Battlefield 1942 markiert den fulminanten Auftakt
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So hat sich Battlefield im Lauf der Zeit gewandelt

Die Battlefield-Serie erfreut sich riesiger Beliebtheit. Wir blicken zurück auf die Historie.
Von: Philipp Briel
9 min readPublished on
Mit Battlefield 1 steht endlich der neueste Teil der beliebten Shooter-Reihe der schwedischen Entwickler von DICE und Electronic Arts in den Startlöchern.
Grund genug für uns, einmal die Vergangenheit der von Fans gefeierten Serie Revue passieren zu lassen, welche mit ihren Ursprüngen im Jahr 2002 das Genre der First-Person-Shooter revolutioniert hat.

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Gerade im Mehrspielerbereich steht der Name Battlefield seit jeher für kompromisslose, atemberaubend inszenierte Action und spannende Fahrzeugschlachten.
Mit Battlefield 1 wagen sich EA und DICE erstmals an den ersten Weltkrieg, nachdem die erfolgreiche Serie in der Vergangenheit von der Moderne, über den Vietnamkonflikt, eine düstere Zukunft und den zweiten Weltkrieg nahezu alles abgedeckt hat, was man sich nur vorstellen kann.
Doch kennt ihr auch wirklich jeden Ableger?

Battlefield 1942

Battlefield 1942 markiert den fulminanten Auftakt

Battlefield 1942 markiert den fulminanten Auftakt

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Battlefield 1942 stellt den Auftakt der Reihe dar. Der bereits im Jahre 1999 unter den Codenamen Eagle präsentierte Multiplayer-Shooter erschien 2002 exklusiv für den PC. Schon damals tummelten sich bis zu 64 Spielern auf den weitläufigen Karten, die mittlerweile ein Markenzeichen der Reihe darstellen.
Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist das Erstlingswerk im zweiten Weltkrieg angesiedelt und lässt Spieler wahlweise auf Seiten der Achsenmächte oder der Alliierten wichtige Schlachten und Operationen des Krieges miterleben. Von Berlin, über El Alamein bis hin zu Wake Island bot Battlefield 1942 ein breites Spektrum an Umgebungen.
Auch die serientypischen Klassen und Fahrzeuge feierten im Auftakt ihre Premiere und gerade die Dogfights waren damals legendär.
Zudem spendierten die Entwickler dem Titel mit „The Road to Rome“ und „Secret Weapons of WWII“ zwei hervorragende Add-ons, welche beispielsweise experimentelle Waffen einführten.

Battlefield Vietnam

2004 schickte DICE Spieler in den Dschungel

2004 schickte DICE Spieler in den Dschungel

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Zwei Jahre nach dem Auftakt veröffentlichte der kanadische Ableger von DICE Battlefield Vietnam, welches ebenfalls ausschließlich auf dem PC erschienen ist.
Das grundsätzliche Spielprinzip wurde dabei beibehalten, allerdings in das neue Dschungel-Szenario verfrachtet und mit den entsprechenden Fraktionen, Fahrzeugen und Waffen garniert.
Battlefield Vietnam stellte seinerzeit in nahezu allen Aspekten eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Original dar. So war die Grafik deutlich detaillierter und die Karten größer. War dies im Vorgänger noch nicht möglich, ließen sich in diesem Titel erstmals auch die Waffen anderer Spieler aufnehmen und weiterverwenden.
Zudem punktete Vietnam mit einem hervorragenden Soundtrack der 1960er und 1970er Jahre, welcher durch die Lautsprecher der Fahrzeuge via Radio zu hören war. Authentische Propagandadurchsagen von Radio Hanoi sind im Spiel ebenfalls zu hören und tragen zur dichten Atmosphäre bei. Erweiterungen spendierte man Battlefield Vietnam allerdings keine.

Battlefield 2

Battlefield 2 bot ein modernes Setting

Battlefield 2 bot ein modernes Setting

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Gerade einmal ein Jahr nach dem vorangegangenen Teil, nämlich im Jahr 2005, wurde DICE der Name offensichtlich zu lang. So nannte man den eigentlich dritten Ableger der Serie ganz einfach Battlefield 2, weil es sich um das zweite Spiel der schwedischen Entwickler handelte.
Battlefield 2 verfrachtete das Szenario in die Moderne, im Mittelpunkt des Shooters stand ein Konflikt im Nahen Osten. Natürlich hat sich auch auf grafischer Ebene gegenüber den Vorgängern eine ganze Menge getan, dem grundsätzlichen Spielprinzip blieb man mit dem dritten Serienteil allerdings weitestgehend treu.
Allerdings setzte der Titel seinerzeit einen größeren Fokus auf taktisches Teamplay und führte Komfortfunktionen wie das Squadsystem oder den Commander-Modus ein, die auch heute noch fester Bestandteil der Battlefield-Reihe sind. Auch das „Commo-Rose“ genannte System, welches zur nonverbalen Kommunikation mit seinen Mitspielern diente, feierte seine Premiere. Darüber ließen sich in einem Ringmenü rund um das Fadenkreuz bestimmte Textbefehle weitergeben, beispielsweise um so Feindkontakt anzuzeigen oder um Unterstützung zu bitten.
Battlefield 2 wurde zudem um eine große Erweiterung mit dem Namen „Special Forces“ und zwei kleinere Booster-Packs erweitert, welche neue Fraktionen und Waffen in das Spiel einführten.

Battlefield 2142

Ein futuristisches Setting mit Mechs und Co

Ein futuristisches Setting mit Mechs und Co

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Mit Battlefield 2142 wagten sich die Entwickler an ein futuristisches Setting. In dem Spiel stehen sich die Europäische Union und die Pan-Asiatische Koalition im Kampf um die letzten Ressourcen auf der Erde gegenüber.
Am eigentlichen Spielprinzip änderte das allerdings nur wenig. Neben neuen Waffen und Fahrzeugen war vor allem der Titan-Modus das Aushängeschild des Sci-Fi-Shooters, indem die Teams ein riesiges Raumschiff des Gegners zerstören und dabei das eigene verteidigen mussten. Gerade das Waffenverhalten war allerdings deutlich präziser, als noch in Battlefield 2.
Allerdings sah sich Battlefield 2142 enormer Kritik ausgesetzt, da das Spiel erstmals mit dynamischer In-Game-Werbung aufwartete. So sammelte der Shooter im Onlinemodus anonym Daten, welche an einen Server der IGA Worldwide Inc. weitergegeben wurden. Der genaue Inhalt und Zweck dieser Daten ist allerdings bis heute nicht bekannt.

Bad Company 1 und 2

Bad Company – Zerstörbare Umgebungen und Humor

Bad Company – Zerstörbare Umgebungen und Humor

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Mit den beiden Bad Company Spielen schlug Entwickler DICE erstmals einen ganz anderen Weg für die Battlefield-Serie ein.
Gerade der erste Teil im Jahr 2008 sorgte für wütende Gesichter der PC-Fangemeinde, da der Titel exklusiv für die PlayStation 3 und Xbox 360 erschien.
Bad Company setzte als erster Ableger auf die neue Frostbite-Grafikengine, welche noch heute fester Bestandteil der Serie ist. Mit ihrer Hilfe ließen sich erstmals große Teile der Umgebung zerstören, was natürlich ganz neue taktische Möglichkeiten offenbarte.
Im Gegensatz zu den Vorgängern fokussierten sich die beiden Ableger allerdings auf einen Einzelspielermodus, welcher sich bei Fans des Genres noch heute enormer Beliebtheit erfreute. Das fiktive Kriegsszenario rund um den US-Infanteristen Preston Marlowe präsentierte man nämlich mit einer ordentlichen Portion Humor und jeder Menge cooler Sprüche. Doch auch der Mehrspielermodus erfreute sich enormer Beliebtheit.
Battlefield Bad Company 2 erschien dann zusätzlich auch auf dem PC und wird von Veteranen der Serie noch heute als bisher bester Ableger in den Himmel gehoben. Hier wandte man sich wieder mehr der Multiplayer-Komponente zu, lieferte gleichzeitig aber auch eine gelungene Kampagne dazu.
Der gelungene Mix aus hervorragender Spielbarkeit, starkem Zerstörungs-Feature und der bombastischen Inszenierung förderte eine Vielzahl an aberwitzigen Fanvideos zu tage. Selbst eigene Lieder widmeten die Fans dem Ego-Shooter, wie zum Beispiel das erstklassige „Arica“ von DCRU Colin, welches auf dem Hit „Afrika“ von Toto beruht.
Mit Battlefield Bad Company 2: Vietnam versorgte man den Titel sogar mit einem umfangreichen und nicht minder gelungenen Add-on.

Battlefield Heroes und Battlefield Play4Free

Battlefield Heroes scheiterte trotz gutem Humor

Battlefield Heroes scheiterte trotz gutem Humor

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Battlefield Heroes tanzt als bisher einziger Titel komplett aus der Reihe. Immerhin handelt es sich um einen Third-Person-Shooter, welcher sich ausschließlich über Werbung und Bezahlinhalte finanzierte. Der PC-exklusive Teil aus dem Jahr 2009 kam bei Serienfans trotz durchaus großem Inhalt und mitunter spaßigem Spielablauf allerdings nie wirklich an.
Ähnlich wie in Rollenspielen ließ sich der eigene Charakter im Laufe der Zeit aufwerten und so mit neuen Fähigkeiten versehen. Mittels echtem Geld konnte man zudem neue Outfits und deutlich stärkere Waffen kaufen, was die Spieler natürlich verärgerte.
Obwohl Electronic Arts Battlefield Heroes auch noch Jahre nach dessen Erscheinen mit Erweiterungen versorgte, sank die Spielerzahl kontinuierlich bis für den Shooter im Jahr 2015 endgültig die Lichter ausgingen.
Ein ähnliches Konzept verfolgte man 2011 mit Battlefield Play4Free, allerdings aus der Ego-Perspektive. Auch hier ärgerten sich Fans über nervige Mikrotransaktionen, die einem mitunter einen unfairen Vorteil verschaffte.
Aus spielerischer Sicht war Battlefield Play4Free ein Mix aus Battlefield 2, Bad Company 2 und Battlefield Heroes ohne nennenswerte Neuerungen und so wurde auch dieses Spiel im Jahr 2015 eingestellt.

Battlefield 1943

Der Downloadtitel orientiert sich am Serienauftakt

Der Downloadtitel orientiert sich am Serienauftakt

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1943? Ist das ein Schreibfehler? Nein, das ist schon ganz richtig so. Im Jahr 2009 veröffentlichte DICE nämlich den geistigen Nachfolger zum Serienauftakt.
Battlefield 1943 war ein Downloadspiel, welches für Xbox 360 und PlayStation 3 erschien. Die in Entwicklung befindliche PC-Version wurde seinerzeit eingestellt.
Trotz nur weniger Karten, Spielmodi und Waffen kam der Titel allerdings bei Fans und Kritikern sehr gut an. Allerdings waren die Neuerungen sehr überschaubar und bis auf einen neuen Spielmodus mit dem Namen Luftüberlegenheit bot Battlefield 1943 kaum nennenswerte Alleinstellungsmerkmale.
Für eine schnelle Mehrspielerpartie mit bis zu 24 Spielern war der Titel allerdings hervorragend geeignet.

Battlefield 3

In Battlefield 3 dürft ihr ganze Häuser einreißen

In Battlefield 3 dürft ihr ganze Häuser einreißen

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Battlefield 3 verhalf der beliebten Shooter-Serie zu einem neuen Höhenflug, nicht zuletzt dank der atemberaubenden Grafik, welche die Frostbite-2-Engine auf den Bildschirm, beziehungsweise Monitor zauberte.
Sowohl die Einzelspielerkampagne, als auch der Mehrspielermodus des in der nahen Zukunft angesiedelten Shooters überzeugte dabei fast auf ganzer Linie mit enormer spielerischer Abwechslung.
Battlefield 3 führte den Koop-Modus ein, in dem zwei Spieler an einem System und bis zu sechs Spieler online bestimmte Missionen gemeinsam absolvieren durften. Durch erfolgreich abgeschlossene Missionen ließen sich dadurch spezielle Waffen freischalten, welche dann im Multiplayer zum Einsatz kamen. Auch exklusive Erkennungsmarken ließen sich im Koop erspielen.
Ganze fünf Erweiterungen spendierte man dem Titel, was natürlich in einer enormen Auswahl an Karten, Fahrzeugen und Waffen resultierte. Auch im Hinblick auf die Spielmodi und verschiedenen Klassen wartete das Spiel mit einer noch nie dagewesenen Abwechslung auf.
Zudem führte man hier den beliebten Battlelog ein – Ein Social-Media-Tool, mit dem man die Statistiken mit Freunden vergleichen, sich mit diesen unterhalten und sie zum Spiel einladen konnte.

Battlefield 4

Größer, schöner, besser heißt es in Battlefield 4

Größer, schöner, besser heißt es in Battlefield 4

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Größer, schöner, besser. So lässt sich Battlefield 4 zusammenfassen. Der im Jahr 2013 veröffentlichte 12. Ableger der Serie blieb dem Kern-Gameplay weitestgehend treu, führte allerdings ein paar nennenswerte Neuerungen ein.
So ließen sich die Waffen erstmals mit mehreren Aufsätzen versehen, selbst Sekundärwaffen ließen sich personalisieren. Außerdem bot Battlefield 4 erstmals die Möglichkeit, Nahkampfangriffe von vorne zu parieren oder beim Schwimmen auf die Pistole zurückzugreifen. Neu waren ebenfalls die Wasserfahrzeuge, darunter sogar die irrwitzigen Jet Skis.
Dank der neu entwickelten Destruction Engine 4.0 war es im Mehrspielermodus zudem sogar möglich, beispielsweise riesige Hochhäuser einstürzen zu lassen. Das System hörte auf den klangvollen Namen „Levolution“ und kam bei den Spielern hervorragend an. Wenn ihr ein riesiges Hotel, einen Staudamm oder Windräder einstürzen lasst, sieht das einfach nur bombastisch aus und eröffnet so spielerisch mitunter ganz neue Wege.
Auch das Gameplay von Battlefield 4 zeigte sich in vielen Punkten detailverbessert, einer von vielen Gründen dafür, warum der Ableger unter Fans und Kritikern zu den beliebtesten der Serie zählt.

Battlefield Hardline

In Hardline treten Cops gegen Gangster an

In Hardline treten Cops gegen Gangster an

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Die Abstinenz der Serienschöpfer von DICE, welche dem Projekt lediglich beratend zur Seite standen, spürt man beim neuesten Ableger Battlefield Hardline an allen Ecken und Enden. Für den Titel, indem erstmal Polizisten und Verbrecher gegeneinander antreten, zeigt sich nämlich das ebenfalls zu EA gehörige Studio Visceral Games verantwortlich, welcher unter anderem die Dead-Space-Spiele entwickelt hat.
Spielerisch ändert das neue „Räuber und Gendarm“ Szenario allerdings nur wenig. Auch Hardline fühlt sich grundsätzlich an, wie ein typisches Battlefield. Die aus dem Vorgänger bekannte Levolution spielt hier ebenfalls sowohl im Einzel-, wie auch im Mehrspielermodus eine große Rolle.
Doch obwohl sich der Titel kaum spielerische Schwächen leistet, hinkt er in der Gunst der Spieler weit hinter den vorangegangenen Ablegern hinterher.