml / Red Bull Content Pool

Das Gefühl von Verbundenheit und Zusammenhalt prägt den diesjährigen Lauf. „Endlich wieder gemeinsam laufen”, hiess es in weltweit sieben Flagship Runs und was das bedeutet, zeigen all die lachenden Gesichter. In der begeisterten Menge des Flagship Run in Zug war auch das eine oder andere bekannte Gesicht zu erkennen. Persönlichkeiten und Sport-Stars sind aus der ganzen Schweiz angereist, um den Spirit des Flagship Run ZUg hautnah zu erleben: Olympiasieger und Ski Alpin-Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt, Skicross-Star Fanny Smith, Trailrunnerin Judith Wyder, Fechter Max Heinzer und viele mehr... Egal wie bekannt du auch bist, dieser Tag macht einfach Gänsehaut!
Fanny Smith, René Wildhaber und Bastien Murith hatten sichtbar Spass

Fanny Smith, René Wildhaber und Bastien Murith hatten sichtbar Spass

© Romina Amato / Red Bull Content Pool

02

Weltweit verbunden

Im Rahmen des App Runs wurden weltweit 217 organisierte Läufe veranstaltet und die Emotionen gingen überall hoch: Hände in der Luft, lachende Gesichter, Tränen der Rührung und herzliche Umarmungen, wohin man sieht. Und damit wurde schon ein Ziel erreicht: Jenen Menschen eine Bühne zu geben, die sonst kaum im Zentrum stehen.
Blickfang: Die Strecke in Zug führt mitten durch ein Einkaufszentrum

Blickfang: Die Strecke in Zug führt mitten durch ein Einkaufszentrum

© Ondrej Kolacek / Red Bull Content Pool

03

Kopf an Kopf: Die Sieger und Siegerinnen 2022

Am Ende hätte es ein Schweizer sogar beinahe auf das weltweite Podest geschafft: Raphael Josef rannte bärenstarke 63.59 km, bevor ihn das Catcher Car einholte. Das reichte im globalen Vergleich für Rang 4. Gerade einmal 100 Meter trennten ihn vom Deutschen Jonas Müller und damit dem "Podium".
Raphael Josef rannte in Zug am weitesten

Raphael Josef rannte in Zug am weitesten

© Dean Treml / Red Bull Content Pool

Bei den Herren kämpften weltweit fünf Läufer um den globalen Gesamtsieg und Jo Fukeda aus Japan konnte ihn schließlich mitten in der Nacht und mit sagenhaften 64,4 Kilometern haarscharf für sich entscheiden. Bei den Frauen darf Nina Zarina zum vierten Mal in Folge den Sieg für sich beanspruchen – sie ist in Santa Monica / USA 56 Kilometer weit gelaufen und hat die Zweitplatzierte Patrycja Talar in Poznan um 2,5 Kilometer überflügelt.

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In Zug holte sich Luzia Buehler mit etwas mehr als der Marathon-Distanz den Sieg. Genau 43.97 km war sie unterwegs, bevor sie Marc Berthod im Catcher Car überholte.
Luzia Bühler rannte in Zug am weitesten

Luzia Bühler rannte in Zug am weitesten

© Ondrej Kolacek / Red Bull Content Pool

04

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf

Seit 2014 sind insgesamt über eine Million Teilnehmer:innen zugunsten der Wings for Life Stiftung und der Mission, Querschnittslähmung zu heilen, an den Start gegangen. In bisher neun Ausgaben dieses Ausnahme-Bewerbs wurde eine Gesamt-Spendensumme von 38 Millionen Euro eingenommen – eine bedeutende Stütze für die weltweite Forschungsarbeit auf der Suche nach einer Heilung von Rückenmarksverletzungen.
Den 7. Mai 2023 kannst du dir schon dick im Kalender markieren, denn dann heißt es wieder: Wir laufen für alle, die es nicht können!