Snowboarden

Leon Vockensperger

"You get out what you put in!"

Fakten & Statistiken

  • Geburtsdatum
    25 August 1999
  • Geburtsort
    Rosenheim
  • Nationalität
    Germany
    Germany
  • Karriere Start
    2014
  • Disziplinen
    • Snowboard Slopestyle
    • Snowboard Big Air

Biografie

Getreu dem Motto von "nix kommt nix" erobert Leon Vockensberger die Snowboard-Welt auf seine ganz eigene Weise.

“Von nix kommt nix Leon, das woast scho.”, war eine der Lieblingsweisheiten von Leon Vockenspergers Opa. Trotzdem achtete Leons Vater mit großer Sorgfalt darauf, dass der Spaß an der Sportart niemals zu kurz kam. Heute beschreibt Leon das Snowboarden als sein Feuer und seine Leidenschaft – es gibt für ihn nichts Schöneres und Befreienderes. Der Flintsbacher reduziert sich nicht nur auf die gesammelten Erfolge der letzten und der nächsten Jahre. Sein übergeordnetes Ziel ist es, der beste Snowboarder zu werden, der er selbst sein kann – in allen Bereichen, die das Snowboarden zu bieten hat. Die zwei wichtigsten Aspekte für solch ein Ziel sind harte Arbeit und tiefe Leidenschaft, also eben die Werte, die sein Opa und sein Vater ihm während seiner Kindheit mitgegeben haben. Aus diesem Grund hat der junge Athlet die vielen Hindernisse, die ihm bereits in den Weg gelegt wurden, nicht nur gemeistert, sondern ist sogar an diesen gewachsen.

Mit drei Jahren begann Leon bereits die Skipisten runterzurutschen. Mit 7 Jahren folgten die ersten Sponsorenverträge und der Traum Profisportler zu werden wurde täglich größer. Der Lebensabschnitt „weiterführende Schule“ stellte ihn jedoch vor eine Herausforderung, denn die Kombination Snowboarden plus Schule gestaltete sich schwieriger als erwartet. Das Hobby musste hintenangestellt werden, sodass die Sportkarriere immer unrealistischer wurde. Aber Leon wollte nicht aufgeben und bewarb sich auf einen Platz an einer Privatschule in Berchtesgaden. Jenes Wintersportinternat ist darauf spezialisiert junge Athlet:innen zu fördern und ihnen eine gute Balance zwischen Schule und Sport vorzuleben, sodass Leon seinem Sport wieder intensiver nachgehen konnte.

Während seiner sportlichen Laufbahn musste sich der ehrgeizige Snowboarder oft anhören „du bist zu alt und zu schlecht um Pro zu werden“. Aber anstatt sich davon einschüchtern zu lassen, war es für Leon der Anreiz immer 110% zu geben. In der Saison 2018/2019 ließ der 9. Rang beim Weltcup in Cardrona (Neuseeland) auf seinen internationalen Aufstieg hoffen. Endlich stand sein Name auf einer Ergebnistafel, neben den seiner Idole und Vorbilder. Trotz allem währte die Euphorie nicht lange: beim Training reißt sich der Oberbayer sein Syndesmoseband. Er hangelt sich von Fehldiagnose zu Fehlbehandlung zu Operation. „Das Zusammenspiel zwischen meinem Körper und meinem Snowboard funktionierte nicht mehr, ich musste bei null anfangen“, erinnert sich der internationale Athlet und spricht von einer Art „Überlebensmodus“ bei seinem ersten Wettkampf nach der Verletzung. Als im März 2020 der erste Lockdown startete, setzte Leon sich ohne zu zögern in den nächsten Flieger nach Schweden und verbrachte knapp zwei Monate in skandinavischen Skigebieten. Durch tägliches Wiederholen der Basics kam die Sicherheit zurück und spätestens beim Slopestyle-Event in Laax 2021 hat er mit seinem ersten Podestplatz bei einem Weltcup jedem bewiesen, dass sich die deutsche Snowboard-Szene in den Disziplinen Slopestyle und Big Air auf eine erfolgreiche Zukunft freuen kann.

In den nächsten Jahren möchte er einen X-Games Podestplatz sowie eine Winterspiel-Qualifikation schaffen. Vor allem aber möchte er einen Videopart filmen, mit dem er in 20 Jahren noch zufrieden ist. Schließlich weiß Leon seitdem er das erste Mal auf einem Snowboard stand: „Über allem steht am Ende der Spaß“.