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Staub, Hitze und viele Twists - Das war der UCI DH World Cup in Leogang

© Bartek Woliński
Die dritte Runde des Mercedes-Benz UCI Downhill World Cups ging in Leogang über die Bühne. Der Track war herausfordernd; es brauchte die perfekte Fahrt, um zu gewinnen.
Autor: James McKnightveröffentlicht am
Das wunderbare Wetter, das in Österreich schon die gesamte Woche über herrschte, hielt sich auch am Sonntag, an dem die dritte Runde des Mercedes-Benz UCI DH World Cups in Leogang ausgetragen wurde. Die Athleten gaben ihr Bestes, um den Sonnenstrahlen zu entkommen, während die Strecke im Offenen knusprig gebacken wurde.
Mit dem rutschigen Staub vom Start weg bis zum Ende brauchte es viel Präzision und Druck, um auf einem der schnellsten Tracks dieser Saison letztlich den Sieg zu holen.
Trockene und staubige Bedingungen auf der Strecke...
Trockene und staubige Bedingungen auf der Strecke...
Du hast die Action in Leogang verpasst oder willst dir das Ganze noch einmal ansehen? Hier findest du alle Replays:
Kate Weatherly holte in der Speed-Trap die schnellste Zeit.
Kate Weatherly holte in der Speed-Trap die schnellste Zeit.
Die Zeit, die es bei den Damen zu schlagen galt, wurde schon früh von Kate Weatherly vorgelegt, die sich mit einer fantastischen Fahrt durch den schnellen Mittelabschnitt den Hot Seat sicherte. Mit 3 Minuten und 51,467 Sekunden hielt sie sich lange darin, während immer mehr Athletinnen klein beigeben mussten.
Auch Veronika Widmann hatte Weatherly nichts entgegen zu setzen.
Auch Veronika Widmann hatte Weatherly nichts entgegen zu setzen.
Veronika Widmann zeigte eine beherzte Performance, doch reichte diese am Ende auch nicht, um Weatherly zu biegen. Auch Marine Cabirou war hervorragend unterwegs und sie schlug Weatherly bei jeder Zwischenzeit, doch crashte sie kurz vor dem Ziel.
Marine Cabirou war auf dem besten Weg vorne mit zu fahren.
Marine Cabirou war auf dem besten Weg vorne mit zu fahren.
Endlich! Nina Hoffmann aus Deutschland stürmte mit einem unglaublichen Lauf in den Hot Seat und bracht im Ziel ganze sieben Sekunden Vorsprung auf die Bestzeit mit. Damit war sie nur eine Zehntelsekunde langsamer, als Tracey Hannah mit ihrer schnellsten Zeit beim Qualifying. Hoffmann hatte also durchaus Chancen, am Ende als Siegerin da zu stehen.
Nina Hoffmann zeigte eine unglaubliche Fahrt
Nina Hoffmann zeigte eine unglaubliche Fahrt
Rachel Atherton war eine der Athletinnen, die mit dem fehlenden Grip von Start weg Probleme hatten. Sie schaffte es nicht einmal bis zur ersten Zwischenzeit, als sie abhob und alle Hoffnungen auf den Sieg zunichte waren. Gott sei Dank zog sie sich dabei keine Verletzungen zu.
Damit waren alle Augen auf Tracey Hannah gerichtet, die als letzte Athletinnen in das Rennen ging. Von Anfang an drückte sie drauf und sie brachte damit jede Menge Speed auf den Track. Die Australierin erwischte die einzelnen Abschnitte sauber und holte bei jeder Zwischenzeit einen Vorsprung auf Hoffmann heraus.
Mit einer Zeit von 3 Minuten und 42,107 Sekunden ging sie über die Ziellinie und feierte im Anschluss daran ihren emotionalen vierten World Cup-Sieg.
Tracey Hannahs Siegerfahrt siehst du hier noch einmal:
MTB · 4 Min
Siegerfahrt der Damen – Leogang
Bei den Herren ging es nicht weniger spannend zu. Die Gefahr auszuscheiden war ähnlich groß; große Namen wie Laurie Greenland, Bernard Kerr und Loris Vergier, die mit dem Grip nicht zurecht kamen, konnten davon ein Liedchen singen.
Ein Mann, der genau weiß, wann und wie er bei den unterschiedlichsten Bedingungen Druck aufbauen kann, ist Loïc Bruni. Der regierende Weltmeister brachte Energie und Präzision auf die Strecke, er rutschte genau dann, wenn es notwendig war und lenkte sein Bike schnell und agil durch die Kurven.
Nach 3 Minuten und 16,132 Sekunden war er im Ziel, ganze 3,2 Sekunden schneller als Charlie Harrison, der bis dahin lange Zeit im Hot Seat saß.
Charlie Harrison mit Tempo in den Wald.
Charlie Harrison mit Tempo in den Wald.
Die perfekte Fahrt von Bruni hielt die anderen aber nicht davon ab, ebenso gut zu performen. Amaury Pierron, Aaron Gwin und Danny Hart zeigten solide Leistungen und beendeten das Rennen auf den Plätzen sechs, fünf und vier.
Troy Brosnan, dessen Stärke seine Konstanz ist, war nur 0,7 Sekunden langsamer als Bruni. Auch wenn er nicht ganz an ihn heran kam, hängt er ihm jetzt, wenn der World Cup im frühen Juli weiter nach Vallnord zieht, in der Gesamtwertung dicht an den Fersen.
Mr. Konstant, Troy Brosnan, zeigte wiederum eine großartige Leistung.
Mr. Konstant, Troy Brosnan, zeigte wiederum eine großartige Leistung.
Der Qualifikationsschnellste Greg Minnaar war der einzige, der noch übrig blieb und Brunis Zeit schlagen konnte. Vom Start weg war Minnaar bei jeder Zwischenzeit nur eine Sekunde langsamer als der Führende, während er für den letzten Abschnitt noch einmal richtig viel Speed aufnahm.
Greg Minnaar drückt in Richtung Ziel noch einmal so richtig drauf.
Greg Minnaar drückt in Richtung Ziel noch einmal so richtig drauf.
Bruni saß buchstäblich auf Nägeln, als er Minnaar den letzten Abschnitt bestreiten sah und er wusste, dass sein Konkurrent im Qualifying vor allem unten mächtig viel Zeit herausholte. Am Ende entschieden 0,3 Sekunden das Rennen. Minnaar endete auf dem zweiten Platz, während Bruni seinen zweiten Sieg in dieser Saison feierte.
Der Konkurrenzkampf ist groß, ebenso der gegenseitige Respekt.
Der Konkurrenzkampf ist groß, ebenso der gegenseitige Respekt.
Hier siehst du Brunis Siegerfahrt noch einmal:
MTB · 4 Min
Siegerfahrt der Herren – Leogang
Die Junioren-Rennen wurden ein weiteres Mal von Vali Höll und Thibaut Daprela dominiert.
Höll holte mit einem unglaublichen Vorsprung von 18 Sekunden auf Anna Newkirk den Sieg, während Daprela den Angriff von Kye A'Hern mit 1,9 Sekunden abwehrte.

UCI DH World Cup - Runde 3: Leogang - Ergebnis des Herrenrennens:

RANKINGNAMETIME
1.Loïc Bruni3m 16.132s
2.Greg Minnaar3m 16.456s
3.Troy Brosnan3m 16.878s
4.Danny Hart3m 18.126s
5.Aaron Gwin3m 18.550s

UCI DH World Cup - Runde 3: Leogang - Ergebnis des Damenrennens:

RANKINGNAMETIME
1.Tracey Hannah3m 42.107s
2.Nina Hoffmann3m 44.542s
3.Kate Weatherly3m 51.467s
4.Marine Cabirou3m 51.671s
5.Veronika Widmann3m 54.192s