Zwei Wingsuit-Piloten freuen sich nach erfolgreich absolviertem Flug.
© Markus Berger / Red Bull Content Pool
Wingsuit Flying

BASE-Jumping vs. Wingsuit-Fliegen: Das sind die Unterschiede

Hier erfährst du alles über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen BASE-Jumping und Wingsuit-Fliegen - die zwei extremsten Flugdisziplinen der Welt.
Von: Jeremías San Martín / Clemens Burghofer
3 min readPublished on
Bereits seit der Antike träumt der Mensch vom Fliegen. Ob als Transportmittel oder als sportliche Freizeitbeschäftigung -- schon immer wollten Menschen sich in neue Höhen begeben und wie Vögel in die Lüfte abheben.
Deshalb entstand eine der heute am weitesten verbreiteten Sportarten der Welt -- das Fallschirmspringen.
Aus dem Fallschirmspringen haben sich wiederum andere Disziplinen entwickelt, die alle eine Gemeinsamkeit haben: den freien Fall. Und genau das ist auch eine der Parallelen zwischen BASE-Jumping und Wingsuit-Fliegen -- zwei der bekanntesten und extremsten Flugdisziplinen der Welt. Lies weiter, um mehr über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erfahren.
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BASE-Jumping

BASE Jumping in Zakynthos, Griechenland, fotografiert von Kontizas Dimitrios

Der Strand-Basejump

© Kontizas Dimitrios/Red Bull Illume Image Quest

Was ist BASE-Jumping?
Beim BASE-Jumping springt man von festen Objekten ins Leere und zieht dann einen Fallschirm, um sicher auf dem Boden zu landen.
Die Abkürzung "B.A.S.E." steht für "Building" (Gebäude), "Antenna" (Antennen, Schornsteine), "Span" (Brücken, Viadukte), und "Earth" (Klippen, Felsen).
Einer der Hauptunterschiede zwischen BASE-Jumping und Fallschirmspringen besteht darin, dass man beim BASE-Jumping in einer viel geringeren Höhe abspringt, was dazu führt, dass unmittelbar nach dem Absprung bereits der Fallschirm geöffnet wird.
Was bedeutet "B.A.S.E."?

Building

= Gebäude

Antenna

= Antennen, Schornsteine

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Einer der Hauptunterschiede zwischen BASE-Jumping und Fallschirmspringen besteht darin, dass man beim BASE-Jumping in einer viel geringeren Höhe abspringt, was dazu führt, dass unmittelbar nach dem Absprung bereits der Fallschirm geöffnet wird.
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Wingsuit-Fliegen

OK, now you're just showing off

OK, now you're just showing off

© Noah Bahnson

Was ist ein Wingsuit?
Ein Wingsuit ist -- wie der Name schon sagt -- ein spezieller Anzug mit Flächen aus Stoff zwischen Armen und Beinen.
Der Zweck des Wingsuits besteht darin, den vertikalen Fall in eine horizontale Flugbewegung umzuwandeln, was durch ausgefeilte und raffinierte Technik erreicht wird, die auf spezifischen Körperbewegungen beruht, was wiederum enorm viel Training und Vorbereitung erfordert.
Diese horizontale Verschiebung ist genau das, was das Wingsuit-Fliegen so besonders macht im Vergleich zum traditionellen Fallschirmspringen. Ein erfahrener Wingsuit-Pilot kann für jeden Meter, den er vertikal fällt, bis zu 3 Meter horizontal zurücklegen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreichen.
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Diese horizontale Verschiebung ist genau das, was das Wingsuit-Fliegen so besonders macht im Vergleich zum traditionellen Fallschirmspringen.
Einer der spannendsten Aspekte beim BASE-Jumping und Wingsuit-Fliegen ist das Gefühl in der Luft. Während man beim BASE-Jumping kurz im freien Fall ist, ist das Geschwindigkeitsgefühl mit einem Wingsuit noch größer. Und obwohl das Wingsuit-Fliegen vermeintlich weniger akrobatisch ist, können spektakuläre Manöver ausgeführt werden, die denen von Vögeln ähneln. Das ist auch der Grund, warum man zu Wingsuit-Piloten oft "Vogelmenschen" sagt.
Während beim BASE-Jumping das Gleitverhältnis nicht einmal annähernd 1 beträgt (also für jeden vertikalen Meter ergibt sich weniger als ein horizontaler Meter in Bezug auf den Absprungspunkt), ist es mit einem Wingsuit sogar möglich, auf ein Verhältnis von bis zu 4 zu kommen.
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Während beim BASE-Jumping die Gleitzahl nicht annähernd 1 beträgt, ist es mit einem Wingsuit möglich, eine Gleitzahl von 4 zu erreichen.
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Dani Román - der König der Lüfte

Wingsuit-Pilot Dani Román im Red Bull-Wingsuit über Dubai.

Dani Román über der unwirklichen Kulisse von Dubai

© Nicholas Calabrino

Aktuell sorgt der Spanier Dani Román mit seinen gewagten Stunts auf der ganzen Welt -- darunter in Norwegen, Tschechien und Hawaii -- für Staunen. Der Überflieger ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, die Lüfte neu zu definieren, sei es beim Fallschirmspringen, beim BASE-Jumping, beim Freefly-Coaching oder beim Wingsuit-Fliegen. Aber vor allem will er eines: Spaß haben.
Im Jahr 2022 führte in sein unbändiger Drang nach Adrenalin in die malerische kleine Stadt Ronda in der spanischen Provinz Málaga. Dort raste er mit knapp 300 km/h auf den Erdboden zu, um den mittleren Bogen der historischen Brücke Puente Nuevo zu durchqueren. Ein Kunststück, das noch nie zuvor vollbracht wurde und an dem der unerschrockene Mann aus Andalusien mehrere Monate geplant hat.
Dani Roman bei seinem Stunt in Ronda, Spanien, am 30. November 2022.

Dani Román

© Ivaylo Donchev / Red Bull Content Pool

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