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3x3: Lucry und Suena von „Roller“ bis „Fame“

© Lucry & Suena
In unserem Producer-Feature dreht sich diesmal alles um das umtriebige Duo Lucry und Suena: Woher kommt ihr Style und ohne welche Hilfsmittel geht es im Studio einfach nicht?
Autor: Red Bullveröffentlicht am
An „Roller“ muss man erst mal vorbeikommen: Über ein halbes Jahr war der Apache-Überhit in den deutschen Top Ten, das Video hat inzwischen 100 Millionen Views, und all das wäre ohne Suena und Lucry nicht passiert – denn die beiden sind das Producer-Duo hinter dem Hit.
Aber natürlich ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn Lucry und Suena liefern Musik in alle Ecken der Szene, egal ob für Chapo102 oder Fero47, Azet und Nash oder Céline. Mehr als genug gute Gründe, den beiden musikalisch auf den Zahn zu fühlen, oder? Hier sind drei Fragen und jeweils drei Antworten von Suena und Lucry.

Welche 3 Songs erklären am besten euren Sound?

1. Apache 207 – Fame
„Den Song verbinden wir mit purer Energie. Er klingt durch die 80s-Sounds und die eingängigen Melodien von Apache einerseits sehr groß, ist gleichzeitig aber eine kompromisslose Block-Hymne. Ein Spagat, der in unseren Produktionen häufig eine Rolle spielt.“
2. Miami Yacine – Intro Résumé
„Hier ist das Arrangement sehr speziell, der Song wird musikalisch bis zur Hälfte nur durch ein akustisches Piano getragen. In der zweiten Hälfte samplen wir uns quasi selber und kombinieren die klassischen Elemente von Piano und Cello mit modernen Drums.“
3. Kasimir1441 – Zeit ist Geld
„Von der Produktion her ziemlich poppig und elektronisch für unsere Verhältnisse, Kasi bildet dazu mit seiner roughen Vocal-Performance das perfekte Gegengewicht. Den Beat haben wir in Miami gemacht. Der Input, den wir dort mitbekommen haben, hat uns sehr bei den Synths und dem Bass inspiriert.“
Schau dir hier Kasimir1441 im Rap Duell an:

3 Songs, die euch und euren Stil geprägt haben?

1. Madonna – Nothing Fails
„Kompositorisch für uns einer der bedeutendsten Popsongs überhaupt.“
2. Frédéric Chopin – Fantaisie-Impromptu Op. 66
Suena: „Seitdem ich zum ersten Mal Klavierunterricht hatte, wollte ich das Stück spielen können. Dass ich es zehn Jahre später durch sehr viel Übung dann auch wirklich konnte, brachte mir die Erkenntnis, dass ich mit harter Arbeit an meine Ziele komme.“
3. Pablo Milanes – Yolanda
Lucry: „Meine wichtigste Samplequelle waren schon immer die alten kubanischen Platten meines Vaters. Pablo Milanes war dabei jahrelang eine Hauptfigur.“

3 ultimative Tools im Studio, auf die ihr nicht verzichten möchtet?

1. Echo Kit
„Sounds spielen für uns immer eine große Rolle! Wir bauen uns eine eigene Library auf, die wir ständig updaten. Das Echo Kit ist eine Auswahl von Sounds, mit denen wir arbeiten – ihr bekommt sie auf echokit.de.“
2. USB-C-Adapter
„Seitdem Macbooks nur noch USB-C-Anschlüsse haben, ist man im Studio ohne Adapter oft aufgeschmissen. Viele Geräte haben immer noch einen Thunderbolt- oder USB-Anschluss.“
3. Piano und Pedal
„Auch wenn man mittlerweile viel mit der Computer-Tastatur machen kann, brauchen wir im Studio immer ein Keyboard, um Beats zu machen. Das Pedal ist dabei fast genau so wichtig.“
Lucry & Suena Pressefoto
Lucry & Suena