Tanz
Wie du einen Tanz choreografierst: 10 Tipps von den Pros
Hol dir die Tipps der Pros und finde heraus, wie du einen Tanz choreografierst, wenn deine Kreativität mal nicht so will, wie du selbst.
Du willst eine Choreografie entwickeln, die sich echt anfühlt und zu deinem Style passt – aber die Ideen bleiben aus? In diesem Guide haben wir die besten Tipps von Profi-Tänzer:innen für dich gesammelt – von der Songwahl über Inspiration und Freestyle bis zur fertigen Struktur, die dir gegen kreative Blockaden hilft.
Wie hier: 5 Minuten, 2 Tänzer, 1 Choreo. Majid & Diablo zeigen, wie man mit Kreativität, Teamwork und ein bisschen Pressure in kürzester Zeit eine Choreo aus dem Boden stampft. Spontan, direkt aus dem Vibe heraus – so sieht echte Tanzkunst in Action aus.
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Lerne deinen Song wirklich kennen
Wenn du den Song in- und auswendig kennst, fällt dir das Choreografieren leichter. Hör dir den Track mehrmals an, achte auf Übergänge, Betonungen, Pausen und den Aufbau. So kannst du Moves entwickeln, die sich organisch mit Beat und Lyrics verbinden.
Für Poppin’C, den Schweizer Popping-Dancer, ist genau das die Grundlage seiner Performances: „Die Musik ist alles für mich, da die Art und Weise, wie mein Körper auf sie reagiert und sich dazu bewegt, davon abhängt, wie ich sie wahrnehme.“
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Lass dich von anderen Tänzer:innen inspirieren
Schau dir Videos von Tänzer:innen an, deren Mood oder Style zu der Musik passt, zu der du gerade choreografierst. Lass dich inspirieren, aber mach’s zu deinem eigenen Style. Und bleib selbst in Bewegung: Nimm regelmäßig Classes, probier neue Übungen aus und hol dir frischen Input – Kreativität braucht Futter.
Choreos müssen nicht allein entstehen. Wenn du mit anderen Tänzer:innen oder Choreograf:innen zusammenarbeitest, kommen automatisch neue Ideen dazu. Majid und Jean-Michel Cruel zeigen das im Red-Bull-Clip, in dem sie in wenigen Minuten gemeinsam eine Combo bauen. Zwei Styles, eine Choreo, viel Austausch. Genau solche Sessions halten dich kreativ und bringen dich als Tänzer:in weiter.
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Denk an Publikum, Raum und Vibe
Denk daran, für wen du performst und wo du auftrittst. Die Location, das Licht, der Sound und die gesamte Stimmung vor Ort beeinflussen, wie deine Choreo wirkt und wie deine Emotionen rüberkommen. Wer den Raum mitdenkt, hat bessere Chancen, mit der Crowd zu connecten.
Pure Energy: Big Liveness bringt den Beat (und die Halle) zum Beben
© Sebastian Kraft / Red Bull Content Pool
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Finde den Style, der zum Song passt
Nachdem die Musik steht, überlegst du, welcher Tanzstil am besten dazu passt und womit du dich am stärksten ausdrücken kannst. Manchmal hilft es, sich auf einen klaren Style festzulegen. In anderen Fällen wird es spannender, verschiedene Styles zu mixen und daraus etwas Eigenes zu machen.
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Starte dort, wo es sich richtig anfühlt
Wenn dir der Anfang schwerfällt, musst du nicht unbedingt mit der ersten Zählzeit starten. Fang dort an, wo dir sofort eine Bewegung in den Kopf kommt. Erzähle mit deiner Choreografie eine Geschichte und leg zuerst die Höhepunkte fest, bevor du dich um die Details kümmerst. Sobald die Grundstruktur steht, fügt sich alles nach und nach zu einem Gesamtwerk zusammen.
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Erst freestylen, dann strukturieren
Wenn du beim Choreografieren festhängst, freestylen viele zuerst zum Song. Lass dich von der Musik leiten, nimm die Moves auf, die spontan entstehen, und wiederhole sie. Manchmal ist es am besten, nicht zu viel nachzudenken und den Moment arbeiten zu lassen.
Hip-Hop-Weltmeister und Choreograf Majid Kessab beschreibt es so: „Ich tanze zuerst frei zum Track und schaue, was im Moment aus mir rauskommt. Die Bewegungen, die sich gut anfühlen, merke ich mir. Daraus baue ich dann Step für Step die Choreo.“
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Tanz einmal in absoluter Stille
Tanz einfach mal in absoluter Stille. Das mag verrückt klingen, hilft dir aber dabei, aus deiner Komfortzone auszubrechen und Moves zu entdecken, an die du bei einem bestimmten Song vielleicht nicht gedacht hättest. Gefallen dir bestimmte Bewegungen, kombinierst du sie mit deinen bisherigen Steps und setzt sie später passend zur Musik ein.
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Hol dir Input aus klassischen und anderen Tanzformen
Misch auch mal klassisches Ballett, Ballsaal-Schritte oder andere traditionelle Moves in deine Choreo. So bekommt dein Style mehr Tiefe und du schaffst Kontraste, die deine Performance spannender machen. Der Mix aus deinem gewohnten Style und klassischen Elementen kann einzelne Momente besonders herausstechen lassen.
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Such Inspiration auch außerhalb des Tanzes
Schau nicht nur auf Musik und Tanz. Hol dir auch Inspiration aus anderen Kunstformen, von Bildern bis Performance Art. Nimm Farben, Formen, Raum und Emotionen mit und übersetze sie in Bewegung. So bleibst du offen für neue Ideen. Kreative Blockaden? Keine Chance.
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Bleib offen und trau dich, anders zu sein
Beim Choreografieren gilt: Bleib offen für Neues und trau dich, Dinge anders zu denken. Du kannst bekannte Elemente aus deinem Style mit anderen Einflüssen verbinden oder Musik wählen, die du sonst nicht verwenden würdest – wie Kyoka, die auf traditionelle indonesische Sounds freestylet und ihren eigenen Style dazu bringt.
Solche Experimente halten dich kreativ und geben deiner Choreo eine eigene Note. Je mehr Input du dir holst und je mutiger du ausprobierst, desto klarer kommt dein eigener Ausdruck rüber.
Noch mehr Pro-Tipps
Arlene Phillips CBE, eine britische Choreografin und Theater-Regisseurin, begann in den 1970er-Jahren mit dem Profi-Tanz. Mittlerweile stammen einige Performances aus ihrer Feder – Live-Theater inklusive. Ihre Tipps für Tänzer machen unsere Liste komplett:
- Erzähle die Geschichte der Musik durch deine Bewegungen
- Übe mit fantasievollen Schritten
- Lerne aus deinen Fehlern. Das zeigt Leidenschaft!
- Fordere dich mit einzigartigen Rhythmen, Styles und Techniken selbst heraus
- Plane zuerst die fundamentalen Elemente deiner Choreografie; arbeite die kleinen Schritte rundherum erst anschließend aus
- Trainiere deine Choreografie-Techniken regelmäßig
- Habe keine Angst davor, Neues zu lernen
Das Wichtigste, das du dir beim Choreografieren vor Augen halten solltest, ist aber, Diversität mit offenen Armen zu empfangen. Habe keine Angst davor, etwas anders und abseits der Norm zu machen. Lasse dich auf neue Styles und Schritte ein, um deinen Tanz frisch zu halten und behalte alle Arten von Kunst im Blick, um die Spannung in deiner Arbeit hochzuhalten. Je mehr du dich dazu herausforderst, über den Tellerrand zu blicken, desto kreativer und einzigartiger präsentierst du dich der Welt mit deiner Choreografie.