Die SWAT-Technologie von Specialized
© Specialized
MTB

5 clevere Tipps für Mountainbiken ohne Gepäck

Du hast es satt, mit einem Rucksack aufs Bike zu steigen? Mit diesen smarten Tipps & Tricks kannst du ihn getrost zuhause lassen.
Von: Ric McLaughlin
4 min readPublished on
Immer mehr Rider entschließen sich dafür, ohne Rucksack aufs Mountainbike zu steigen. So praktisch ein solcher auch sein mag, lässt es sich meistens nicht vermeiden, dass er doch auch die eine oder andere nervtötende Angewohnheit mit sich bringt: Er sitzt zumeist nicht wirklich stabil (vor allem dann, wenn er nur leicht beladen ist), weshalb er sich ununterbrochen hin und her bewegt und er sorgt nicht selten dafür, dass sich ein unangenehmer Schweißfilm auf deinem Rücken bildet.
Wenn dir all das bekannt vorkommt und du dich gerne dem befreienden Minimalismus verschreiben willst, dann haben wir fünf Tipps für dich, mit denen du zwar gepäckfrei unterwegs bist, aber trotzdem alle Vorzüge einer gut vorbereiteten Ausfahrt genießen kannst.

1. Platz für Wasser

Trek Procaliber 9.9 SL mit Flaschenhalterung.

Trek Procaliber 9.9 SL mit Flaschenhalterung.

© John Braynard

Es gab eine Zeit, in der Wasserflaschen so im Trend lagen wie das ausgebeulte Elastan – und genau diese Zeit feiert momentan ein kleines Comeback. Zum einen sind einfache Flaschen um einiges einfacher zu reinigen, als Trinkblasen. Zudem lässt sich mit solchen viel einfacher im Blick behalten, wie viel Flüssigkeit du auf einer Fahrt tatsächlich zu dir nimmst.

The Glacier Edition

Die Red Bull Glacier Edition mit dem Geschmack von Gletschereis-Himbeere.

Im Dezember 2025 exklusiv auf Amazon erhältlich

Red Bull Glacier Edition - Image
The Glacier Edition Background
Außerdem gibt es einige Hersteller, die coole Flaschenhalterungen produzieren und dir dabei helfen, die Wasserflasche auch unter der Fahrt zu greifen. Doch sei gewarnt: Nicht alle Mountainbikes eignen sich für solche Halterungen (manche Designs lassen dafür auch einfach nicht genug Platz übrig). Achte auch darauf, dass du die Halterungen auf dem Unterrohr nicht zu weit unten platzierst. Das kann zu einer kleinen bis mittleren Katastrophe führen. Nicht ideal…

2. Zeit für Klebeband

Im Bike-Geschäft gibt es eine alte Weisheit: Wenn sich dein Baby nicht mit Klebeband reparieren lässt, dann verwendest du einfach zu wenig davon. Während du es bei diesem Hack mit zu viel Klebeband wohl etwas übertreiben würdest, eignet sich ein billiges Isolierband dennoch hervorragend dafür, um einen Ersatzschlauch, eine Mini-Pumpe und einen Montierhebel in einem Bündel am Rahmen zu befestigen. Geh dabei nur sicher, dass sich das Ganze nicht in irgendwelchen bewegenden Komponenten deines Bikes verfängt.
Während es für die Puristen unter uns etwas unansehnlich erscheinen mag, ist dieser Hack bei vielen Enduro-Ridern extrem beliebt. Manche Hersteller bieten zudem auch elegantere Lösungen an. Der Stage 1-Sattel von DMR Bikes etwa hat ein Ride Saver System verbaut, mit dem du einen Schlauch einfach per Klettverschluss an die Unterseite deines Sattels anbringen kannst.

3. Das Comeback der gemeinen Hosentasche

Dieser Hack ist so naheliegend, dass er fast schon wieder innovativ ist. In der Regel ist es jedoch tatsächlich so: Die Hosentaschen werden zumeist übergangen, wenn es darum geht, für die Ausfahrt etwaiges Kleinzeugs zu verstauen. Dabei passen ein Smartphone, der Auto- bzw. Hausschlüssel und ein Energieriegel in die Taschen nahezu aller Bike-Shorts. Per Reißverschluss verschließbare Taschen und wasserfeste Schutzhüllen fürs Smartphone sind hier natürlich von Vorteil. Generell solltest du aber nicht vergessen, dass ein gewisses Maß an brutalem Minimalismus ganz einfach dazugehört, wenn du ein Leben ohne Gepäck führen willst.

4. SWAT – Dein Freund und Helfer

Natürlich hört die Freiheit, ohne Rucksack unterwegs zu sein, beim einfachen Klebeband noch lange nicht auf. Specialized, einer der größten Bike-Hersteller der Welt, hat einige smarte Köpfe abgezogen, um sich diesem Problem zu widmen. Das Ergebnis nennt sich „SWAT“-Technologie und bietet eine breite Palette an Ausrüstungsgegenständen an, die gepäckloses Mountainbiken zur wahren Philosophie machen. Hier findest du alles, was das Herz begehrt, von geheimen Fächern in Unterrohren aus Karbon bis hin zu smarten Bib-Shorts mit verborgenen Taschen zwischen den Schulterblättern.
„Mit SWAT verfolgen wir das große Ziel, ein Gepäckstück für kürzere Fahrten überflüssig zu machen“, erklärt Justin Sullivan von Specialized UK. „Das Motto dabei lautet: ‚Alles was du brauchst soll genau dort sein, wo du es haben willst.‘ Wir wollen dazu beitragen, dass der durchschnittliche Mountainbiker in Zukunft ohne Rucksack unterwegs ist.“
Als Alternative bietet auch RaceFace eine solche Produktpalette an, in der sich ebenso Bib-Shorts und ein Rip Strip Nierengürtel finden, der mit unterschiedlichsten, smart untergebrachten Taschen ausgestattet ist.

5. Setz voll auf Enduro!

Wenn du in die Vollen gehen willst, dann musst du voll auf Enduro setzen und dich auch dementsprechend ausstatten und kleiden. Viele Hersteller wie Bluegrass und Alpinestars haben etwa damit begonnen, Taschen für Trinkblasen in ihre Ganz-Körper-Anzüge zu integrieren.
Oder versuch einfach mal die weichen Einlagen aus deiner „Enduro-Rüstung“ zu nehmen und den Platz für Trinkblasen und etwaige andere Ersatzteile zu nutzen. Damit legst du einen wahren Enduro World Series-Move hin, bei dem dir zwar etwas wärmer sein wird, als ohne Gepäck unterwegs zu sein, mit dem du aber jede Menge Alternativen für den lästigen Rucksack geboten bekommst.
Mehr MTB-Guides findest du hier