Arda Saatçi vor seiner nächsten Challenge: 600 Kilometer in 96 Stunden
© Daniel Gracanin / Red Bull Content Pool
Fitness

Arda Saatçi – halb Mann, halb Motivations-Maschine

Ultrarunner Arda Saatçi liefert gelebte Motivation an ein Millionenpublikum. Via YouTube, TikTok und Co. zeigt der 28-Jährige: du hast jeden Tag die Chance, Grenzen zu verschieben.
Von: Henner Thies
8 min readPublished on
Arda Saatçi aus Berlin lebt nicht in großen Gesten, sondern in kleinen Wiederholungen. In Kilometern, die sich summieren. In Tagen, die sich ähneln, in Routinen, die er automatisiert hat – und die genau darin ihre Bedeutung finden.
Das hat er im Mai 2026 auf beeindruckende Art bewiesen: Arda Saatçi ist vom tiefsten Punkt Nordamerikas quer durch das Death Valley bis an den Pazifik gelaufen. 604,6 Kilometer in 123 Stunden – weiter, länger und extremer als alles zuvor. Millionen Menschen verfolgten seinen Lauf live und machten aus einer persönlichen Challenge ein kollektives Erlebnis.
Dieses Mindset, mit dem der 28-Jährige die Challenge durchgezogen hat, kommt nicht von irgendwo. Konstanz ist die Währung, mit der Arda in seinen immer größer werdenden Erfolg investiert. TikTok, Instagram und YouTube sind die Marktplätze, auf denen sich Ardas gelebte Werte vervielfachen – Authentizität, Gesundheit, Selbstoptimierung, Motivation, Sport.

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Jeder Tag ist „Day One“

“Every day is day one", fasst Arda Saatçi seine Lebenseinstellung zusammen: "Du bist nicht durch das definiert, was gestern war. Jeden Morgen hast du die Chance, neu zu entscheiden, wer du bist! Am Ende“, sagt Saatçi, „kämpfst du immer nur gegen dich selbst, gegen dein eigenes Ego, gegen deinen eigenen inneren Schweinehund. You vs. You.“ Und Arda lebt, was er predigt.
Arda Saatçi auf dem Nürburgring nach dem Cap-Handover von Max Verstappen.

Arda Saatçi

© Joerg Mitter / Limex Images I Red Bull Content Pool

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Am Ende kämpfst du immer nur gegen dich selbst.
So auch an diesem Tag, an dem Arda mit einer Laufeinheit in seinen Tag startet. Auf dem Programm: 60 km. Nichts Unübliches. Eher Routine. Also Supplements schlucken, Sportklamotten an, Laufschuhe schnüren, noch ne Banane, ein Blick auf die Uhr und los geht’s: wieder Day One! Wieder eine von 365 Chancen im Jahr, Grenzen zu sprengen. Seine Community nimmt Arda auch an diesem Morgen per Kamera mit. Das Material wird später zu einer seiner mittlerweile millionenfach geviewten „Day in Life“-Episoden auf YouTube.
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Arda liefert gelebte Motivation – für jede:n

Es sind diese Momente, in denen für Arda – und für seine Follower – alles einfach wirkt. Beim stoischen Abspulen etlicher Kilometer macht alles Sinn. Nichts ist wichtiger, als der nächste Schritt. Und bald sind nur noch die zu hören – Ardas gleichmäßige Schritte auf dem Asphalt. Ab Kilometer 30 kommen einige praxiserprobte Life Hacks dazu:
„Leute, der Kopf sagt dir: hör auf! Dein Körper sagt: ich kann nicht mehr. Beide lügen. Dein Kopf will dich in deiner Komfortzone behalten, und dein Körper will Energie sparen. Aber: Du bist nicht dein Kopf und nicht dein Körper, du bist der Wille dazwischen. Du entscheidest, dass es weitergeht. Das ist der Moment, in dem du wächst und das nächste Level freischaltest.“
Max Verstappen und Arda Saatci posieren mit dem markanten Red Bull AMG-Rennwagen während der Saison 2026 auf dem Nürburgring, der den dynamischen Rennsportgeist von Red Bull verkörpert

Max Verstappen und Arda Saatçi mit Red Bull AMG am Nürburgring 2026

© Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Das Reden in die Kamera ist Arda in Fleisch und Blut übergegangen – auch während des Laufens. Nichts wirkt anstrengend oder angestrengt. Nicht mal die 60 Kilometer. Stattdessen belohnt sich Arda nach dem Lauf mit 2 Minuten Wandsitzen – auch das macht er jeden Tag. Kleine Routine, große Wirkung. Wenn man durchzieht. Alles easy. Alles süper!
Es ist ein bisschen heile Fitness-Welt, delivered von einem jungen Mann aus dem Schoß der Gen Z – in Zeiten, die unübersichtlicher nicht sein könnten. Das kommt an. Arda kommt an. Mit seiner sympathischen Art identifiziert Mann und Frau sich gerne. Endlich mal einer, der motiviert, ohne schlechtes Gewissen zu machen. Der zeigt, was er macht, jeden Tag, unverstellt, fast spielerisch und dabei doch auf etwas viel Größeres einzahlt: der bedeutendste Fitness-Athlet der Welt zu werden. Arda ist auf dem besten Weg dorthin – und wir alle können ihn auf diesem Weg begleiten.
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Träume ändern sich: Fitness-Athlet statt Fußballer

Mit 6 Jahren beginnt Arda Fußball zu spielen. Sofort ist es sein Ziel, Profi zu werden. Er investiert alles für sein Ziel. Auch als seine Freunde im Jugendalter beginnen auszugehen, bleibt Arda am Ball, setzt alles aufs Training und seinen Durchbruch als Fußballer. Doch der bleibt aus. Mit 18 muss sich Arda eingestehen: dieser Traum ist geplatzt! Eine extrem harte Phase in seinem noch jungen Leben, betont Arda noch Jahre später, doch sein bisher tiefster Punkt markiert für den Sohn türkischer Einwanderer einen Neuanfang. Er studiert BWL, arbeitet parallel in einer Bau- und Immobilienfirma und fängt mit Boxen und Kraftsport an.
Vom Boxen nimmt Arda nach den ersten unguten Erfahrungen Abstand und fängt stattdessen parallel zum Krafttraining mit dem Laufen an. Schnell wird aus der anfänglichen Kompensationsstrategie Ardas neues großes Ziel: Er will, egal in welchen Raum er geht, der Fitteste in diesem Raum sein – irgendwann auch dann, wenn er mit einigen der größten Sportler der Welt in einem Raum zusammensitzt.
Arda Saatçi

Arda Saatçi

© Joerg Mitter / Limex Images I Red Bull Content Pool

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Ich will die Grenzen des mir Möglichen verschieben.
Über Monate und Jahre trainiert Arda wie ein Besessener, reißt zwei Laufeinheiten am Tag ab, geht ins Krafttraining, optimiert seine Ernährung und seinen gesamten Tagesablauf. So wird aus dem ehemaligen Fußballer Arda „Cyborg“ Saatçi, der sein eigenes Limit sucht, um dann darüber hinaus zu gehen. Egal, ob beim Schwimmen, Laufen oder beim Krafttraining.
So läuft der selbst ernannte Fitness-Cyborg irgendwann nur noch Marathons, weil der Halbmarathon keine Herausforderung mehr darstellt. Macht 1.000 Klimmzüge in unter 2 Stunden, weil – "why not?" und stellt auch sonst jedes Limit in Frage, an das er gelangt. "Ich will die Grenzen des mir Möglichen verschieben", bekräftigt Arda. "Das ist meine Hauptmotivation für alles und die kommt allein aus mir selbst!“
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Extrem, extremer, Arda

Im Sommer 2024 stellt sich Arda seiner bisher größten Herausforderung: Er läuft rund 3.000 km von seiner Heimatstadt Berlin bis nach New York, und zieht das Projekt trotz eines Ermüdungsbruchs im Schienbein und den daraus resultierenden zwei Monaten Zwangspause durch. Nach 74 Tagen und einem Marathon pro Tag erreicht Arda siegreich den Big Apple.
Eine viel beachtete Leistung, die Saatçi neben weltweiter Aufmerksamkeit auch den renommierten VideoDays Award in der Kategorie „Sports“ einbringt. Wer Arda nicht bereits vorher auf der Fitness-Landkarte hatte, kennt spätestens jetzt seinen Namen und weiß: dieser Berliner Jung, der meint et ernst!
Der Beweis dafür folgt ein Jahr später, als Arda auf sein New York Abenteuernoch eine Schippe drauflegt: In nur 43 Tagen läuft er einmal der Länge nach von Norden nach Süden durch Japan. 3.000 km weit – das sind fast zwei Marathons pro Tag. Ein weiteres einzigartiges Projekt zwischen physischer Grenzerfahrung und psychischer Höchstleistung, für das Arda sowohl seine Community auf Social Media, als auch die Locals in Japan bejubeln.
Diese Erfahrungen münden 2026 in seine bislang kompromissloseste Herausforderung: Bei der Red Bull Cyborg Season – Ultra 600 startet Arda am 5. Mai im Badwater Basin, 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel – dort, wo im Sommer Temperaturen von weit über 40 Grad herrschen. Ziel ist der Santa Monica Pier in Los Angeles. Dazwischen liegen endlose Asphaltstraßen, staubige Trails, Abschnitte der historischen Route 66 und fast 6.000 Höhenmeter.
Nach 96 Stunden ist Arda noch nicht am Ziel. Enttäuschung ist spürbar – Aufgeben keine Option. Stattdessen läuft er weiter. Als er am 10. Mai 2026 nach 123 Stunden am Pazifik ankommt, warten dort Fans, Freunde – und seine Mutter. „Wir haben es wirklich geschafft“, sagt er.
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Die kleinen Dinge machen am Ende das große Ganze

Als Sohn türkischer Einwanderer hat Arda seit jeher einen Blick dafür, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. Dass Disziplin oft mehr zählt als Talent. Dass ein reines Herz und Respekt den Mitmischen gegenüber mehr wert ist als alles Zählbare.
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Weil meine Eltern mir das mitgegeben haben, werden sie immer meine größten Helden bleiben.
Dass es stimmt, was seine Eltern ihm mit auf den Weg gegeben haben, dafür ist Arda das beste Beispiel. Alles, was er heute vorzuweisen hat, hat er sich erarbeitet. Er hat es sich erlaufen, er hat es sich erschwitzt – Kilometer für Kilometer, Schweißperle für Schweißperle.
Während des Laufs verliert Arda in der Hitze bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit pro Stunde. Über die gesamte Distanz setzt sein Körper rund 75.000 Kalorien um. Um funktionstüchtig zu bleiben, nimmt er regelmäßig Kohlenhydrate, Elektrolyte und Flüssigkeit auf – minutiös abgestimmt, aber niemals perfekt. Genau das gehört zu dieser Challenge.
Am kritischsten wird es an Tag drei: Schlafentzug führt zu Halluzinationen, der Körper verlangt nach Pause. Nach einem medizinischen Check schläft Arda 90 Minuten – dann läuft er weiter. „Die 300 Kilometer haben sich angefühlt wie 3.000“, sagt er später.
Arda Saatçis Lebenseinstellung: “Every day is day one"

Arda Saatçis Lebenseinstellung: “Every day is day one"

© Daniel Gracanin / Red Bull Content Pool

Sein heutiges Leben, seine Trainings-, Morgen- und Regenerationsroutinen, seine „Cyborg Seasons“, wie Arda seine Kalenderjahre nennt, all das ist kein starres Regelwerk, es ist ein Versprechen – an sich selbst und an seine mittlerweile millionenstarke Gefolgschaft. Hier ist einer, auf den ist Verlass. Was er ankündigt, was er anfängt, das zieht er durch, und mag es noch so extrem sein. Und – das vielleicht Beste an diesem Versprechen – wenn Arda, „der jungen Mann aus der Nachbarschaft“ es hält, kann ich das auch!
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2026 – ein neues Level freischalten

2026 will Arda erneut „ein neues Level freischalten“, wie er sagt. Dieses Level hat er erreicht – nicht über Zeit, sondern über Haltung. Auch ohne die angepeilten 96 Stunden bleibt ein Lauf, der Maßstäbe setzt: physisch, mental und emotional. Begleitet von Millionen Zuschauern im Livestream, Kommentaren aus aller Welt und spontaner Unterstützung entlang der Strecke wird der Ultra 600 zu mehr als einem Sportprojekt.
Aus einer Einzelperson wird eine Bewegung. Menschen berichten, dass sie selbst wieder laufen gehen. Dass sie anfangen, sich zu bewegen. Genau das ist Ardas Antrieb: „Am Ende geht es nicht nur um mich“, sagt er. „Wenn ich Menschen motiviere loszugehen, dann war jeder Schritt es wert.“
Die Red Bull Cyborg Season – Ultra 600 ist damit kein Abschluss, sondern ein weiterer Meilenstein in Arda Saatçis „Cyborg Seasons“. Nach Berlin–New York (2024), Japan (2025) und dem Death Valley (2026) steht fest: Für Arda ist jede Grenze nur ein Übergang. Day One. Immer wieder.

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