Gaming
Fans der Avatar-Filme von James Cameron dürfen sich zum Ende des Jahres 2023 noch einmal über ein Spiele-Highlight freuen, denn Ubisoft bringt die Geschichte um die Na’vi auf den Bildschirm. Doch Avatar: Frontiers of Pandora erzählt eine ganz eigene Story in einem neuen Gebiet. Wir verraten, was das Open-World-Spiel auszeichnet.
01
Aufbruch in eine neue Welt
In Avatar: Frontiers of Pandora schlüpft ihr in die Rolle eines Na’vi, den ihr zuvor im Charakter-Editor selbst zusammenschustert. Dabei wurde die Hauptfigur zusammen mit einigen anderen Ureinwohnern als Kind von der Militärorganisation RDA entführt und für die eigenen Zwecke trainiert.
Viele Jahre später gelingt euch die Flucht und natürlich sinnt ihr nach Rache an euren Entführern, angeführt vom skrupellosen John Mercer. Doch als Gefangene erscheint euch euer eigener Planet fremd, sodass ihr euch auf Pandora erst einmal zurechtfinden und euch unter den anderen Na’vi Stämmen beweisen müsst.
Da Avatar: Frontiers of Pandora eine brandneue Story in einem neuen Gebiet erzählt, sind Vorkenntnisse aus den Filmen nicht zwingend erforderlich. Einige Referenzen versteht allerdings nur, wer die Sci-Fi-Blockbuster gesehen hat. Wirklich zu fesseln vermag es die Story jedoch leider nicht, auch die Haupt- und Nebenfiguren bleiben größtenteils blass.
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02
Das Gameplay: Viel Far Cry mit frischen Ideen
Aus spielerischer Sicht erinnert Avatar: Frontiers of Pandora stark an die Far Cry-Titel, nur eben im Na’vi-Setting. Zu Fuß oder auf dem Rücken von Reittieren erkundet ihr völlig frei die offene Spielwelt, infiltriert RDA-Stützpunkte, sammelt Ressourcen und schließt abwechslungsreiche Haupt- und Nebenmissionen ab.
Natürlich dürfen auch die obligatorischen Sammelobjekte nicht fehlen, ganz so vollgequetscht wie in der Vorlage ist die Welt von Pandora allerdings nicht. Erfreulicherweise setzt das Avatar-Game aber auch viele frische Akzente, so ist das Zusammenspiel mit der Flora und Fauna für das naturverbundene Alien-Volk auch spielerisch gut umgesetzt.
Pflanzen dienen euch beispielsweise als Kletterpunkte, liefern Nahrung oder erweisen sich in Form von explosiven Pilzen auch beim Aufeinandertreffen mit der RDA als äußerst nützlich. Im Spielverlauf lernt ihr zudem verschiedene Na’vi-Clans kennen, deren Gunst ihr euch allerdings erst einmal aneignen müsst.
Steigt euer Ansehen, winken größere Belohnungen und einzigartige Upgrades für eure Spielfigur. Denn der Charakter lässt sich in einem umfangreichen Talentbaum weiterentwickeln und mit neuen Ausrüstungsgegenständen verbessern, die sich optisch anpassen lassen und verschiedene Status-Werte verbessern.
03
Entdeckung und Sinne
Die riesige Welt von Pandora wurde in Avatar: Frontiers of Pandora enorm abwechslungs- und detailreich umgesetzt. Zu Beginn des Spiels ist die Karte mit einem dichten Nebel bedeckt, der sich lichtet, wenn ihr neue Gebiete erkundet.
Erfreulicherweise ist die Map dabei längst nicht mehr so vollgestopft mit Aktivitäten, wie es in vergangenen Ubisoft-Titeln der Fall war. Selbst auf den niedrigeren Schwierigkeitsgraden will der Weg zum nächsten Ziel erst gefunden werden, während Nebenaktivitäten nicht sofort offensichtlich sind.
Das fördert den Entdeckerdrang, denn wenn ihr einen Point of Interest auf der Karte erspäht, gilt es selbst herauszufinden, was sich dort letztlich befindet. Hier kommen zudem die praktischen Na’vi Sinne ins Spiel, die verschiedene Zwecke erfüllen.
Einerseits gibt euch die besondere Ansicht, die ein wenig an das Adlerauge aus Assassin’s Creed erinnert, die grobe Richtung zum Ziel vor. Andererseits könnt ihr nur mit den Na’vi Sinnen Fährten von Wildtieren verfolgen, wichtige Ziele in Quest-Gebieten aufdecken oder Lebewesen und Ressourcen im dichten Dschungel hervorheben.
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Kämpfen oder schleichen
Natürlich machen die Kämpfe in Avatar: Frontiers of Pandora einen großen Teil des Gameplays aus. Wie in Far Cry überlässt es das Open-World-Game euch, ob ihr dabei eher leise schleichend oder mit der Brechstangenmethode vorgehen wollt.
Beim Schleichansatz greift ihr auf Pfeil und Bogen, Schleuder oder Speer zurück. Wer es hingegen etwas brachialer mag, nutzt das Arsenal der RDA-Truppen. Funktionieren können beide Ansätze, wobei das Schleichen natürlich deutlich spaßiger ist.
Zumal es in den Kämpfen nicht nur gilt, die eigene Energie im Auge zu behalten, sondern auch auf die Ausdauer zu achten. Ist letztere aufgebraucht, könnt ihr beispielsweise nicht mehr sprinten und eure automatische Gesundheitsregeneration wird ausgesetzt. Wohl dem, der mit Heilpflanzen oder selbst gekochten Gerichten ausgestattet ist.
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05
Eine wunderschöne Spielwelt
Der heimliche Star von Avatar: Frontiers of Pandora ist allerdings die Spielwelt selbst. Das westliche Grenzgebiet wartet mit malerischen Regenwäldern, düsteren Sümpfen und vielen weiteren beeindruckenden Kulissen auf, dank denen es einfach nur ein großer Spaß ist, den fremdartigen Planeten zu erkunden.
Überall findet ihr kleine oder große Details und interessante Punkte innerhalb der Welt, die den Entdeckerdrang fördern. Hinzu kommt die üppige Tier- und Pflanzenwelt, die ihrem ganz eigenen Ökosystem folgt.
Auch hier wartet das Game mit einigen frischen Ideen auf. Wollt ihr beispielsweise eine Pflanze ernten, ist es nicht nur wichtig, wie vorsichtig ihr diese von ihrem Stamm nehmt, sondern auch bei welchem Wetter – sonst sinkt mitunter die Qualität, was die damit verbundenen Effekte reduziert.
Optisch eindrucksvoll ist auch das Farbenspiel bei verschiedenen Tageszeiten. Tagsüber erstrahlen die dichten Wälder und Wiesen in satten, lebendigen Farben, während nachts vor allem Blau- und Grüntöne der fluoreszierenden Pflanzen dominieren und der Titel eine ganz eigene Atmosphäre schafft.
Eine besondere Rolle wird in Avatar: Frontiers of Pandora zudem dem Ikran zuteil. Auf dem Rücken der majestätischen Flugechsen gelangt ihr nicht nur schneller von A nach B, auch spaßige Luftkämpfe sind Teil des Gameplays.
Auch wenn Avatar: Frontiers of Pandora stellenweise an Far Cry erinnert und die Story blass bleibt, ist es vor allem die malerische und atmosphärische offene Spielwelt, die euch immer wieder an den Bildschirm fesselt. Wer gerne abwechslungsreiche Landschaften auf der Suche nach Geheimnissen durchforstet, wird mit dem Game seine wahre Freude haben.
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