Juh-Dee in den Red Bull Music Studios Berlin
© Fabian Brennecke
Rap 💯

3x3 mit Juh-Dee: seine Einflüsse und Erfolge

3 Fragen, 1 Produzent, 3 Antworten: Platin-Produzent Juh-Dee arbeitete unter anderem mit Farid Bang, Shirin David, Bausa und Apache 207. Hier gewährt er uns einen Einblick in seinen Producer-Alltag.
Autor: Red Bull Rap 100
2 min readveröffentlicht am
Seine Karriere begann Juh-Dee damit, zuerst Remixe und später eigene Beats zu bauen. Er wurde regelrecht süchtig nach Musik und investierte jede freie Minute darin. Seine Beats landeten erstmals auf „Asphalt Massaka“ von Farid Bang – danach ging es Schlag auf Schlag. Es folgten weitere Produktionen für Banger Musik, dann für zahlreiche Artists aus der Deutschrap-Welt bis hin zu Pop-Produktionen für u.a. Adel Tawil. Mittlerweile ist das auffällige Producertag „Juh-Dee on the beat“, das von US-Rapper 6ix9ine stammt, aus den Charts nicht mehr wegzudenken.
In dieser Ausgabe von „3x3“ zeigt uns der Producer, was ihm wichtig ist, was ihn beeinflusste und wie sein musikalischer Background aussieht.

Welche drei Songs erklären den Juh-Dee-Sound am besten?

1. Apache 207 – Bläulich
„Soundmäßig simpel, aber anders als ein gewöhnlicher Trap-Beat. Die Symbiose mit seinen Vocals und die Energie, wenn die Hook reinkommt, ist unfassbar.“
2. Shirin David – 90-60-111
„Moderner Sound, gepaart mit Dirty South- und Crunk-Einflüssen und einer Chopped-and-Screwed-Hook. Die Wechsel der Tonlagen im Song bringen noch mehr Dynamik.“
3. Farid Bang x French Montana x Khaled – Maghreb Gang
„Hier haben wir einen Klassiker komplett neu gemacht. Arabischer Gesang gemixt mit hartem Rap und zwei Beat-Elementen. Am meisten feiere ich die Verses, Flows und Melodie – zu krass!“
Juh-Dee hat keine Angst, etwas Neues auszuprobieren, und lässt sich auf die Artists ein, immer mit dem bestmöglichen Ergebnis vor Augen. Dass das klappt, zeigen vor allem „Bläulich“ und „90-60-111“, die beide direkt auf Platz 1 der Single-Charts landeten.

3 Songs, die dich und deinen Stil geprägt haben?

1. Usher – Yeah
„Dieser prägnante Lil Jon-Sound und die 808s waren zu krass. So eine simple Melodie mit R’n’B-Gesang: einfach heftig. Das war der erste Beat, den ich nachbauen wollte.“
2. 50 Cent – Candy Shop
„Einer der besten Beats aller Zeiten. Drums, Sounds, Bounce, die einfache Melodie mit orientalischem Pitch, fire!“
3. Lumidee – Never Leave You (Uh Oh) Remix
„Damals habe ich immer vor dem Fernseher gewartet, dass der Song auf MTV kommt. Dieser Dancehall-Beat, der Diwali Riddim, kam auch in vielen weiteren Songs zum Einsatz.

3 Tools, auf die du im Studio nicht verzichten kannst?

1. Keyboard: Komplete Kontrol
„Ohne Keyboard und Mouse kann ich nicht arbeiten. Dieses Einklicken von Drums und Melodien am Bildschirm ist gar nicht mein Ding.“
2. Synth: Juno 60
„Mein Lieblings-Plugin ist aktuell der Juno 60 von Roland. Damit bekommt man einen schönen Vintage-Analog-Sound.“
3. Genelec und Beyderdynamic Kopfhörer
„Eine gute Abhöre: Genelec im Studio und Beyerdynamic-Kopfhörer für unterwegs.“
Hits, Skills und Rapwissen: Juh-Dee

Juh-Dee im Red Bull Rap Duell

© Fabian Brennecke