Frei und frech der Motocross-Trickkiste entnommen bringt der Tailwhip immer wieder jede Menge Style in die Mountainbike-Welt. Dabei schlägt der Rider das Heck seines Bikes seitwärts über einen Jump – klingt doch easy, oder? Falsch! Für einen guten Whip benötigst du die perfekte Kombination aus Speed und Style. Wenn du diesen Trick richtig hinbekommst, dann ist das eines der dynamischsten und coolsten Dinge, die du auf einem Bike machen kannst.
Hier haben wir dir einige der feinsten Ausführungen des Whips zusammengestellt, die von einigen unserer Lieblingsfotografen festgehalten wurden.
Josh Bryceland, Fort William, UK
Wenn es um Whips geht, dann ist der Sprung in die Zielarena auf der UCI World Cup Strecke in Fort William so ziemlich das Mekka aller Kicker. Am Renntag selbst passiert es nicht selten, dass an dieser Stelle die letzte Chance übrig bleibt, um noch zu beeindrucken. Rider, deren Bikes streiken oder die schlicht und einfach vom Glück verlassen sind, hauen hier meisten noch einen fürs Publikum raus. Auf Josh Bryceland, der auf diesem Bild zu sehen ist, trifft das aber so gar nicht zu – der gibt schlicht und einfach Vollgas!
Thomas Vanderham, Whistler, Kanada
Der „Vanderwhip“ ist bereits legendär! Der kanadische Freerider Thomas Vanderham war einer der Pioniere, die den Whip und den Scrub vom Motocross in die Mountainbike-Szene brachten und eines lässt sich doch sagen: Seine Tricks können locker mit den modernen Ausführungen mithalten.
Kurt Sorge, Wüste Gobi, China
Kurt Sorge und seine Freunde reisten tief in die ausgedehnten und weiten Flächen der Wüste Gobi in China, um für den bahnbrechenden Streifen Where The Trail Ends zu filmen. Heute ist er zweimaliger Red Bull Rampage Gewinner und ein Freerider, der auf seinem DH-Bike nichts anderes kennt, als voll draufzudrücken.
Ryan Howard, Utah, USA
Der Scrub ist eine Weiterentwicklung des Whip und wahrscheinlich sogar schwerer hinzubekommen. Der Ansatzpunkt des Scrub liegt auf der Rampe um einiges tiefer, weshalb es zu einer dramatischen Reduktion der Air-Time kommt –tief zu fliegen gehört zu diesem Trick wohl einfach dazu. Für den Film Strength In Numbers demonstriert uns hier Ryan Howard eine, wie immer, perfekte Ausführung davon.
Brandon Semenuk, Sunshine Coast, Kanada
Viel ausgereifter und abgerundeter als Brandon Semenuk können Biker kaum werden. Egal, um welchen der größten Freeride-Bewerbe es geht, diesen Mann aus Whistler sollte man immer auf der Rechnung haben. Als er vor einem Jahrzehnt die Szene aufmischte, lieferte er mit seiner Kombination aus DH-Style- und Slopestyle-Tricks einen Mindfuck nach dem anderen. Und das macht er bis heute.
Cam McCaul, Utah, USA
Manchmal ist ein guter Whip tausende Barspins wert. Auf diesem Bild trifft Cam McCaul auf Virgin, dem monströsen Canyon-Gap des Red Bull Rampage. Für die Einfahrt alleine sind zunächst zwei massive Drops zu landen, bevor es mit High-Speed in den Kicker im FMX-Style geht.
Bernardo Cruz, Whistler, Kanada
Was für die Schwerkraftprofis auf dem Crankworx-Festival in Whistler zunächst wie ein zwangloser und angenehmer Wettbewerbstag aussah, wurde ganz schnell zu einer jährlichen Online-Sensation. Die inoffizielle Whip-Off-Weltmeisterschaft wird auf den legendären Jumps der Crabapple Hits ausgetragen und wurde zwei Mal vom Brasilianer Bernardo Cruz gewonnen. Seine Fähigkeit, das Heck seines Bikes um über 90 Grad auf die Seite zu drücken, bevor er seine Landung sanft in den Boden setzt, ist schlicht und einfach Wahnsinn.
Steven Bafus, Bellingham, USA
Mit der Nase voraus in den Boden zu tauchen erzeugt maximale Wirkung und gehört zum Grundrepertoire der einzelnen Whip-Variationen, wie die Sahne zum Eis. Soviel Eindruck der Tailwhip auf der Rennstrecke auch macht, hat er doch auch jede Menge Style, wenn du an heißen Sommerabenden deine Lieblingsstrecken runterpreschst.
Brendan Fairclough, Whistler, Kanada
Wenn es um stylishes, „Back-End-Out“-Riding geht, ist kein Name höher einzuschätzen, als Brandan Fairclough. Er ist einer der wenigen Rider, des es schafft, die coole, lockere „Ich-spiele-ein-bisschen-herum“-Mentalität mit dem zerfetzenden Speed eines Weltklasse-Racers zu kombinieren. Seine Whips legt er dabei mehr als ordentlich aufs Parkett.