Call of Duty Warzone vs Apex Legends: Der Vergleich© Electronic Arts
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Call of Duty Warzone vs Apex Legends - Welches Game ist besser?
Call of Duty: Warzone ist der Battle-Royale-Shooter der Stunde. Besonders mit Apex Legends verbindet das Spiel einiges. Wir ziehen den Vergleich.
Autor: Philipp Briel
veröffentlicht am
Warzone, der eigenständige Battle-Royale-Modus zu Call of Duty: Modern Warfare ist der Überraschungshit des noch jungen Jahres. Ganz ähnlich, wie es bei Apex Legends im vergangenen Jahr der Fall war. Im direkten Vergleich zwischen beiden Games stechen einige Parallelen ins Auge, doch Warzone macht auch eine Menge anders.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Warzone und Apex Legends

Bevor wir auf die Unterschiede zu sprechen kommen sollten wir uns erst einmal anschauen, was beide Spiele gemeinsam haben. Klar: Beide sind Battle-Royale-Shooter, beides sind Free2Play-Spiele und in beiden treten Dreierteams gegeneinander an.
Zumindest anfangs, mittlerweile kann man im Falle von CoD: Warzone auch alleine oder mit Viereteams (genannt: Quads) in den Kampf ziehen. Es steht außer Frage, dass Apex Legends im vergangenen Jahr das Genre revolutioniert hat. Beispielsweise durch das Pingsystem, was die einfache Kommunikation auch ohne Headset ermöglicht.
Dieses clevere und zurecht gefeierte Feature hat sich Warzone abgeguckt, auch wenn die Umsetzung – gerade wenn man mit Controller oder auf Konsolen spielt – etwas komplizierter ausgefallen ist. In Apex kann man beim Laufen oder Zielen über Kimme und Korn pingen, in Warzone hingegen ist das eher schwierig.
Ein Spieler sondiert mit dem Fernglas die Lage. Apex Legends und Warzone verfügen über ein Pingsystem
Verständigung ohne Mikro: dank Pingsystem kein Problem
Außerdem verfügen beide Spiele über ein Respawn-System. Während man in Apex Legends die Marken gefallener Spieler einsammelt, zu einem Spawn-Beacon bringt und die Teammates dann mithilfe eines Schiffs wieder eingeflogen werden, geht Call of Duty: Warzone einen etwas anderen und noch komfortableren Weg.
Wer in der Runde das Zeitliche segnet hat die Chance, im Gulag selbst den Respawn einzuleiten. Indem man in den engen Gefängnishallen die zentrale Zone einnimmt oder seinen Kontrahenten im 1-gegen-1 besiegt. Alternativ kann man aber auch auf seine Teammitglieder hoffen, die einen Spieler für 4.500 Ingame-Dollar ins Lebens zurückholen können.
Der Gulag in Call of Duty: Warzone
Wer im Gulag gewinnt, kehrt ins Spiel zurück

Auf die Größe kommt’s an

Im direkten Vergleich ist Call of Duty: Warzone das deutlich größere Spiel. Hier tummeln sich satte 150 Spieler gleichzeitig auf der Karte, während es in Apex Legends nur 60 sind. Das setzt natürlich auch eine weitläufigere Map voraus.
Verdansk, so der Name der Warzone-Karte, fällt um ein Vielfaches größer (etwa 8 Quadratkilometer) aus, als die Apex-Pendants Königsschlucht (ca. 4 Quadratkilometer) und Rand der Welt (etwa 6 Quadratkilometer).
Da ist es nur wenig verwunderlich, dass eine Runde in Warzone deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als beim direkten Konkurrenten.
Die Karte von Call of Duty: Warzone ist riesig. Klar, müssen ja auch 150 Spieler drauf Platz finden
Man ist das groß. Wo soll man da nur landen?

Inventarmanagement: Lone Wolf oder Teamplayer?

Beim Umgang mit dem Inventar beziehungsweise dem Loot wird der unterschiedliche Ansatz beider Spiele deutlich. Waffen kommen in Call of Duty: Warzone in verschiedenen Seltenheitsstufen daher, je seltener die Ausführung, desto mehr Aufsätze sind bereits montiert.
Waffen in Apex Legends sind hingegen „nackt“ was bedeutet, dass Visiere, Magazine und andere Aufsätze erst zusätzlich gefunden werden müssen – in den meisten Fällen zumindest. Zudem gibt es verschieden starke Rüstungen samt Bonuseffekten, wohingegen es in Warzone lediglich eine Art von Panzerung gibt.
Apex fördert hier also das Zusammenspiel deutlich stärker, da es hier deutlich mehr aufzusammeln gibt, was sich mit den Teammates teilen lässt. Das macht Call of Duty: Warzone auch zum einsteigerfreundlichen Spiel, da es weniger Systeme zu erlernen gibt.
Während man in Apex immer nach Möglichkeiten sucht, im Laufe einer Runde das eigene Loadout zu verbessern, schustert man sich in Warzone ganz bequem im Hauptmenü seine Klasse zusammen und greift durch einen Ausrüstungs-Abwurf im Spiel darauf zurück – wenn man genug Kohle hat, versteht sich.
Das Inventarmanagement ist entscheidend
Das Inventarmanagement ist entscheidend

Veträge und Cross-Play: Teamplay-Vorteil Warzone

Call of Duty: Warzone fördert das Zusammenspiel aber auf andere Art und Weise. Hier kommen die Verträge ins Spiel: Kurze Nebenaufgaben, die sich auf Wunsch innerhalb einer Runde absolvieren lassen und mit einem satten Geldbonus locken.
Hier gilt es, als Team eine Zone einzunehmen, ein Kopfgeld-Ziel auszuschalten oder nacheinander drei Beutekisten zu plündern.
Ein vergleichbares System gibt es in Apex Legends nicht. Hier zählt nur eins: Bis zum Ende am Leben zu bleiben. Mit Ausnahme der Loot Vaults. Außerdem gibt es in Warzone Cross-Play. Spieler auf PC, PS4 und Xbox One können zusammen spielen.
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Das Setting: Realismus vs Sci-Fi

Ein weiterer großer Unterschied liegt im Setting. Warzone schlägt einen realistischen Weg ein, während Apex Legends den (bunteren) Sci-Fi-Ansatz wählt. Was einem besser gefällt, ist Geschmackssache.
Mit dem Setting gehen allerdings noch einige Besonderheiten einher. Call of Duty: Warzone spielt sich genauso bodenständig und gut, wie der Multiplayer des aktuellen Serienteils Modern Warfare. Waffen lassen sich auf Deckungen auflegen, um die Präzision zu erhöhen.
Im direkten Vergleich mit Apex Legends ist Warzone aber auch deutlich langsamer. Durch Sliding und fortgeschrittene Techniken wie Strafe-Jumping oder Bunny Hopping erreicht Apex ein ganz anderes Level bei den Bewegungen, die noch dazu bei jedem Charakter variieren. Womit wir direkt beim nächsten Unterschied wären.

Eine Prise Heldenshooter

In Call of Duty: Warzone stehen euch verschiedene Operator zur Auswahl, die abgesehen von ihrem äußeren Erscheinungsbild keinerlei Unterschiede bieten. Ganz anders Apex Legends, in denen ihr – Trommelwirbel – zwischen verschiedenen Legenden wählen könnt.
Die sehen nicht nur unterschiedlich aus sondern bieten, ganz im Stile bekannter Helden-Shooter, auch einzigartige Fähigkeiten. Lifeline kann heilen, Gibraltar ein Schutzschild aufstellen und Bangalore einen Artillerieschlag anfordern.
Für den Sieg im Team ist also nicht nur das individuelle Können, sondern auch die Zusammenstellung des Squads entscheidend. Das hebt Apex Legends von allen anderen Battle-Royale-Shootern ab.
Octane nutzt sein Jumppad. Apex Legends hat sich von Heldenshootern inspirieren lassen
Jeder Charakter in Apex Legends verfügt über einzigartige Skills

Call of Duty: Warzone vs Apex Legends: Das Fazit

Auf den ersten Blick verbindet die beiden Battle-Royale-Shooter eine Menge. Wer genauer hinschaut, wird allerdings deutlich mehr Unterschiede zwischen beiden Spielen feststellen. Warzone bietet den realistischeren und bodenständigeren Ansatz und eignet sich vor allem, wenn ihr Bock habt, mit einem Team auf einer riesigen Map in den Kampf zu ziehen. Zudem ist es im direkten Vergleich deutlich einsteigerfreundlicher und eignet sich besser für eine schnelle Runde zwischendurch.
Apex Legends bringt einige einzigartige Aspekte mit sich. Von den unterschiedlichen Legenden über das hohe Spieltempo bis hin zum Movement. Durch verschiedene Waffenaufsätze, 12 Charakte mit je vier Fähigkeiten und andere Systeme muss man anfangs deutlich mehr verinnerlichen, um Chancen auf den Sieg zu haben. Dafür belohnt euch das Spiel aber auch mit einem einzigartigen Gameplay.
Eines gilt jedoch für beide Spiele: Sie machen mächtig viel Spaß.