Pierre Gasly
© Red Bull
F1

7 der besten französischen F1-Fahrer aller Zeiten

Frankreich hat im Laufe der Jahre viele legendäre F1-Fahrer hervorgebracht, wir stellen euch die 7 größten aller Zeiten in der Königsklasse des Motorsports vor.
Autor: Philipp Briel
6 min readveröffentlicht am
Seit dem Jahr 2018 gastiert die Formel 1 wieder in Frankreich. Gefahren wird auf dem legendären Circuit Paul Ricard in der südfranzösischen Ortschaft Le Castellet – das Heimrennen für die französischen F1-Fahrer Pierre Gasly und Esteban Ocon.
Alain Prost ist mit vier Weltmeistertiteln der vielleicht bekannteste und erfolgreichste Franzose in der Formel 1 und der Einzige, der schon einmal die F1-Weltmeisterschaft gewinnen konnte.
Doch neben Prost gibt es viele extrem schnelle und furchtlose Fahrer, die es in die Geschichtsbücher der Formel 1 geschafft haben.
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Englisch

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1. François Cevert

  • Siege: Einer
  • Team: Tyrrell
Jackie Stewart und François Cevert bei der Feier zum Grand Prix von Deutschland.
Jackie Stewart und François Cevert
François Cevert, der genauso schnell lebte, wie er gefahren ist, verstarb heute auf dem Kurs, auf dem er seinen ersten großen Triumpf im Motorsport feierte,“ titelte die New York Times seinen Tod während des Qualifyings zum Grand Prix der USA 1973 in Watkins Glen.
Mit seiner Fahrzeugbeherrschung, dem Aussehen eines Filmstars und seiner Ausdauer bei Gesprächen mit Fans wurde Cevert, Sohn eines Pariser Juweliers, als legitimer Nachfolger seines Tyrrell-Teamkollegen und Mentors Jackie Stewart als künftiger F1-Weltmeister 1964 gehandelt, doch sein Tod im Qualifying von Watkins Glen raubte dem Sport eine Legende.
Er hat nur einen Grand Prix gewonnen, allerdings ein buntes Vermächtnis hinterlassen. Eine schnelle Internetsuche zeigt endlos viele Fotos seines guten Aussehens und Stils, der sein Vermächtnis zu einem Grundpfeiler des Motorsport-Glamours vergangener Tage macht.
02

2. Didier Pironi

  • Siege: Drei
  • Teams: Tyrrell, Ligier, Ferrari
Didier Pironi posiert mit seinem Ferrari F1-Wagen in der Boxengasse der Teststrecke von Fiorano.
Didier Pironi auf der Ferrari-Teststrecke in Fiorano
Ende der 1970er Jahre erhob sich Didier Pironi, der Fahrer mit dem Babyface, aus einer Gruppe extrem talentierter französischer F1-Fahrer, um für Ferrari an den Start zu gehen und endlich um die Weltmeisterschaft mitfahren zu können.
Pironi konnte sein Können durch einen Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1978 in einem französischen Auto unter Beweis stellen. Nach seinem ersten Sieg mit Ligier im Jahr 1980 folgte der Ruf von Enzo Ferrari für den Traditionsrennstall.
Die Saison 1982 sollte Pironis Jahr werden. Nachdem sein engster Rivale und Teamkollege Gilles Villeneuve bei einem tragischen Unfall zu Tode kam, von dem noch immer viele glauben, Pironis Ignoranz der Teamanordnungen sei schuld, musste der Franzose nur noch Punkte in seinem überlegenen Ferrari 126C sammeln, um der erste F1-Weltmeister Frankreichs zu werden.
Doch es sollte anders kommen. Ein unnötiger Crash beim Qualifying zum Großen Preis von Deutschland in Hockenheim kostete ihn beinahe beide Beine und beendete die Karriere von Pironi mit einer Tragödie, auf der ein böser Fluch zu lasten schien.
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Deutsch

03

3. Jean Behra

  • Siege: Null
  • Teams: Gordini, Maserati, BRM, Porsche und Ferrari
Behra hat nie ein Rennen gewinnen können, doch französische Fahrer und Fans nennen immer einen Namen, wenn es um ihren größten Landmann in der Formel 1 geht.
Jean Behra wurde 1921 in Nizza geboren, der Ausbruch den Zweiten Weltkrieges raubte dem Fahrer seine besten Jahre, doch schon darauf konnte er mit außergewöhnlichen, couragierten Leistungen für den unterlegenen französischen Hersteller Gordini auf sich aufmerksam machen, bevor er für bekannte Rennställe wie Maserati, Porsche und Ferrari an den Start ging.
Eine Reihe schwerer Unfälle in den 1950ern, während er es mit Legenden wie Stirling Moss und Juan Manuel Fangio aufnahm, führte zu gebrochenen Knochen, einem verlorenen Ohr und einer teilweise abgetrennten Nase. Seine furchtlose Art und die Fähigkeit, alles zu geben, wenn es darauf ankam, ebnete dieser französischen Legende den Weg.
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4. Alain Prost

Die Teamkollegen Alain Prost und Niki Lauda im Jahr 1984 in Estoril, Portugal.
Alain Prost und Niki Lauda 1984
  • Wins: 51
  • Teams: McLaren, Ferrari, Renault, Williams
Statistisch gesehen ist Alain Prost, auch bekannt als ‘Der Professor‘, der beste französische F1-Fahrer aller Zeiten. Immerhin kann er mehr Siege vorweisen als alle anderen Franzosen zusammen.
51 Siegen und vier Fahrer-Weltmeistertitel errang Prost und das in einer Ära, die einige der größten Fahrer des Sports zutage förderte, darunter Ayrton Senna, Nelson Piquet und Nigel Mansell.
Er schlug sie alle und mit Renault in den frühen 1980er Jahren bändigte er sogar die gefährlichsten F1-Boliden (Autos mit einer speziellen Aerodynamik, um Downforce zu erzeugen) und später meisterte er mit McLaren und Williams sogar die neuen Wagen, ausgestattet mit neuen High-Tech-Fahrhilfen, bevor er 1993 als Weltmeister abtrat. Damit besiegelte Prost seinen Platz als erfolgreichster französischer F1-Fahrer aller Zeiten mit einem Rekord, der noch lange Bestand haben dürfte.
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5. René Arnoux

  • Siege: Sieben
  • Teams: Martini, Surtees, Renault, Ferrari, Ligier
René Arnoux war Teil von Frankreichs goldener Generation um Patrick Depailler, Jacques Lafitte, Didier Pironi, Alain Prost und Patrick Tambay, unterstützt von Elf Benzin – Geldgeber für viele französische Rennsportträume.
Nach einem unglücklichen Start seiner F1-Karriere, konnte er die Welt erstmals beim Grand Prix von Frankreich 1979 von sich überzeugen, als er der Star in einem der ikonischsten Duelle aller Zeiten wurde, die der Sport hervorgebracht hat. Bei über 290 km/h kämpfte er über mehrere Runden Rad an Rad mit dem Ferrari von Gilles Villeneuve auf der Strecke in Dijon-Prenois.
Seine erste Saison mit Ferrari im Jahr 1983 war seine erfolgreichste und brachte Arnoux drei Siege und vier Podestplätze ein – Platz Drei in der Meisterschaft.
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6. Jean Alesi

Jean Alesi im Williams
7 der besten Franzosen in der Formel 1
  • Siege: Einer
  • Teams: Tyrrell, Ferrari, Benetton, Sauber, Prost, Jordan
Jean Alesi wurde zu einem der beliebtesten Fahrer aller Zeiten für die Tifosi und hatte definitiv mehr als den einen, obligatorischen Grand-Prix-Sieg verdient.
Alesi beeindruckte die Formel-1-Welt bereits 1990 in Phoenix, als er 25 Runden lang in Führung lag und das in seinem eigentlich unterlegenen Tyrrell. Dabei hielt er auf beeindruckende Art und Weise Ayrton Senna im McLaren hinter sich. Dieses Rennen beeindruckte auch Ferrari, zu denen Alesi im Jahr 1991 wechselte und sich mit der Startnummer 27 zu einem der aufregendsten Fahrer seiner Ära aufschwang.
Trotz beeindruckender Leistungen hatte Alesi mit mechanischen Problemen zu kämpfen, die zu emotionalen Ausbrüchen führten, die manchmal seine fahrerischen Leistungen überstrahlen sollten.
Sein einziger Sieg in Kanada 1995 war die überfällige Belohnung für einen derart starken Fahrer, aber mit 32 Platzierungen auf dem Podium sicherte sich Alesi zu recht einen Platz unter den besten Formel-1-Fahrern, die Frankreich hervorgebracht hat.
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Deutsch +3

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7. Pierre Gasly

Pierre Gasly weiß, wie man Rennen gewinnen kann.
Pierre Gasly weiß, wie man Rennen gewinnen kann.
  • Siege: Einer
  • Teams: Toro Rosso, Red Bull, AlphaTauri
Mit 25 Jahren blickt Pierre Gasly bereits auf eine bewegte Karriere zurück. Nach seinem Sieg in der GP2-Serie 2016 ging es für den Franzosen auf direktem Weg in die Formel 1, in der Saison 2017 zunächst als Ersatzfahrer. Beim Großen Preis von Malaysia 2017 gab es sein Debüt für Toro Rosso.
Ein Jahr später konnte Gasly in Bahrain als Vierter bereits seine ersten Punkte sammeln, in der Saison 2019 ging er dann für Red Bull Racing und später erneut für Toro Rosso auf Punktejagd – 95 Zähler bescherten dem Franzosen Platz 7 in der WM-Wertung.
Im Jahr 2020 fuhr Gasly nach einem turbulenten Rennen beim Großen Preis von Italien in Monza seinen ersten Sieg in der Formel 1 ein – zwölf Jahre nach Sebastian Vettel an derselben Stelle erst der zweite Triumpf für den Rennstall.
Gleichzeitig der erste Sieg eines Franzosen in der Königsklasse seit Olivier Panis in Monaco 1996. In der aktuellen Saison 2021 landete Gasly bereits in drei von vier gefahrenen Rennen in den Punkten.