A Way Out erscheint bereits am 23. März 2018.
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A Way Out: Koop-Action abseits des Mainstreams

Knastausbruch, Fischfang und Action: Das macht das Koop-Abenteuer A Way Out anders.
Autor: Olaf Bleich
4 min readveröffentlicht am
Auf das emotionale Meisterwerk Brothers – A Tale of Two Sons folgt A Way Out für PC, PlayStation 4 und Xbox One: Die schwedischen Hazelight Studios erschaffen unter der Führung von Filmregisseur Josef Fares erneut eine Spielerfahrung abseits des Mainstreams. In dem Action-Abenteuer brechen die Sträflinge Leo und Vincent aus dem Gefängnis aus. 
Der Clou: A Way Out ist ein reines Koop-Spiel. Es gibt keinen Einzelspielermodus. Ihr benötigt also entweder einen Couch-Kumpel oder einen Online-Buddy zum Erleben dieses besonderen Titels. Glücklicherweise nahm sich Josef Fares persönlich Zeit und präsentierte sein Spiel in einer launigen und nicht minder spannenden Vorab-Session.
Game Director Josef Fares und Autor Olaf Bleich.
Game Director Josef Fares und Autor Olaf Bleich.
Teamwork
Leo und Vincent könnten kaum unterschiedlicher sein. Leo ist aufbrausend und aggressiv, Vincent eher zurückhaltend und rational. Kein Wunder, dass sich die beiden zu Beginn nicht leiden können. Ganz ähnlich ergeht es Spielern, die „A Way Out“ zum ersten Mal gemeinsam ausprobieren. „Anfangs sprechen sie kaum miteinander. Es dauert ein wenig, bis Spieler miteinander warm werden“, erklärt der Filmregisseur bei der Anspielrunde. Obwohl ihr zu Beginn jedes Kapitels euren Charakter wechseln könnt, wird diese Funktion nur selten genutzt. Ihr sollt euch mit eurer Spielfigur identifizieren und mit eurem Partner zusammen arbeiten. 
Das Teamwork stellt „A Way Out“ in verschiedenen Momenten dar: In einer Schleichsequenz kurz nach der Flucht koordiniert ihr euren Weg durch hohes Gras und die Attacken auf die Polizisten. Später rettet ihr euren Partner bei einem weiten Sprung über einen Abhang. Und zwischendurch wird es sogar so richtig buddy-mäßig, wenn Vincent und Leo gemeinsam ihr Lager aufschlagen und fischen gehen.
An Schlüsselpunkten müsst ihr euch entscheiden.
An Schlüsselpunkten müsst ihr euch entscheiden.
Entscheidungen
Die Krone der Koop-Schöpfung sind aber zweifellos die so genannten Entscheidungen. „Wir bauen diese Momente ein, um die Interaktion zwischen den Koop-Freunden zu fördern“, führt Josef Fares aus. An Schlüsselpunkten stehen Leo und Vincent vor der Wahl, wie sie fortfahren möchten. Spielerisch sind diese Augenblicke eher unbedeutend. In einem Moment etwa wählt ihr, ob ihr lieber mit einem gestohlenen Polizeiwagen flüchtet oder euch unter einer Brücke hindurch schleicht. Letztlich entstehen durch die Entscheidungen aber Diskussionen zwischen den Spielern. A Way Out besticht durch seine Geschichte und seine glaubwürdigen Charaktere. Es erinnert stark an einen interaktiven Film, in dem ihr Regisseur spielen dürft. Jede Entscheidung muss einstimmig sein und genau das sorgt immer wieder für Gesprächsstoff.
Schleichen will gelernt sein.
Schleichen will gelernt sein.
Abwechslung
A Way Out hält sich an keine Konventionen. Deshalb spielt sich jedes Kapitel anders. Mal erinnert das Spiel an einen Action-Schleicher wie Assassin's Creed – Origins, dann wieder an ein Abenteuer vom Schlage eines Heavy Rain. Josef Fares lacht: „Ich weiß, dass unser Ansatz für viele ein Unding ist. Aber wir möchten, dass sich kein Abschnitt so anfühlt wie der davor.“ Und so liefert das Spiel immer wieder andersartige Ideen ab. Nach der hektischen und spannenden Flucht gehen Leo und Vincent fischen, überfallen wenig später eine Tankstelle und legen sich in einem Krankenhaus mit ganzen Heerscharen von Polizisten an. Damit ihr bei so vielen Veränderungen nicht durcheinander kommt, setzt A Way Out immer wieder auf Bildschirmeinblendungen und eine sehr intuitive Steuerung. Das Spiel ist nicht sonderlich kompliziert und ist dadurch extrem zugänglich.
Gameplay Trailer zu A Way Out
Emotionen
A Way Out besticht vor allem durch seine Story und durch die Emotionen. Leo und Vincent sind zwei liebenswerte Halunken mit vollkommen unterschiedlichen Eigenschaften. Josef Fares und sein Team nutzen Kleinigkeiten zur Charakterzeichnung: „Es sind oftmals Gesten oder Dialogoptionen, mit denen wir die Charaktere unterstreichen.“ Zwar ist A Way Out ein lineares Action-Abenteuer, erlaubt jedoch zwischendurch das Erforschen der Spielwelt und ihrer Bewohner. Auf diese Weise entdeckt ihr immer wieder kleine Geschichten, die für mehr Atmosphäre sorgen. Ebenfalls cool: Befindet sich ein Koop-Partner in einer Dialog-Sequenz, kann sich der andere weiterhin frei bewegen und sogar die Gespräche „photobomben“. 
A Way Out erscheint am 23. März 2018 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Wer ein andere Spielerfahrung sucht und bereits einen Koop-Kumpel im Auge hat, der wird hier ganz sicher fündig.